Beiträge


In our  „Band of the Week“-interview last year, Pays P. mentioned that new things were to come – in particular, a first official release was to be recorded in Brooklyn, New York. We’ll come back to it momentarily, but that was not the only thing that was about to happen for the trio from Paris: After sharing the stage with Big Thief’s Buck Meek at one of his solo concerts last summer, Laura Boullic (lyrics), Lucas Valero (guitar) and Pablo Valero (drums) were invited by their New York colleagues to join the mediterranean leg of their European tour as support band earlier this spring. While this tour, like so many others, was eventually brought up short by the corona pandemic, Pays P. were still able to play their part of it as scheduled. Audience and critics alike greeted them with great warmth, according to the reviews, undeterred by the change of pace and genre between the Parisians‘ surging structures of heavy, sometimes slightly sludge-tinted, interwoven sounds and words, and the New Yorkers‘ dark indie-folk-post-everything extraordinaire. Of course, whoever likes one of the two is bound not to care much about genre limits anyway. And the best match in an evening’s bill is maybe not made by genre at all, but by a shared attitude, a radical love for music, and for the world with its beauty and ugliness alike, sounded out by extreme musical measures, with immense skill and determination. (Further proof: For the rest of the tour, Big Thief were supported by British metalcore innovators Ithaca; this, too, and maybe surprisingly, worked perfectly.)

From this tour, a four track recording of Pays P.’s gig at L’Épicerie Moderne, Lyon, is to be found on Soundcloud. It gives a good impression of the band‘s live qualities and, with three new songs, of the direction their debut album might be taking. Weiterlesen

Bad hair day

P1210629Wie jedes Jahr sind die seit 1978 aktiven englischen Punk-Legenden Peter And The Test Tube Babies kurz vor Weihnachten in München zu Gast und liefern so eines der letzten Highlights des Jahres. Spannend ist natürlich, mit welcher Kostümierung sie heute auftreten werden, denn sie lassen sich stets etwas Besonderes einfallen. Im Vorprogramm sind Battleme dabei, die trotz vier veröffentlichter Alben Unbekannte für mich sind. Auf Wikipedia erfahre ich, dass sie zudem quasi die Hausband der bekannten Serie Sons of Anarchy sind, auch das ist an mir vorbeigegangen. Beim kurzen YouTube-Check präsentieren Battleme eine Art Americana-Blues, und ich frage mich, wie die beiden Bands zusammenpassen sollen. Weiterlesen

„Oooh oh oh oh oh oooh oh!“

P1200982Die Kanadier The Creepshow aus Montreal sind immer wieder gern gesehene Gäste in München und mit ihrer explosiven Mischung aus Psychobilly und Punkrock ein fester Garant für feine, energiegeladene und schweißtreibende Clubshows. Ihr letztjähriger Auftritt war grandios und ist noch immer in bester Erinnerung (Link zum Bericht), also auf ein Neues. Das Vorprogramm bestreiten die Österreicher Psycho Village, die schon 2017 auf der Tour mit dabei waren, wo ich allerdings leider verhindert war. Außerdem haben The Creepshow die befreundete Band The Anti-Queens aus Toronto als Support dabei, wobei Support hier doppelt zu verstehen ist. Zum einen als Support-Act, zum anderen als Unterstützung durch die Hauptband, um den Newcomern eine Bühne zu bieten und sie in Europa bekannter zu machen. Weiterlesen

Mit dem Rolli durch den Schlamm

SchandmaulWacken 2018: Eine schwarzgekleidete Frau steht wild gestikulierend auf der Bühne und 100.000 Menschen gehen dazu ab. Ein Bild, das wir seit 30 Jahren von diesem Festival kennen und das an sich nicht besonders erwähnenswert wäre. Doch diese Frau ist keine Musikerin. Laura M. Schwengber ist Gebärdensprachdolmetscherin. Ihre Passion ist es, Musik für Gehörlose sichtbar zu machen. 2018 war sie zum ersten Mal in Wacken, um mit Bands wie Schandmaul auf der Bühne zu stehen.

Dies ist aber nur eine der vielen Aktionen, die das WOA für Menschen mit Handicap zugänglicher machen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die „Wheel of Steel Area“, wie der spezielle Campground für Metalheads mit Behinderung genannt wird. Der Campground ist mit einer vermehrten Anzahl von behindertengerechten Sanitärcontainern sowie behindertengerechten Mobiltoiletten ausgestattet. Auch ein Sanitätshaus ist direkt vor Ort. Wir haben mit Frank Leschik und Mona Reimer vom „Thies Medi Center“ sowie Helge Pillekamp von „Sunrise Medical“ über ihre Arbeit auf dem WOA gesprochen. Weiterlesen

Stockholm Noir – „Island“

stockholm-noir

Stockholm Noir bewegen sich auf der dunkleren Seite der elektronischen Musik, während der 8-monatigen Winterdunkelheit in Schweden kann solche Musik schon entstehen. Das anonyme Projekt überrascht mit dynamischen Klängen und Effekten. Die Band hat seit April 2017 Singles und Instrumentals veröffentlicht, u.a. auch „Island“. Stockholm Noir hat auch Filmmusik geliefert für Gåsmamman 3 und Jordskott  (sehr sehenswerte Serie!).

