The Chain Cult lives on
Die griechische Band Chain Cult ist seit 2017 ein stabiles Trio, das aus Sänger und Bassist Jason, Gitarrist Dino und Drummer Vangelis besteht, allesamt mit einer tief in der Athener DIY-Szene verstrickten Historie. Ich habe sie schon wiederholt begeistert im Webzine vorgestellt, bereits mit dem Demo von 2018 (Link) und auch mit dem Debütalbum Shallow grave von 2019 (Link), wo ich die Musik als Hardcore Post Punk klassifiziert hatte und das immer noch unterschreiben würde.
Dann kickt leider Corona, die bevorstehende US-Tour fällt aus, und irgendwie ist es mir dann entgangen, dass mit Harm reduction bereits 2024 ein Nachfolgealbum erschienen ist. Asche auf mein Haupt, also muss ich das hier noch dringend vorstellen, denn das läuft bei mir gerade rauf und runter. Weiterlesen

Hinter dem schlichten Namen Heimberg verbirgt sich ein 2022 gegründetes Trio aus dem französischen Straßburg. 
Bei 1919 muß ich etwas weiter ausholen, denn die Band wird schon 1980 von Gitarrist Mark Tighe und Sänger Ian Tilleard im englischen Bradford gegründet. Schließlich stoßen Bassist Nick Hiles und Drummer Mick Reed noch dazu. Nach einer ersten Single 1982 wird die Band auch von John Peel eingeladen, doch die Band trennt sich 1983 nach Erscheinen des Debütalbums Machine. The Hives und Another Cinema sind die neu gründeten Splittergruppen der Mitglieder. Doch in der Gothic- und Batcave-Untergrund-Szene lebt die Musik von 1919 weiter.
Die ungewöhnliche Schreibweise von [di:unruh] beruht auf der Lautschrift und liest sich „die Unruh“, was man entweder auf einen unruhigen Geist oder die Unruh einer Uhr beziehen kann. 2012 wurde die Band in Helsinki gegründet, wobei Sänger und Gitarrist Jan Ferres ursprünglich aus Flensburg kommt. Das lässt mich aufhorchen, weil ich ebenfalls dort aufgewachsen bin. Seine beiden Mitstreiter sind Vesa-Matti Pekkola am Bass und Antti Meriläinen am Schlagzeug. Nach einer 7″ und einer 10″ haben [di:unruh] nun ihre erste offizielle Langrille Misophonia u. a. bei Icy Cold Records veröffentlicht. 
Ein Prosastück von Ernst Wiechert aus dem Jahr 1939 trägt den Namen Der Totenwald. Der Protagonist ist darin Gefangener des thüringischen Konzentrationslagers Buchenwald, worauf sich der Titel bezieht. Wiechert war selbst für zwei Monate dort Gefangener. Totenwald ist nun der Name einer 2014 gegründeten Berliner Dark Punk Band. Nach einer ersten EP Wrong time, wrong place von 2016 ist nun mit Dirty Squats & Disco Lights der erste Longplayer erschienen. Neben Sängerin Trish ist Gitarrist Janis dabei, der auch das Programming übernimmt, Sergej am Bass bedient auch die Drummachine, und Saxophonistin Ruby macht das Quartett komplett.