Ein Sound, bei dem die Zeit stehenbleibt
Die Schweden Then Comes Silence haben sich 2012 in Stockholm gegründet und erforschen seitdem die dunkle musikalische Schnittmenge zwischen Gothic und Post Punk. Ihr aktulles Album Trickery ist schon das siebte und stammt aus dem Jahr 2024. Mit ihrer umfangreichen Discographie und nicht zuletzt zahlreichen Festival-Auftritten haben sie sich eine treue Fangemeinde erspielt. Den letzten Auftritt in München vor einer halben Ewigkeit hatte ich seinerzeit leider verpasst, nur beim WGT 2018 hatte ich bislang einmal das große Vergnügen. Höchste Zeit also, um das Gehirn mit neuen Live-Eindrücken zu füttern. Weiterlesen

Moscow Death Brigade, die Underground-Sensation aus Moskau, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, nicht nur in Europa, sondern auch in der Punk-Gemeinde im fernen Thailand, wie ich im letzten Urlaub wieder feststellen konnte. Die Crew um Ski Mask G und Boltcutter Vlad findet also weltweit Beachtung, das sieht man auch in den Kommentaren der Videos auf Youtube.
Mit der bis dato vermutlich höchsten Relevanz überhaupt sind die Könige des Punks nun endlich zurück: The Adicts präsentieren mit noch immer erstaunlicher Intensität ihr neues Album And it was so! (Wir haben es natürlich
rs anfangen als sonst.“ So beginnt die 7″-EP Rattenblick, und diese Einleitung konnte ich mir daher nicht verkneifen. An den Leipzigern FCKR scheiden sich die Geister. Ist das noch Punk, bzw. darf eine Punk-Band so massiv elektronische Sounds einsetzen? Genrekonventionen interessieren sie zum Glück nicht, und so wirbeln FCKR seit 2014 ordentlich Staub auf in der manchmal etwas eintönigen Deutschpunk-Szene. Nach dem Schweine-Demo von 2015 und dem Debütalbum Dummlandschweine von 2016 haben sie nun mit Rattenblick nachgelegt.
The Adicts sind nicht nur eine Ikone des Punk, sie sind auch eine der dienstältesten Bands des Planeten und damit eine absolute Legende. 1975 gründen sie sich noch unter dem Namen Afterbirth im kleinen Städtchen Ipswich in der englischen Grafschaft Suffolk. Zwei Jahre später benennen sie sich in The Adicts um, beeinflusst von Stanley Kubricks Kultfilm Clockwork Orange, und übernehmen für die Bühne dabei auch die Ästhetik der Gang um Alex. Bemerkenswert ist, dass die Gründungsmitglieder Keith „Monkey“ Warren (Gesang), Pete Dee Davison (Gitarre), Mel „Little Dave“ Ellis (Bass) und Michael „Kid Dee“ Davison (Schlagzeug) alle noch dabei sind. Wie oft kann man das noch erleben? Mit And it was so! präsentieren sie nach fünf Jahren Pause ihr 12. Studioalbum und setzen damit gleichzeitig ein Statement.
The Adicts haben Ende September den Vorverkauf ihres neuen Albums And it was so! gestartet. Die Platte wird am 17. November über Arising Empire und Nuclear Blast veröffentlicht.