Weiterlesen

Zwischen allen Stühlen

IdleHands_CoverDie EP Don’t waste your time von den jungen Idle Hands aus Portland, Oregon, hervorgegangen aus der traditionellen Heavy Metal Band Spellcaster, hatte ich bereits im Webzine vorgestellt (Link zur Review). Außerdem ließen sie als Vorband von Gaahls Wyrd (Link zum Bericht) die Münchener aufhorchen. Am 10.05.2019 ist nun bei Eisenwald das erste Full-Length-Album Mana erschienen. Hauptsongwriter und Rhythmus-Gitarrist Gabriel Franco wird vom zweiten Gitarristen Sebastian Silva, Bassist Brandon Hill und Colin Vranizan am Schlagzeug unterstützt. Die EP offenbarte einen starken Einfluss von The Cure, eine ungewöhnliche Zutat im klassischen Heavy Metal, die mir persönlich sehr gefallen hat. Daher bin ich gespannt, in welche Richtung sich Idle Hands mit Mana entwickelt haben. Weiterlesen

Großes Abenteuer auf kleiner Bühne

Neal Morse Band - The Great AdventureDienstagabend, das Haar sitzt, der Herr Fotograf aka Elwood und ich kämpfen uns durch die Ansammlung von Baustellen, die bei mir im Kopf immer noch Kunstpark Ost heißt (ja, ich werde alt). Nach einer mittellangen Odyssee stehen wir im Technikum – ach ja, das war ja so klein, wie gemütlich. Auf dem Programm steht die Neal Morse Band mit ihrem neuen Konzeptalbum The Great Adventure, das ich hier schon rezensiert hatte.
Aus sicherer Quelle weiß ich, dass das Album von vorne bis hinten durchgespielt wird und dann noch Zugaben folgen, ich bin gespannt und voller Vorfreude. Das Technikum ist nach kurzer Zeit gut gefüllt, aber nicht gedrängt – ich schätze das mal auf 400 Leute. Weiterlesen

Alte Krieger und neue Zeiten

StS HeyManche Bands begleiten uns schon so lange, dass wir viele Erinnerungen an diese haben. In meinem Fall, und dem sehr vieler anderer, die seit den Neunzigern zum Mittelalter Rock gekommen sind, ist es Subway to Sally. Wer hat nicht schon mal in der Vergangenheit die Stimmbänder strapaziert zu „Falscher Heiland“ oder „Kleid aus Rosen“? Gute alte Zeiten. Aber wir müssen nicht nur in Erinnerungen schwelgen, denn die Engelskrieger sind wieder zurück mit ihrem neuen Album Hey!.

Weiterlesen

ElectROck

EP#1Unter dem ungewöhnlichen Namen YOU, VICIOUS!, der durchaus an Sid Vicious erinnert, haben sich die ehemaligen Frigo-Musiker Max Balquier und Bren Costaire aus dem französischen Rennes-Britany zusammengefunden. Max hat am Synthesizer zunächst die Grundlage für den elektronischen Sound geschaffen, doch statt eines Rhythmussequenzer oder Drumcomputers, wie dann meistens üblich, bereichert Bren mit seinem Schlagzeugspiel den Sound um eine rockige Note, die von Max mit Bass und Gitarre aufgenommen und verstärkt wird. Klingt ebenso ungewöhnlich wie der Bandname? Umso mehr ein Grund hier reinzuhören. Weiterlesen

Rock ’n‘ Roll – wow!

Erst ein halbes Jahr ist es her, dass unsere Münchner Lieblingsrocker von The Legendary zusammen mit den Norwegern Pristine den Backstage Club aufgemischt haben, für den heutigen Abend stehen sie wieder auf dem Programm. Bei vielen anderen Bands würde man sich denken: „Nu ja, dann lass ich das dieses Mal ausfallen, ist zur Zeit ja eh so viel anderes los.“ Doch nicht bei diesem Package, denn von „Let’s get a little high“ (immer eine gute Empfehlung) und Heidis Wahnsinnsstimme und Bühnenpräsenz kann man einfach nicht genug bekommen. Neue Alben haben beide Bands nicht im Gepäck, das macht aber nichts, man ist dadurch perfekt eingegroovt und sofort drin im Konzert. Das zudem laut Facebook-Seite von The Legendary etwas früher als geplant anfangen soll, also nichts wie rein in die Stiefel, Kamera gepackt und ab ins Backstage. Weiterlesen