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Lucifer speaks

DEMM-2026-Header-Samstag-2Es ist Ostern und damit Zeit für das Dark Easter Metal Meeting! Was uns – Nekrist und torshammare – gleich vor mehrere Herausforderungen stellt: Was soll man bei dem Mistwetter am Karsamstag anziehen? Regnet es, oder bleibt es trocken? Warum legen jedes Jahr an Ostern Bauarbeiten die Stammstrecke lahm? Am intensivsten haben wir aber im Vorfeld folgende Frage diskutiert: Welches Highlight des DEMM 2026 lassen wir sausen, um was zu essen? SO gut ist das Line-up dieses Jahr! Wie immer sind zweiunddreißig Bands in zwei Tagen geboten, und eine ist interessanter, besser und lauter als die andere – nix wie hin also! Weiterlesen

Back from the grave

DEMM-2026-Header-Sonntag-2Pünktlich zur Wiederauferstehung (Jesus’ oder unserer) scheint nach dem gestrigen sehr verhangenen Karsamstag heute die Sonne und verwöhnt uns mit bestem Biergartenwetter und Temperaturen um die zwanzig Grad. Das lockt, so hört man jedenfalls, noch mehr Besucher als am Vortag ins Backstage, auch wenn das kaum möglich erscheint (es lag wohl an den dieses Jahr angebotenen Tageskarten, von denen noch ein paar zu haben waren). Dass es möglich ist, merken wir vor allem daran, dass gerade die beiden kleineren Bühnen Halle und Club noch schneller als sonst an ihre Grenzen stoßen und sich eine Pinkelpause zwischen Bands schnell rächt, weil dann kein Reinkommen mehr ist – und das trotz des großzügigen Biergartenbereichs, der am Ostersonntag zu allen Tages- und Nachtzeiten gut gefüllt ist. Weiterlesen

Die größte Discokugel der Welt

Seit Jahren schwärmt mir meine Kollegin torshammare von KITE vor, und beim Reinhören daheim finde ich die auch wirklich nicht schlecht, aber so richtig hat es mich irgendwie nie gepackt. Aber nun ist es soweit, ich will mich jetzt endlich mal live selbst überzeugen. Wahrscheinlich muss ich die Band nicht mehr ausführlich vorstellen, mache das an dieser Stelle aber einfach auch für mich. Nicklas Stenemo und Christian Hutchinson Berg – beide ursprünglich aus Småland – sind bereits durch diverse Bands in der schwedischen Musikszene etabliert, als sie 2008 in Malmö KITE gründen. Nicklas übernimmt das Mikro, die Soundwelten erschaffen beide mit gefühlt unzähligen Synthesizern. Aufgefallen sind KITE nicht nur durch ihre Veröffentlichungspolitik – EPs und später einzelne Singles -, sondern auch durch spektakuläre Konzertkonzepte wie zum Beispiel in der Stockholmer Königlichen Oper oder dem ehemaligen Steinbruch Dalhalla. Und natürlich: Kite on Ice im Stockholmer Globen, bei dem torshammare dabei war (Link zum Nachlesen). Nachdem KITE 2017 und 2024 schon in München hätten spielen sollen und beide Male wegen Krankheit absagen mussten, haben viele Fans bis zum letzten Moment gebibbert, ob das Konzert auch wirklich stattfindet. Dieses Mal klappt es! Im Vorprogramm haben KITE die Band Vague Phonique aus Stuttgart dabei, die seit 2023 eine Mischung aus Darkwave und Synthie-Pop spielen. Sie waren auch schon einmal in unserer Rubrik Band der Woche vertreten (Link). Weiterlesen

Valentinstanz

Große Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus, in diesem Fall ein gemeinsamer Katzenclub von Emmon und Klangstabil. Langes Warten heißt aber immerhin auch lange Vorfreude auf zwei außergewöhnliche Bands, die beide auf ihre Weise wahre Kraftpakete und von durchschlagender Wucht sind. Das Katzenclub-Team hat ja schon seit Beginn der Veranstaltungsreihe ein hervorragendes Händchen dafür, alte Helden und von manchen noch zu entdeckende neue Lieblingsbands zu kombinieren, und das gelingt den Veranstalter*innen auch heute wieder. Mit Emmon aus Schweden eröffnet ein Act den Abend, der schon lange – mit einigen Jahren Pause – im Heimatland aktiv und geliebt ist und in Deutschland wunderschönerweise auch immer mehr Fans gewinnt. Und mit Klangstabil – ebenfalls nach langen Jahren Pause wieder aktiv – steht ein früherer Stammgast des Katzenclubs wieder im Feierwerk auf der Bühne. Elektronische Musik vom Feinsten also! Weiterlesen

What. The. Föck.

