Komm zu Papa!
Bei meinem ersten Konzert 2013 waren Ghost noch ein Geheimtipp, und das nicht einmal halb volle Backstage musste mit seitlich abgehängten Tuchbahnen künstlich verkleinert werden, was aber für eine tolle Clubatmosphäre gesorgt hat. 2015 war das Werk dagegen schon restlos ausverkauft und ließ nicht wenige verzweifelt draußen vor der Tür. Das Publikum wurde von Ghost zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen. Wieder sind zwei Jahre vergangen, und selbst das vorsorglich gebuchte größere Kesselhaus ist nicht mehr in der Lage, die Heerscharen der Gläubigen aufzunehmen, die einer Messe von Papa Emeritus und seinen Nameless Ghouls beiwohnen wollen. Daher ist das München-Konzert der diesjährigen Popestar-Tour ins Zenith verlegt worden, das für seine suboptimale Akustik gleichermaßen berüchtigt und gefürchtet ist. Wie wird das Konzert ausfallen? Sind Ghost tatsächlich auf dem Weg zu einer Weltreligion, wie von mir in der Rezension zur letzten EP Popestar (Link) prophezeit? Weiterlesen


t wohl spätestens nach dem dritten und aktuellen Album Meliora von 2015, das auch mit einem Grammy ausgezeichnet worden ist, nicht mehr wirklich geheim. Nun präsentieren der unheilige Papa Emeritus III und seine Nameless Ghouls die neue EP Popestar, um die bevorstehende US-Tournee zu befeuern. Popestar erscheint in allen Formaten, zusätzlich gibt es eine Sonderedition von Meliora, bei der Popestar als Bonus EP enthalten ist. Als Produzent wurde Tom Dagaty ins Boot geholt, der auch schon mit den legendären Pixies, Royal Blood und Opeth zusammengearbeitet hat.