Eichhörnchenpogo
Sommerzeit, Festivalzeit. Wer nicht in die Ferne schweifen mag oder kann, hat wie jedes Jahr das Free & Easy im Backstage vor der Haustür: Über drei Wochen jeden Abend Bands auf allen Bühnen, Vorträge, Filme, Metal-Yoga, Biergarten, Gaudi, ois. For free! Das musikalische Angebot ist vielfältig und immer hochkarätig. Manche Bands sind regelmäßig zu Gast, manche schauen auf ihrer regulären Tour vorbei. Lokale Bands werden mit großen Namen zusammengespannt, eine tolle Chance und immer spannend. So auch heute, da sich ein richtig großer Name angesagt hat: The mighty Ministry, Industrial-Metal-Helden um Uncle Al Jourgensen. Auf Abschiedstour noch dazu (diesmal wohl wirklich)! Das darf man sich nicht entgehen lassen. Also Ohrenstöpsel eingepackt und nichts wie hin! Weiterlesen


Nach dem selbstbetitelten Debüt und dem zweiten Album Metal Resistance steht nun mit Metal Galaxy das dritte Album der japanischen Überflieger BABYMETAL in den Startlöchern, die wie kaum eine andere Band die Metal-Gemeinde polarisieren. Lieben oder hassen, viel mehr Optionen scheint es nicht zu geben bei ihrem Kawaii Metal, der alle Genregrenzen sprengt. J-Pop wird mit Elementen aus Black, Death und Industrial Metal sowie Dance kombiniert und mit Gothic-Lolita-Outfits abgerundet.
Weil ich mit dem harten und dem Industrial zugeneigten Stil seiner Hauptband Hocico nichts anfangen kann, habe ich das Nebenprojekt von Mastermind Erk Aicrag bislang nicht weiter beachtet. Über die Redaktion bin ich nun auf Rabia Sorda aufmerksam geworden, der zweiten Band des Mexikaners, mit der er einen doch recht unterschiedlichen Weg beschreitet. Mit an Bord sind Drummer Maxx, während Marcus Engel die Gitarre beackert, zusammen haben sie unlängst das mittlerweile vierte Album The world ends today veröffentlicht. 
Die Krupps um Mastermind Jürgen Engler sind seit Jahrzehnten nicht aus der schwarzen Szene wegzudenken und waren mit ihrem Sound mehr als einmal Vorreiter und Inspiration für nachfolgende Bands. Schon früh in ihrer Karriere haben sie die Genregrenzen überschritten und hatten z.B. zeitweise mit Lee Altus (Heathen, Exodus) einen waschechten Metal-Gitarristen im Line-up. Vor allem bis zur ersten Hälfte der Neunzigerjahre waren die Krupps mit ihrem Industrial-Metal wegweisend (siehe die Alben II – The final Option und III – Odyssey of the Mind). Nach einigen Jahren Pause wandte man sich dann wieder den elektronischen Anfängen der Bandgeschichte zu, 2013 erschien mit The Machinists of Joy seit langem mal wieder ein Elektro-Album. Ganz die Finger vom Metal kann Jürgen Engler allerdings nicht lassen, denn Ende August steht mit V – Metal Machine Music das vielleicht metallischste Album in der Geschichte der Krupps in den Läden. Verstärkung erhalten die Maschinisten vom früheren Accu§er-Drummer Volker Borchert und Nils Finkelstein an der Gitarre.