BackengrillenUmeå, da klingelt doch was. Umeå Hardcore, genauer gesagt die schwedische Hardcore-Legende Refused, die ihre Band letztes Jahr auf einer furiosen Abschiedstournee zu Grabe getragen haben. Sänger Dennis Lyxzén, Bassist Magnus Flagge und Drummer David Sandström haben sich nun mit dem Jazz-Saxophon Mats Olof Gustafsson zusammengetan und mit Backengrillen eine neue Band gegründet. O-Ton Pressetext dazu: “The record was written on a Thursday during their first ever rehearsal, performed live on a Friday and recorded on a Saturday …”
Nun ja, ich bin eher kein Fan von Blech- oder Holzblasinstrumenten, finde Jazz schwierig und Free Jazz erst Recht. Beste Voraussetzungen also. Warum tue ich mir das also trotzdem an? Wegen Dennis Lyxzén, der mich mit verschiedenen Bands wie eben Refused, INVSN und Vännäs Kasino überzeugt hat, trotz der unterschiedlichen Musikstile. Und der live eine unfassbar explosive coole Socke ist und einfach verdammt sexy. Weiterlesen

Der Tod ist absolut wundervoll

Der Bandname Scheitan leitet sich von dem arabischen Wort für Teufel ab. Den Bass und die Gitarre teilen sich beide Gründungsmitglieder, Pierre Törnkvist übernimmt den Gesang, und Oskar Karlsson trommelt die Felle. Seit 1996 waren die beiden Schweden damit in Luleå aktiv und haben eine wilde Reise hingelegt. Nach drei Alben im Bereich von Black Metal, Melodic Death und Gothic Metal war 2000 erst einmal Schluss. Zwischenzeitlich gründeten die zwei die Death-’n’-Roll-Band Helltrain, doch Oskar ist leider 2016 verstorben. Erst 2023 gab es neue Lebenszeichen von Scheitan als Soloband von Pierre in Form dreier Singles, bevor 2024 das vierte Album Songs for the gothic people erschienen ist. Nun liegt das neue Album Wine for a tormented soul über The Circle Music vor. Weiterlesen

Dancing in the night

Traditionell gibt es beim Free & Easy ja auch immer mindestens einen schwarzen Abend samt dementsprechender Aftershowpartys, und genauso traditionell sind dabei Solar Fake immer wieder gern gesehene Gäste. Vor zwei Jahren waren sie mit Future Lied to Us dabei (Review hier), heute haben sie mit Days of Sorrow und Gulvøss zwei spannende und für München neue Opener dabei, die aber alles andere als Unbekannte in der Szene sind. Die Zeichen für einen Abend mit bester Synth-und-mehr-Musik stehen also gut, und wer danach noch weitertanzen möchte, kann das bei DJ Schwedler auf der Aftershowparty mit Depeche Mode und Anverwandtem tun. Wenn das mal nicht ein starkes Programm ist! Weiterlesen

(K)ein Desaster

DEMM-2025Alle Jahre wieder – mittlerweile nun schon zum zwölften Mal – machen sich an Ostern Horden schwarzgekleideter Menschen aus den verschiedensten Ländern auf eine Pilgerreise ins Backstage, und das kann nur eins heißen: It’s that time of the year again! Das (natürlich ausverkaufte) Dark Easter Metal Meeting ruft zur Messe und Anbetung von insgesamt 32 handverlesenen Bands, die an zwei Tagen für mächtig Unordnung in der Frisur sorgen werden und auch immer für die eine oder andere Neuentdeckung gut sind. Ein großer Spaß, den wir – Nekrist und torshammare – uns natürlich nicht entgehen lassen. Weiterlesen

Scream louder!

DSC_5584Wenn man mit „Vorhin saß ich am Schreibtisch, da hat mir noch nicht so viel weh getan!“ begrüßt wird, weiß man zwei Dinge: Erstens, dass man alt ist, und zweitens, dass man einen grandiosen ersten Festivaltag hinter sich hat. Das geht nicht nur uns so, wir wir sehen, als wir es nach dem Mittagessen beim Heavy Metal Barpiano im lauschigen Gleisbett-Biergarten erst mal ruhig angehen lassen. Georg Heinle, Deutschlands härtester Barpianist, bekannt von Wacken, Copenhell, Inferno, Rock Hard Festival, diversen Metal-Cruises usw. kredenzt bekannte Metalsongs im Barpiano-Gewand, was zusammen mit einem kühlen Getränk und einem Liegestuhl das perfekte Ankommen im zweiten Festivaltag ist. Weiterlesen

Spader Kung – das sind Matilda Grähs, Anna Welinder und Klara Viriden aus Malmö. Musikalisch bewegt sich das Trio zwischen Punk, Post-Punk und einer eindringlichen, düsteren Emotionalität. Ausgangspunkt ist oft das Unausgesprochene – mit ihrer Musik erforschen die drei Künstlerinnen „die dunkelsten Winkel ihrer Gedanken und Herzen, um daraus einen Song zu machen“.

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Foto: © Johan Rönnow

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