Mescal Militia
Ich habe ja ein kleines Faible für Bands aus etwas exotischeren Ländern außerhalb von Europa. Und nach meinem Mexiko-Trip im November kommen Phantom aus Guadalajara da gerade recht. Die junge Band hat sich erst 2021 gegründet und nach einigen EPs zwei Jahre später ihr Debüt Handed to execution herausgebracht, und nun steht mit Tyrants of wrath schon der Nachfolger bei High Roller Records am Start. Die Mitglieder sind Sänger und Gitarrist J.C. Necrohex, Gitarrist Harel Mortem, Bassist Raír Tavizón und Drummer J.P. Altorre. Leider ist der Gesang nicht auf Spanisch, aber dennoch bin ich sehr gespannt, schließlich ist Mexiko für seine große subkulturelle Szene bekannt. Weiterlesen

Das zweite Album Unsilent death der amerikanischen Band NAILS war seinerzeit das brachialste und vor allem hasserfüllteste, das ich ich je zuvor gehört hatte. Es traf mich mit weit mehr Wucht als Cannibal Corpse oder Mayhem. Das hat nachhaltig etwas in mir verändert, und ich fand einen Zugang in den Extreme-Metal-Bereich. Nach dem dritten Werk You will never be one of us von 2016 ist es ein wenig ruhig geworden um die Band, zudem stand Gitarrist und Sänger Todd Jones zunächst alleine da, nachdem John Gianelli und Taylor Young 2020 ausgestiegen sind. Neu dabei sind nun Gitarrist Shelby Lermo (Ulthar), Bassist Andrew Solis (Despise You, Apparition) und Schlagzeuger Carlos Cruz (Warbringer). Wird das den Sound verändern? Nach acht Jahren Wartezeit ist endlich das vierte Album Every bridge burning bei Nuclear Blast erschienen. Produziert wurde die Schlachtplatte wieder einmal von Kurt Ballou, der quasi so etwas wie ein weiteres Bandmitglied ist.
Als bloße Idee existiert Bat aus Richmond (Virginia) hereits seit 2008 zwischen Ryan Waste, Gitarrist bei Municipal Waste und Felix Griffin, früher Drummer bei D.R.I. (Dirty Rotten Imbeciles), und erst 2013 wurde die Band komplett mit Gitarrist Nick Poulos von Volture und die EP Primitive age veröffentlicht. Persönliche Schicksalsschläge zwingen Griffin jedoch dazu aus der Band auszuscheiden, und so kommt Chris Marshall von No Tomorrow, einer lokalen D-Beat Band, ins Spiel. Während der Pandemie wächst das Trio zusammen, und mittlerweile wurde das zweite Album Under the crooked claw bei Nuclear Blast veröffentlicht.
Was diese Titelzeile soll? Das wird im Text verraten. Mit Nostalgia haben die Schweden Enforcer aus Arvika ihr sechstes Studioalbum veröffentlicht. Von Beginn an sind sie wichtige Mitstreiter in der New Wave Of Traditional Heavy Metal. Neben Sänger und Gitarrist Olof Wikstrand sind außerdem Gitarrist Jonathan Nordwall und Schlagzeuger Jonas Wikstrand mit von der Partie. Bassist Tobias Lindqvist hat die Band mittlerweile verlassen, um sich ganz Tyrann widmen zu können. Für ihn haut nun Garth Condit in die Felle, manchen vielleicht bekannt von Slumbering Sun oder Monte Luna.
Ein neues Album von Air Raid aus dem schwedischen Göteborg, leider mit reichlich verspäteter Review. Probleme mit dem Brötchenjob, und den Zugang zu Fatal Encounter habe ich zunächst auch nicht recht gefunden, da es mich im Metalbereich zur Zeit zu deutlich härterem Sound hinzieht. Doch nun ist es soweit, die Scheibe wurde von den beiden Gitarristen Andreas Johansson und Magnus Mild, Bassist Jan Ekberg und Drummer William Seidl eingespielt. Frontmann ist Fredrik Werner.
Die von Venom und Disclose beeinflussten Schweden 偏執症者 (Paranoid) aus Frösön haben mit ihrem neuesten Werk Cursed ein Statement gesetzt, das den aktuellen Zustand der Band präsentiert. Damit dieser möglichst roh und unverfälscht bleibt, haben sich 偏執症者 (Paranoid) entschieden, Cursed zunächst nur digital zu veröffentlichen, um die Zahl der beteiligten Personen so gering wie möglich zu halten. Das Bandgefüge ist stabil und besteht aus Sänger und Gitarrist Henrik Låsgård, mit Bassist und zweiter Stimme Joakim Staaf-Sylsjö und Emil Bergslid am Schlagzeug. Sie haben sich laut Presse-Text neuen Einflüssen geöffnet wie traditionellem schwedischen Folk, mit dem ich mich leider gar nicht auskenne, verflucht.
Nach Solbrud (
偏執症者 (Paranoid) aus dem schwedischen Frösön begeisterten mich bereits mit ihrem letzten Album Heavy mental Fuck-Up! (
Neck Cemetery entstammen Köln und dem Ruhrgebiet und haben sich zwar erst 2018 gegründet, sind jedoch keine unerfahrenen Neulinge in der Musiklandschaft. Sänger Jens Peters war zuvor bei Aleatory und Season Of Flames aktiv, Gitarrist Boris Dräger bei Black Sheriff. Yorck Segatz spielt aktuell bei Sodom Gitarre und früher bei Beyondition, Bassist Matt Hauser ist auch bei Hornado aktiv und Drummer Lukas Strunck bei Black Sheriff. Gemeinsam frönen sie ihrer Leidenschaft für den guten alten Heavy Metal und agieren dabei so trve und authentisch, wie nur irgend möglich, und davon möchte ich mich mit Born in a coffin überzeugen. Gastauftritte liefern hierbei Chris Boltendahl (Grave Digger) sowie Gitarrist Michael Koch (Ex-Atlantean Kodex).
Als Gitarrist Bill Hudson von Dirkschneider und Sänger Christian Eriksson von Twilight Force mit ihren Bands auf einem gemeinsamen schwedischen Festival spielen, wird die Idee zu NorthTale geboren. Beide wollten ohnehin mit Drummer Patrick Johansson von Yngwie Malmsteen zusammenarbeiten, und mit Bassist Mikael Planefeldt von Streamline und Jimmy Pitts am Keyboard ist die Band komplett.