Mirror Of Haze ist das Solo-Projekt von Vadym Markov, das er 2020 ins Leben gerufen hat. Nach einigen Singles hat der in Oslo lebende Künstler im letzten Jahr sein Debüt-Album The end is the beginning veröffentlicht. Der dunkle, tanzbare, gitarrengetriebene Sound taucht tief in die 80er Jahre ein und hinterlässt eine angenehm melancholische Stimmung. Neues Material ist bereits in Planung! Weiterlesen
Beiträge
Die norwegische Black-Metal-Band Dold Vorde Ens Navn veröffentlicht mit dem Lyric-Video zu „Løgnenes abstinenser“ ihre erste Single aus dem Debütalbum Mørkere, das am 12. November bei Lupus Lounge erscheinen wird. Dold Vorde Ens Navn sind tief im klassischen norwegischen Black Metal verwurzelt und nehmen sich gleichzeitig die Freiheit, die Genregrenzen zu durchbrechen. Weiterlesen
Goth ’s not dead
Neues von Pete Burns, dem englischen Kopf hinter Kill Shelter (Link zum Interview), der mich schon mit seinem letzten Album Damage begeisterte (Link zur Review). Dort war „In decay ft. Antipole and Delphine Coma“ mein Favorit, insofern bin ich entsprechend voller Vorfreude über die Zusammenarbeit mit Antipole, hinter dem sich der Norweger Karl Mortem Dahl verbirgt. Die Grundidee wurde 2019 auf dem Cold Transmission Festival in Köln geboren. Karl steuert sein Gitarrenspiel bei, und Allrounder Pete übernimmt Gesang und Texte sowie Bass, Gitarre, Synthesizer und das Programming auf A haunted place. Das Album wird u.a. mit „euphorischer Melancholie“ beworben und passt somit perfekt ins Programm von Manic Depression Records. Kann da noch etwas schiefgehen? Weiterlesen
Wie im Nebel
Aus Oslo in Norwegen stammt die Formation Mayflower Madame, die 2016 ihr Debüt Observed in a dream veröffentlichten. Das Trio besteht aus Sänger Trond Fagernes, der darüber hinaus auch Gitarre und Bass spielt, Gitarrist Håvard Haga und Drummer Ola J. Kyrkjeeide. Bereits letzen Sommer ist das mittlerweile dritte Album Prepared for a nightmare bei Icy Cold Records erschienen. Ich weiß nicht, ob es irgendeinen Bezug gibt, aber Mayflower war übrigens der Name des Schiffes, mit dem die ersten Siedler nach Amerika kamen. Folgen wir also der Dame ins Ungewisse. Weiterlesen
Ein arktischer Wintersturm
Ein windiger Mittwochabend in München lädt nun wirklich nicht dazu ein, das Haus zu verlassen. Es sei denn, die Argumente sind gut genug. Doch was könnte überzeugender sein als laute Musik norwegischer Provenienz? Zumindest ein gewisser Teil des Münchner Metal-Publikums hat sich aufraffen können, ins Backstage zu fahren, und absoluten Genre-Größen wie Abbath, 1349 und David Vincent mit neuem Projekt Vltimas die Ehre zu erweisen – aber bei weitem nicht so viele, wie es bei dem Line-up eigentlich hätten sein müssen. Weiterlesen
Eindrucksvolles Lebenszeichen
Das norwegische Metal-Progressive-Trio Communic gehörte Mitte der Zweitausenderjahre zu meinen Lieblingen, weil sie es auf ihren in dieser Zeit erschienenen vier Alben (Conspiracy in mind, 2005, Waves of visual decay, 2006, Payment of existence, 2008, The bottom deep, 2011) schafften, ultrapräzise Härte, progressives Frickeln und unvergessliche Melodien auf konstant hohem Niveau zu mischen. Dann wurde es plötzlich still um Oddleif Stensland, Tor Atle Andersen und Erik Mortensen aus dem südnorwegischen Mandal, und es sollte bis zum Jahr 2017 dauern, bis es mit Where echoes gather endlich wieder ein Lebenszeichen zu hören gab. Und da leider auch Schreiberlinge oft länger als geplant brauchen, gibt es erst jetzt eine Rezension zu der Scheibe. Mea culpa. Aber vielleicht mache ich damit ja noch ein paar Leute auf diese großartige Band aufmerksam. Weiterlesen
