The truth does matter
Mesh – Synthpop vom Feinsten und seit über dreißig Jahren eine feste Größe in der Szene. Live waren Mark Hockings und Richard Silverthorn die letzten Jahre immer präsent und regelmäßige Gäste auf Festival- und anderen Bühnen. Auch Veröffentlichungen gab es einige – zum Beispiel die 25th Anniversary Edition von The point at which it falls apart oder den Live-Mitschnitt des legendären Gothic-Meets-Klassik-Abends 2015 -, nur neues Material ließ auf sich warten. Nach zehn Jahren war es dann dieses Jahr endlich so weit, und mit The truth doesn’t matter stand nach Looking skyward (hier unsere Rezension) endlich ein neues Album in den (digitalen) Regalen. Das lange Warten hat sich gelohnt, die Scheibe (hier unsere Rezension) ist richtig stark geworden und auch prompt bis auf Platz 15 der deutschen Verkaufscharts geklettert. Natürlich gibt es auch eine Tour dazu, die zum Glück in München Halt macht – denn zum letzten Mal waren Mesh 2018 in der Stadt. Wenn das kein Pflichttermin ist! Weiterlesen


15 Jahre Amphi – das will gefeiert werden! Ein ganzes Wochenende voller großer Namen aus dem Electro-, Gothic-, Mittelalter- und EBM-Bereich, mit höchst empfehlenswerten Bands, die schon bald sehr große Namen sein werden, und natürlich mit allem anderen, was so dazugehört: Tanzbrunnen, Schiff, Beach Club, Hohenzollernbrücke, Dom und der Rhein. Nach der letztjährigen Hitzeschlacht mit 37 Grad sind dieses Wochenende zum Glück etwas moderatere Temperaturen angekündigt, der Rhein führt auch ausreichend Wasser, sodass die MS RheinEnergie für das Freitagsevent und die regulären Festivaltage ein paar Schritte entfernt vom Tanzbrunnen auf der Deutzer Seite anlegen kann. Ich genieße im Vorfeld noch ein bisschen Köln, befinde mich zwischendurch im „Siebten Himmel“ (eine unglaublich empfehlenswerte Buchhandlung im Belgischen Viertel) und freue mich schon sehr auf die schwarze Familie und den Freitagabend, wenn es wieder heißt: „Call the ship to port“ – die beliebte und jedes Jahr restlos ausverkaufte schwarze Kaffeefahrt mit Musikprogramm den Rhein hinunter und wieder hinauf.
Unangefochten stellen Mesh aus Bristol die Speerspitze des Electro-Pop dar. Nach zahlreichen Charterfolgen spielte die Band 2016 mit „Touring Skyward“ ihre bis dato erfolgreichste Tournee.
Drei Jahre sind seit dem Über-Album Automation Baby vergangen, drei Jahre, in denen Mesh ihren Status als eine der wichtigsten derzeitigen Synthie-Bands noch weiter ausbauen konnten. Mesh existieren seit Anfang der Neunzigerjahre und haben sich mit Hits wie „Trust you“, „Not prepared“ oder dem Tanzflächenkracher „Born to lie“ beharrlich in die Herzen der Synthie-Fans gespielt, was vor allem an ihrem ausgezeichneten Gespür für eingängige Melodien und herzzerreißend intensive Texte liegt. Mark Hockings‘ brillante Stimme, die einem ganz besonders live einen Gänsehautmoment nach dem anderen beschert, veredelt die Musik von Mesh noch mal ganz besonders. Automation Baby hatte die Messlatte vor drei Jahren verflixt hoch gelegt, und dementsprechend sind auch die Erwartungen an Looking skyward. Ob sie wohl erfüllt werden?