Headbanging with tears in my eyes
bleed stammen aus dem texanischen Dallas und haben ihre erste EP Somebody’s closer in Eigenregie rein digital veröffentlicht. Dennoch haben sie damit einiges an Aufsehen erregt und sind schließlich bei 20 Buck Spin gelandet, wo ihr selbstbetiteltes Debütalbum Bleed kürzlich erschienen ist. Die Band besteht aus Sänger und Gitarrist Ryan Hughes, Bassist Adam Ackermann, Drummer Carson Wilcox und den Gitarristen Noah Boyce und Rubio N., der außerdem das Programming übernimmt. Ein kurzes Anskippen hat mich spontan überzeugt. Weiterlesen

Diese Woche möchte ich euch Hidden Mothers aus Sheffield vorstellen. Die Jungs haben sich dem Post Black Metal verschrieben, viel Spaß beim Lesen des Interviews.
Es geschah im Jahre des Herrn 2014, als ein paar Jungs im finnischen Heinola scheinbar den Verlust eines wichtigen heiligen Buches bemerkten. Klar, dann kann man sich auch gleich der satanischen Musik hingeben und eine Band gründen, die folgerichtig Where’s My Bible? heißen soll. Nach der ersten EP The Beginning 2016 folgt 2018 das Debütalbum M’N’R (Mosh ‚N‘ Roll). Die Pandemiezeit hat die Band genutzt, um ihren Stil weiter zu verfeinern und präsentiert nun die neue konzeptuelle EP Circle, zu der es auch vier im Zusammenhang stehende Videos gibt.
Die 2003 gegründeten Frailty stammen aus Riga in Lettland und gehören spätestens seit dem ersten Gewinn des Independent Latvian Metal Music Award 2009, dem weitere folgen, zur Speerspitze der dortigen Metalszene. Trotz vierer veröffentlichter Alben und einer EP haben sie im übrigen Europa noch keinen hohen Bekanntheitsgrad. Vielleicht könnte dies das jüngste Album Tumši Ūdeņi (zu deutsch: die dunklen Gewässer) ändern, denn es ist vor allem die erstmals eingesetzte lettische Muttersprache, die mich aus dem Promo-Angebot neugierig gemacht hatte. Die Band besteht aktuell aus Sänger Mārtiņš Lazdāns, den Gitarristen Edmunds Vizla und Jēkabs Vilkārsis, Bassist Andris Zacš und Lauris Polinskis, der die Felle bearbeitet.
Coughin Wraught hat das Projekt Eclipsus 2018 gegründet und ist sonst im Raw Black Metal aktiv. Hier ist er jedoch solo unterwegs, um seine persönlichen Visionen und Emotionen uneingeschränkt auszuleben, und er spielt daher alle Instrumente selbst ein. Depression und Selbstmord sind ihm ein zentrales Thema, und diesem dunkelsten menschlichen Abgrund ist das Album Yūrei gewidmet, denn es folgt konzeptuell den einzelnen Schritten eines Selbstmörders im Wald Aokigahara in Japan. Der endlose Wald am Fuße des Fuji, auch Sea of Trees genannt, ist bekannt als Suicide-Spot, den vor allem Japaner aufsuchen. Aber auch Ausländer kommen hierher, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Yūrei ist der japanische Name für die Geister der Verstorbenen, die man im Wald rufen hören kann. Auch ich habe sie schon vernommen, als ich den Aokigahara während einer Japan-Reise besucht habe. (Für die Neugierigen:
Aber erstmal zum Anfang. Aisumasen haben sich 2009 im schwedischen Göteborg gegründet. Die Band besteht aus Sänger Jani Hauhia, Bassist Mats Granehag, Dale Whitaker an den Drums, Ian Arcatling, der die Gitarre und auch Bass spielt und dem zweiten Gitarrist Nick Holmquist, der auch zusätzliche Stimmparts übernimmt. „Aisumasen (I’m sorry)“ ist der Titel eines John–Lennon-Songs aus dem Jahre 1973, und ich denke nicht, dass dieser Bezug zufällig ist. John hat dieses Wort gewissermaßen kreiert, da es im Japanischen nur ein sehr ähnliches Wort mit dieser Bedeutung gibt. Aber weiter weg könnten Aisumasen mt ihrer Musik kaum sein, die sie nach der EP The greater good nun mit ihrem Debütalbum Tunguska bei Social Blasphemy Records veröffentlicht haben. Tunguska verweist auf ein nicht endgültig geklärtes Ereignis von 1908 in Sibirien, bei dem es zu mehreren Explosionen kam.
Die isländische Band Dynfari wurde 2010 noch als Duo gegründet. Die Band hat in den letzten zehn Jahren nicht nur bereits vier Alben eingespielt, sie ist auch zum Quartett herangewachsen. Das Line-Up besteht heute aus den beiden Gitarristen Martin Tsenov und Bragi Knutsson, dem Sänger und Multiinstrumentalisten Jóhann Örn, der die Synthies, Akkordeon, Bass und Gitarre spielt, und Jón Emil, der die Percussion und wiederum die Gitarre übernimmt. Dynfari haben also gleich vier Gitarristen, und das wird sich deutlich von der Atmosphäre her im Sound niederschlagen. Sie verleugnen ihre Wurzeln im Black Metal nicht, gehen damit aber einen eigenen Weg, von dem nicht zuletzt das jüngst veröffentlichte Album Myrkurs er þörf zeugt. 
Nach ihrem selbstbetitelten Debüt von 2016 legt die norwegische Post-Metal-Band Dreamarcher mit der EP Harding nach. Mit Post Metal hatte ich bislang nicht viel am Hut, da ich das Genre insgesamt als zu sperrig empfand. Aber mit dem Song „Shadows“ vom Debüt, zu dem es auch ein tolles Video gibt, bin ich auf die Band aufmerksam geworden. Kim Christer Hylland an den Drums und Ruben Aksnes am Bass singen auch beide und werden durch die zwei Gitarristen Odd Erlend Mikkelsen und Eirik Kråkenes komplettiert.