Punk Diamond
Ursprünglich sollte das hier vorliegende Debüt The Lost Tapes – Copenhagen 1979 der Brats beim kleinen dänischen Indie-Label Irmgardz erscheinen, doch kurz vor der Pressung bekamen die Brats ein lukratives Angebot der renommierten CBS, das sie nicht ablehnen konnten. Der Haken dabei – CBS verlangte Exklusivität, und so konnten die Aufnahmen nicht verwendet werden. Ihr damaliges Album 1980 Brats (auch von High Roller Records neu aufgelegt) wurde also für CBS neu eingespielt.


Wenn eine Band sich Skull Fist nennt, ist sie entweder komplett bescheuert oder sie meint es ernst und schreckt dabei nicht vor Klischees zurück. Für die aus Toronto stammenden Kanadier gilt zum Glück letzteres. Seit 2006 haben sie sich dem klassischen Speed und Heavy Metal der achtziger Jahre verschrieben und verfolgen kontinuierlich ihren Weg. Nicht umsonst heißt ihr zweites Album von 2014 Chasing the dream. Aber dann hat sich Mastermind Zach Slaughter nicht nur das Genick gebrochen, er musste sich auch noch einer komplizierten Stimmbandoperation unterziehen. Nach dem langen Genesungsprozeß paßt der Titel des neuen Albums Way of the road bestens ins Bild. Der Ausfall sorgte zwangsweise für die lange Verzögerung, aber hat sie sich nicht nur zeitlich, sondern auch musikalisch ausgewirkt? Nicht umsonst gilt das dritte Album oft als entscheidend für die Zukunft.
In letzter Zeit habe ich viel alten Punk der härteren Schiene aus dem Crust Punk und dem artverwandten D-Beat-Bereich gehört, Bands wie Amebix und Discharge. Da das Plattencover von Chained down in dirt wie aus den genannten Genres zu stammen schien, bin ich also neugierig geworden. Die 2007 vom Sänger und Bassisten Damien Thorne gegründeten Bunker 66 stammen aus dem sizilianischen Messina, mittlerweile sind J.J. Priestkiller an der Gitarre und Schlagzeuger Dee Dee Altar mit von der Partie.
Symphonic Metal war bislang so gar nicht meine Baustelle, da ich zuviel Bombast-Kitsch und Pseudo-Operngesang überhaupt nicht ausstehen kann. Aber das tolle Video aus der Psychiatrie zu „The opposed“ hat mich neugierig gemacht. Noch dazu ist Zornheym eine Allstar-Band, deren Musiker der Hauptsongwriter Zorn aus aktiven oder ehemaligen Mitgliedern von illustren Bands aus dem Extrem-Metal-Bereich wie Dark Funeral, Devian, Diabolical und Facebreaker um sich geschart hat. Mit Bendler von Facebreaker als Vocalist ist auf jeden Fall klar, dass ich mir um Operngesang schon mal keine Sorgen machen muss.
Was „The King“ Elvis unlängst sogar posthum geschafft hat, die Veröffentlichung eines neuen Songs (für Interessierte:
Eure musikalische Heimat sind die Achtzigerjahre mit Mercyful Fate/King Diamond, Iron Maiden, Savatage und anderen Bands mit klarem Gesang und exzellenter Gitarrenarbeit? Dann solltet ihr die Schweden Trial mal antesten, die seit 2007 existieren und vor Vessel bereits ein Album und eine 7-Inch-Single herausgebracht haben.