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DEMM-2026-Samstag

Schon wieder ist ein Jahr vergangen, Ostern steht vor der Tür und damit das alljährliche metallische Ostereiersuchen im Münchner Backstage! Das Dark Easter Metal Meeting lädt zum gemeinsamen Haareschütteln, und dieses Mal wird auch wieder für den Herrgott gespielt (Triptykon!). Das Bandpaket, das MRW Concerts geschnürt hat, ist natürlich wieder herausragend. Große Namen von damals und heute, Geheimtipps, Unbekanntes – wie jedes Jahr wird es spannend und mit zweiunddreißig Bands auch keine Sekunde langweilig. Damit ihr den Überblick nicht verliert, hier wie jedes Jahr unser schneller Guide durch zwei Tage Geballer! Wie letztes Jahr auch schon gibt es keine Autogrammstunden mehr, dafür aber wieder die hochkarätige Ausstellung in der Reitknecht Lounge (mit Werken von Afra/Fotografin Metal1.info, Manuel Scapinello und View from the Coffin, beides Illustratoren). Dann mal los!  Weiterlesen

Dance through the darkness

Seit der ersten Edition 2018 ist das Katzenclub-Festival ein fester Termin im November (seit einigen Jahren hat es auch einen kleinen Ableger an Ostern bekommen), und wie jedes Jahr fahren die Veranstalter*innen ein großartiges Line-up auf – natürlich nicht nur beim Festival, sondern bei jedem Katzenclub. Newcomer, aktuell angesagte Namen, alte Helden, mal mit mehr Gitarre, mal elektronischer – die Mischung ist immer vielfältig. Nachdem Black Nail Cabaret letztes Jahr die Grippe einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sind die Ungarn dieses Jahr fit, auch sonst gibt es keine Änderungen in letzter Minute, weshalb einem spannenden Festivalabend mit anschließender Party nichts mehr im Weg steht. Weiterlesen

Night of the living „Hey!“

Der Tipp zu den mir bislang unbekannten Skálmöld stammt von torshammare, unserer Spezialistin für quasi alles aus den fernen und kalten nördlichen Ländern. Die isländische Band wurde 2009 in Reykjavík gegründet und ist im Viking Metal zu Hause, mit dem sie vor allem die nordische Götter- und Sagenwelt thematisiert. Also habe ich mir ein aktuelles Video angesehen und dabei starke Hardcore-Vibes in der Stimme von Björgvin Sigurðsson verspürt. Das auch noch auf Isländisch, da bin ich spontan dabei.
Metsatöll aus Tallin in Estland ist für eine Vorband fast zu schade, denn seit 1998 sind sie schon musikalisch unterwegs und verbreiten ihre spezielle Version von Folk Metal. Als Opener fungiert die 2016 im kanadischen Vancouver gegründete Band Atavistia. Weiterlesen

„Billy Idol and Glenn Danzig meet The Sisters Of Mercy in a barfight.“

TheNecromancersUnion_CoverZitat Presseinfo, Klappe zu, kaufen. Hier könnte die Rezension eigentlich schon enden. Aber das wäre ja auch irgendwie blöd, also halte ich mich an den üblichen Ablauf.
The Necromancer’s Union ist das neue Projekt von Daniel Belasco aus dem kanadischen Niagara On The Lake, Ontario, mit dem er seine Leidenschaft für Horrorfilme und Gothic Rock der Achtziger Jahre auslebt. Mit seinem Hauptprojekt Glass Apple Banzai widmet er sich ebenfalls stark Achtziger-lastigem Synthwave und Synthiepop. Petrichor wurde auf seine zwei 2019 digital veröffentlichten EPs aufmerksam, die für das nun erschienene Debütalbum Flesh of the dead von Daniel noch einmal neu eingespielt und mit einem neuen Track ergänzt wurden. Also rein in die Kneipe, in der der das Fleisch von Toten serviert wird. Weiterlesen

Wundertüte

cover-TEKE-TEKE-ShirushiTEKE::TEKE, bitte, was? Aber von Beginn an: TEKE::TEKE wurde im kanadischen Montreal vom Gitarristen Serge Nakauchi-Pelletier, Drummer Ian Lettre und Posaune-Spieler Etienne Lebel gegründet. Rhythmus-Gitarrist Hidetaka Yoneyama, Bassist Mishka Stein, die Multi-Instrumentalistin Yuki Isami und Sängerin Maya Kuroki vervollständigen die Band. Als solche haben sie mit Coverversionen im Surf-Stil der in der westlichen Welt sträflich unbekannten japanischen Legende an der Gitarre, Takeshi Terauchi, begonnen. Doch dieses Konzept wurde schnell zu eng, sodass sie ihren Sound in der Breite weiterentwickelten, was schließlich in das Debütalbum Shirushi gemündet ist.
Zugegeben, ich habe von Surf Rock keine Ahnung und von japanischem Folk noch weniger. Aber ich finde den Sound von TEKE::TEKE so abgefahren, dass ich mich dennoch an eine Rezension wagen muss. Weiterlesen

