The truth does matter
Mesh – Synthpop vom Feinsten und seit über dreißig Jahren eine feste Größe in der Szene. Live waren Mark Hockings und Richard Silverthorn die letzten Jahre immer präsent und regelmäßige Gäste auf Festival- und anderen Bühnen. Auch Veröffentlichungen gab es einige – zum Beispiel die 25th Anniversary Edition von The point at which it falls apart oder den Live-Mitschnitt des legendären Gothic-Meets-Klassik-Abends 2015 -, nur neues Material ließ auf sich warten. Nach zehn Jahren war es dann dieses Jahr endlich so weit, und mit The truth doesn’t matter stand nach Looking skyward (hier unsere Rezension) endlich ein neues Album in den (digitalen) Regalen. Das lange Warten hat sich gelohnt, die Scheibe (hier unsere Rezension) ist richtig stark geworden und auch prompt bis auf Platz 15 der deutschen Verkaufscharts geklettert. Natürlich gibt es auch eine Tour dazu, die zum Glück in München Halt macht – denn zum letzten Mal waren Mesh 2018 in der Stadt. Wenn das kein Pflichttermin ist! Weiterlesen

Das Grundgerüst der 2015 gegründeten Band Visions In Clouds aus dem schweizerischen Luzern bilden Sänger und Gitarrist Pascal Zeder und Drummer Simon Schurtenberger. Bereits mit ihrer EP Levèe en masse hatten sie mich begeistert (
Fall Shock ist eine italienische Band, die 2018 von Francesco Kay, einem Ghost Producer, Sänger und Schlagzeuger in Personalunion, gegründet wurde. Kurz darauf trifft er den Death Metal Gitarristen Markus O., gemeinsam haben sie den Sound vom Debütalbum Interior entwickelt, das unlängst bei Manic Depression Records erschienen ist. Der Tod mag vielleicht vorhanden sein, doch Metal sucht man dabei vergeblich. Stattdessen wagen sie den Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Darkwave und Synthiepop.
Boytronic – wer bei diesem Namen keine feuchten Augen bekommt, ist kein echter Synthie-Fan. „You“ und „Luna square“ vom Kultalbum The Working Model sorgen auch nach Jahrzehnten immer noch für volle Tanzflächen, und auch das zweite Album The Continental ist legendär. 1983 von Holger Wobker und Peter Sawatzki in Hamburg gegründet, durchlebt die Band in den folgenden Jahren und Jahrzehnten allerdings eine wechselvolle Geschichte, nach zwei veröffentlichten Alben gibt es Probleme mit dem Bandnamen bzw. der Besetzung, es erscheinen zwar Tonträger, doch erst ab 2002 ist auch Holger Wobker wieder mit an Bord, wenn auch ohne Peter Sawatzki, der mittlerweile gestorben ist. Die beiden Erfolgsalben der ersten Bandphase werden wiederveröffentlicht, mit Dependence bringt man sogar neues Material heraus, das jedoch die Erwartungen nicht erfüllt. Die Band zerbricht erneut, und so ist es ein kleines Wunder, dass jetzt mit Jewel tatsächlich eine neue Platte in den Läden steht. Für den Gesang haben die derzeitigen Mitglieder Hayo Lewerentz und Ingo Hauss mit James Knights zusammengearbeitet, und die Fans der ersten Stunde fragen sich jetzt natürlich, ob man an die alten Heldentaten anknüpfen kann.