Hell yeah!
Nach zwanzig Jahren Bandgeschichte ist es natürlich Zeit für ein Best-of-Album, und mit II Decades of decay werden nun endlich The gravest hits of Bloodsucking Zombies From Outer Space präsentiert. Und das Cover kommt euch irgendwie bekannt vor? Kein Wunder, das ist eine gelungene Hommage an Return of the living dead Part II von Ken Wiederhorn. Dabei ist Horrorpunk ein Musikgenre, das in seiner Ausgangslage allein von The Misfits erschaffen wurde, die man getrost als Urväter des Horrorpunk bezeichnen kann. Anfang der 2000er kam im Zuge des Neo-Batcave-Revivals seine große Stunde. Die Sampler-Reihe „This is Horrorpunk“ vom Platten-Label Fiend Force Records schlug ein wie eine Bombe, und quer durch die Unterground-Clubs gaben sich immer neue aus den modrigen Gräbern kriechende Bands die Klinke in die Knochenhand, um schrecklich-schaurige Pogo-Partys zu feiern.


Zitat Presseinfo, Klappe zu, kaufen. Hier könnte die Rezension eigentlich schon enden. Aber das wäre ja auch irgendwie blöd, also halte ich mich an den üblichen Ablauf.
Vor zwei Jahren beim Free and Easy Festival 2015 im Backstage habe ich die Russen Siberian Meat Grinder zum ersten und leider bisher einzigen Mal gesehen. Es war nicht viel los, weil sie den Abend eröffneten, und obwohl ich die Band überhaupt nicht kannte, haben sie mich direkt umgehauen. Ihre wilde Crossover-Mischung aus Thrash Metal, Hardcore und Hip Hop fegte wie eine Naturgewalt über die Anwesenden hinweg. Klar, dass das erste selbstbenannte Album, das sich aus den bereits vorher veröffentlichten EPs Hail To The Tsar und Vs The World zusammensetzt, bei mir in der Folge rauf und runter lief. Umso mehr freue ich mich nun auf das neue Album Metal Bear Stomp, auf dessen Cover es gleich ein Wiedersehen mit dem Bandmaskottchen Tsar gibt, einem russischen Bären und Herrscher der sibirischen Hölle.