Männer sind Schweine
Nach seinem efolgreichen Debüt Scharnow (Link zur Review) hat Bela B Felsenheimer, Sänger und Schlagzeuger der Kultband Die Ärzte, seinen zweiten Roman Fun vorgelegt. Natürlich bin ich wieder sehr gespannt darauf.
Nabel/Nabel haben es geschafft. Als erfolgreiche Rockband stehen sie an der Spitze ihres Ruhms. Und dort wollen sie die Früchte ihres Erfolges ernten. Es heißt schließlich nicht umsonst Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Und zwar in genau dieser Reihenfolge. Dass es dabei auch mal etwas aus dem Ruder läuft, geschenkt. Das gehört halt dazu, das war schon immer so. Als Rockstar steht Mann über den Dingen und ist unantastbar. Doch ist das wirklich so? Die Fassade bekommt Risse und beginnt zu bröckeln. Weiterlesen



Im Vorfeld des Konzerts von The Exploding Boy im Münchener Backstage Club (
„The end of laughter and soft lies. The end of nights we tried to die. This is the end.“ Das wussten schon The Doors, das war der letzte Song auf meiner Partyreihe Death Porn Show, und hier schimmert auch der ehemalige Job von Eric Wrede durch: Musikmanager. Diesen hat er jedoch aufgegeben, um seiner Berufung zu folgen: Bestatter. Bitte was? Ja, das klingt sehr ungewöhnlich, und meine Vorlieben für gute Musik und ganz Gothic-klischeemäßig für den Tod machten mich neugierig. Denn „Das Buch vom Tod“ lautet der Untertitel, und ein Sarg prangt auf dem Cover.
Weil ich mit dem harten und dem Industrial zugeneigten Stil seiner Hauptband Hocico nichts anfangen kann, habe ich das Nebenprojekt von Mastermind Erk Aicrag bislang nicht weiter beachtet. Über die Redaktion bin ich nun auf Rabia Sorda aufmerksam geworden, der zweiten Band des Mexikaners, mit der er einen doch recht unterschiedlichen Weg beschreitet. Mit an Bord sind Drummer Maxx, während Marcus Engel die Gitarre beackert, zusammen haben sie unlängst das mittlerweile vierte Album The world ends today veröffentlicht.
Während für die Punks im Westen das berühmte „No Future“ der maßgebende Schlachtruf war, weil sie durch die vorherrschende Massenarbeitslosigkeit und den Ausbildungsplatzmangel sowie einen drohenden Atomkrieg keine Perspektive sahen, hieß es für die Punks im Osten in der damaligen DDR dagegen „Too Much Future“, weil das gesamte Leben durch die verschiedenen Staatsorgane bereits vorausgeplant war. Freie Entfaltung und Selbstbestimmung waren kaum möglich. Die Unzufriedenheit und der Frust der Jugendlichen war ein idealer Nährboden für die Saat des Punk, die schließlich das verhasste DDR-Regime zu Fall bringen sollte.