How much is the fish?
Finntroll – der Soundtrack diverser Skandinavistenfeiern damals um die Jahrtausendwende, und die meisten von uns konnten die ersten beiden Alben fast auswendig. Schöne Erinnerungen, die ich bei dieser Tour mit Brymir und Skálmöld wiederaufleben lassen möchte. Wenn es da nicht ein paar Hürden gäbe … Zum ursprünglichen Termin im November kann der Tourtross wegen streikendem Bus nicht anreisen, der Termin wird großartigerweise ans Ende der Tour verlegt und nicht komplett abgesagt. Freude! Dann gibt es am Konzertabend allerdings eine monströse Einlassschlange einmal halb bis zur S-Bahn, aus der erst spät ersichtlich wird, dass sie … nicht zu Finntroll ins Werk führt, sondern nach nebenan in die Halle. Aber irgendwann ist auch das geschafft, und einem vergnüglichen finnisch-isländischen Abend steht nichts mehr im Weg! Weiterlesen


An Pagan Metal scheiden sich ja schnell die Geister. Manche Bands setzen extrem auf den Spaßfaktor und wollen eine feuchtfröhliche Trinkhornparty feiern, mit Schunkelmelodien und viel „Ho ho ho“, vergessen aber dabei so ein bisschen den Pagan-Aspekt an dem Ganzen. Andere setzen mehr auf Inhalt und komplexere Songstrukturen, sprechen damit aber auch wieder ein fast völlig anderes Publikum an. Viele halten Pagan Metal gleich generell für überholt und ausgelutscht, und die einschlägigen Genrevertreter haben eh schon alles durchgekaut, was es hierfür je zu sagen gab. Ich persönlich finde, es gibt in jedem Genre Bands, die auch nach diversen Jahren noch relevant sind, und es gibt auch überall immer wieder frischen Wind mit ganz eigener Note. Bisher ist das dem Fünfer Mornir (der im Moment zum Vierer geschrumpft ist) meiner Meinung nach hervorragend gelungen, mit der EP Entfesselt aus dem Jahr 2015 und der letztjährigen Single
Pagan Metal, Folk Metal – wie auch immer man es nennt, es gibt viele Vertreter dieses Untergenres, und manche schrammen in meinen Augen haarscharf an der Peinlichkeit entlang. Der Fünfer Mornir aus Freising zum Glück überhaupt nicht, der seit einigen Jahren die Münchner Szene ordentlich aufmischt und auch schon überregional für Aufsehen gesorgt hat. Hier gibt es feine Härte und schönen Growl-Gesang auf die Lauscher, außerdem eine wunderschöne Geige, perfektes Midbang-Tempo und Melodien, die man ganz schlecht wieder aus den Gehörgängen bekommt. Eine erste EP namens Entfesselt gab es im Mai 2015, jetzt liegt mit der Zwei-Song-Single Hexer endlich Nachschub vor. 
Mit ihrem Erstlingswerk Vozrozhdenie machten sich Arkona 2004 auf Anhieb einen Namen in der Pagan- und Folk-Metal-Welt. Auf diesem ersten Album konnten die Russen rasch ihren Erfolg ausbauen, und inzwischen haben sie sieben Longplayer, drei Live-Aufnahmen und drei Kompilations produziert. Dabei stehen unter der Thematik slawischer Mythen immer die charakteristische Stimme von Frontfrau Maria „Masha“ Archipowa sowie harte, erdige Sounds im Vordergrund. Jetzt hat die Band Vozrozhdenie komplett neu eingespielt und lässt die ersten Schritte Arkonas in ausgefeilter Produktion neu aufleben.