Hoch aus dem Norden, da komme ich her

Im hohen Norden Kanadas wird es langsam wieder heller, die Nächte sind nicht mehr ganz so kalt. Für die Kinder in der Resolute Bay bedeutet dies: Wieder lange draußen herumstromern und Abenteuer erleben. Tanya Tagaq beschreibt in ihrem Debüt-Roman Eisfuchs das Leben einer Jugendlichen an einem der nördlichsten, bewohnten Orte unserer Erde, in einer Gesellschaft, die nach und nach auseinander fällt, in der die Kinder sich selbst überlassen werden.

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Wir brauchen einen Arzt!

Nachdem ich bei Demented Are Go leider verhindert war, eröffnen dafür The Brains aus dem kanadischen Montreal den sonst mittlerweile schon traditionellen Psychobilly-Start ins neue Jahr und beweisen, dass man auch ohne neues Album einfach mal auf Tour gehen kann. Bislang sieben Alben und eine EP in der Diskographie der seit 2002 aktiven Band liefern ohnehin genügend Material für eine gute Show. Das Vorprogramm bestreiten Troublemaker’s Riot, die mir bislang noch nicht vor die Bühne gelaufen sind, obwohl sie aus München stammen und bislang drei EPs rausgebracht haben. Lassen wir uns also überraschen, was der Abend so bringt.

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„Oooh oh oh oh oh oooh oh!“

P1200982Die Kanadier The Creepshow aus Montreal sind immer wieder gern gesehene Gäste in München und mit ihrer explosiven Mischung aus Psychobilly und Punkrock ein fester Garant für feine, energiegeladene und schweißtreibende Clubshows. Ihr letztjähriger Auftritt war grandios und ist noch immer in bester Erinnerung (Link zum Bericht), also auf ein Neues. Das Vorprogramm bestreiten die Österreicher Psycho Village, die schon 2017 auf der Tour mit dabei waren, wo ich allerdings leider verhindert war. Außerdem haben The Creepshow die befreundete Band The Anti-Queens aus Toronto als Support dabei, wobei Support hier doppelt zu verstehen ist. Zum einen als Support-Act, zum anderen als Unterstützung durch die Hauptband, um den Newcomern eine Bühne zu bieten und sie in Europa bekannter zu machen. Weiterlesen

Eine Reise ins Innere

4PAN1TGleich vorweg möchte ich erwähnen, nichts von dieser Band oder wahlweise Projekt (D’un Autre Temps besteht nur aus einem Mann namens Antoine Guibert) gehört oder gelesen zu haben. Alleine ihr Bandname, der mich an Alcest denken hat lassen, hat eine Review unausweichlich gemacht, da eben jene besagten Alcest eine meiner absoluten Lieblingsbands sind. Seit 2018 erst agiert Antoine Guibert und bedient mit dem neuen, im März 2019 erschienenen Album Nos Mémoires Liebhaber des Post / Atmospheric Black Metal. Zum Glück ist ihr Sound nicht wie in ihrer Heimat Quebec in Kanada üblich dünn produziert, sondern sie gehen einen anderen Weg, und das ist auch gut so. Aber lasst euch von mir in ihre Welt einführen! Weiterlesen

Ride the Mustang, not the lightning

page1 album cover 3000x3000Wenn eine Band sich Skull Fist nennt, ist sie entweder komplett bescheuert oder sie meint es ernst und schreckt dabei nicht vor Klischees zurück. Für die aus Toronto stammenden Kanadier gilt zum Glück letzteres. Seit 2006 haben sie sich dem klassischen Speed und Heavy Metal der achtziger Jahre verschrieben und verfolgen kontinuierlich ihren Weg. Nicht umsonst heißt ihr zweites Album von 2014 Chasing the dream. Aber dann hat sich Mastermind Zach Slaughter nicht nur das Genick gebrochen, er musste sich auch noch einer komplizierten Stimmbandoperation unterziehen. Nach dem langen Genesungsprozeß paßt der Titel des neuen Albums Way of the road bestens ins Bild. Der Ausfall sorgte zwangsweise für die lange Verzögerung, aber hat sie sich nicht nur zeitlich, sondern auch musikalisch ausgewirkt? Nicht umsonst gilt das dritte Album oft als entscheidend für die Zukunft. Weiterlesen