Ground control to Milan Tom
Das bereits 1980 gegründete Künstlerkollektiv Laibach muss ich wohl nicht wirklich vorstellen, daher nur kurz: Sie sind ein Teil der Bewegung Neue Slowenische Kunst (NSK), die 1984 ins Leben gerufen worden ist. Ein immer wiederkehrendes Motiv in ihrem langen Schaffen ist die Ästhetik und Symbolik, Sprachgebrauch und die Musik totalitärer Systeme. Laibach sind ein ewiges Mahnmal daran, dass faschistische Elemente noch immer in der Gesellschaft vorhanden sind und leider wieder überall auf der Welt aufleben.
2019 haben sie die Musik für die finnische Nazi-Persiflage Iron Sky: The coming race beigesteuert. Das Stück „Love is Still Alive“ haben sie auf einer EP gleich achtmal bearbeitet, die nun live präsentiert wird. Weiterlesen

Glücklicherweise fingen meine Konzerte allesamt erst am späteren Nachmittag an, sodass ich meiner Lieblingsbeschäftigung während des WGTs nachgehen konnte. Ich ließ mich einfach treiben und saugte dieses Gefühl von „dunkle Familie“ auf. Am besten geht das natürlich, wie sollte es auch anders sein, von der Moritzbastei aus. Bei einem kühlen Getränk (das brauchte man auch bei der Schwüle, die in der Luft lag) schmiedete ich die Pläne für den Tag. Da mein Schatzi und ich getrennte Wege gingen an diesem Tag, dachte ich an das Konzert von Trobar de Morte im Heidnischen Dorf.
The Monotrones stammen aus Dresden und setzen Dub- und Reggae-Sound mit minimalster Elektronik um und erschaffen so etwas für uns völlig Neues, weil man auch Einflüsse aus Punk und New Wave ausmachen kann. Die Musik von Stephan Rendke und Hans Kirschner klingt, als hätten Sigue Sigue Sputnik und Devo zusammen heftig gekifft. Man könnte das auch Kraftwerk-Reggae nennen. 