Schweiß, Emotionen und ganz viel Glück
Schlag auf Schlag geht es bei Pristine, (Nord-)Norwegens feinstem Export in Sachen Blues, Soul, Rock’n’Roll und ganz viel Leidenschaft. Erst vor einem Jahr war die Truppe um Bandchefin Heidi Solheim im Backstage, damals noch mit dem auch noch sehr frischen Album Ninja im Gepäck, jetzt dürfen wir uns schon wieder auf einen schweißtreibenden Abend freuen – wieder mit neuer Musik. Seit kurzem erst ist Road back to ruin veröffentlicht und hat schon – völlig zu Recht – eine Menge großartiger Kritiken eingeheimst. An der Live-Tauglichkeit besteht auch kein Zweifel, und so mache ich mich sehr, sehr freudig auf den Weg ins Backstage. Mit dabei sind heute entgegen der sich schon etablierten Tradition nicht The Legendary, sondern eine andere Münchner Band, Ni Sala, die Pristine auf der der Hälfte der Deutschland-Tour begleitet.
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Scandinavian Punk ’n‘ Roll
War ich früher regelmäßig auf ihren Shows zu Gast, ist es nun doch eine ganz schön lange Weile her, dass ich die beiden schwedischen Hauptbands das letzte Mal gesehen habe. Die Glam-Punkrocker Backyard Babies im Vorprogramm von Mötley Crüe 2009, wobei damals ihre Wirkung im großen Zenith etwas verpuffte, sie sind für kleine Clubbühnen geschaffen. Bei den Schweine-Punkrockern The Bones war es tatsächlich auch im Backstage und wahrscheinlich zehn Jahre her. Für mich ist das also ein kleines Revival und eine Double-Headliner-Show, ich hoffe, dass es eine kleine, feine, schmutzige und schweißtreibende Clubshow wird, wie ich sie von beiden Bands in Erinnerung habe. Die Vorband Audrey Horne kenne ich dagegen bislang nur vom Hörensagen, aber gut sollen sie sein. Weiterlesen

Diese Woche reisen wir gedanklich in den kühlen Norden, genauer gesagt nach Norwegen. Wir wollen euch Antipole vorstellen. Es ist ein Ein-Mann-Projekt und Karl lässt sich von Coldwave, Electronic, Melodic-hypnotic Post-Punk inspirieren. Gespannt? Dann viel Spaß beim Lesen.
Eiskalte Raserei und tiefe Emotionen
Das Konzertjahr 2017 war lang, ereignisreich und ganz bestimmt nicht arm an Highlights. Eigentlich könnte man sich jetzt zurücklehnen, alle besonderen Momente Revue passieren lassen und sich langsam von Lebkuchen und Heißgetränken einlullen lassen. Doch nein, bevor es zu besinnlich wird, gibt es noch einen Pflichttermin zu absolvieren, den vielleicht sogar musikalisch wichtigsten und spannendsten und ganz sicher schwärzesten: Gaahl hat wieder Lust auf Black Metal und wird mit seiner neuen Band Gaahls WYRD seine Vision absoluter Dunkelheit auf die Menschheit loslassen. Was man ganz genau zu erwarten hat, ist im Vorfeld nicht klar, aber das ist völlig egal, Gaahls Ruf wird gefolgt (was in sich paradox ist, aber dazu später mehr). Als weitere Bands sind auf dieser Tour zwei hochmoderne Vertreter des Schwarzmetalls vertreten, die Franzosen The Great Old Ones sowie die isländischen Durchstarter von Auðn. Spannender wird’s nicht, also ab ins Backstage.
