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Tanzt!

 

Kaum zu glauben, aber die Dark Infection feiert bereits ihr achtjähriges Bestehen – herzlichen Glückwünsch! DIE Party in München bzw. Süddeutschland für Rhythm’n’Noise und andere härtere elektronische Sounds und immer ein besonderes Ereignis, denn für diese Musik müssen wir sonst meist ziemlich weit fahren. Noch ein wenig besonderer sind die Jubiläumsabende im Januar, bei denen das Konzertprogramm genauso hochkarätig ist wie das DJ-Programm. Vor ein paar Wochen war es endlich wieder soweit, und die Freund*innen gepflegten Krachs und ausgefeilter Sounds konnten sich auf drei Live-Acts und Tanzen bis in die frühen Morgenstunden freuen. Bring the noise! Weiterlesen

Torshammare

Sa_VeljanovNach der ganzen Aufregung vom Freitag beginnt der Samstag sehr langsam. Irgendwann bin ich ausgehfertig und mache mich zum Völkerschlachtdenkmal auf (obwohl unsere Wohnung nicht so weit weg ist, ist der Weg dahin dank vieler Baustellen umständlicher als gedacht), um von dort aus dann in die Kuppelhalle weiterzuziehen, wo am Nachmittag Veljanov auftreten wird. Das Völki ist beeindruckend wie immer, es sind auch viele Goth*innen unterwegs, die teilweise vom Südfriedhof herüberkommen, doch schon nach kurzer Zeit wird der Himmel düster, und ein ordentlicher Schauer kommt herunter. Ich bin da schon unterwegs und mit Regenjacke eigentlich gut ausgerüstet, stelle mich aber trotzdem lieber noch unter. Daher komme ich etwas später als gewollt zur Kuppelhalle, Einlass zum Glück kein Problem – dafür ist drinnen schon alles echt voll und sehr dampfig.

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Das großartige siebte Jahr

Die Dark Infection, die als absolutes Liebhaberprojekt für alle Krachfans in München begann, gibt es nun schon sieben Jahre und lockt Gäste weit über München hinaus ins Feierwerk. Live-Acts, für die man sonst weit fahren muss, DJs, für die man sonst auch weit fahren muss und Musik, die man sonst hier in der Gegend höchstens mal vereinzelt hört. Rhythm’n’Noise, Drum’n’Noise, Dark Techno usw. gibt es auf den etwa zwei Partys im Jahr zu hören, bei denen man sich regelmäßig die Socken durchtanzen kann. Im Lauf der Jahre hat sich die Dark Infection zu einem kleinen Treffen der Krachfamilie entwickelt, und die Stimmung ist jedes Mal fantastisch. Erst im November 2024 konnten wir eine (reine Party-) Dark Infection genießen, jetzt im Januar gibt es wieder das volle Brett mit Live-Acts und DJ-Programm. Und was da auf uns wartet! Schnell die Kameratasche geschnappt und ins Feierwerk! Weiterlesen

Mrs. Hyde

Wir fahren morgens noch einmal schnell in die Stadt, weil in der Blechdose Am Brühl heute mit Wiederschön ein neues Ladenkonzept mit Thema Nachhaltigkeit eröffnet. Es gibt eine Second-Hand-Abteilung, aber das eigentlich interessante sind die Upcycling-Möbel und Objekte zweier Möbeldesigner, die aus ungeliebten Altmöbeln und Sperrmüll entstehen. Mit einem unterhalten wir uns, und er erklärt uns seine Vision und den Entstehungsprozess zu einzelnen Objekten. Ich hoffe, dass sich das dauerhaft durchsetzen kann.

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Rhythm is a dancer

Nein, keine Angst, hier wird nicht plötzlich über Eurodance der Neunziger berichtet (aber wer jetzt einen Ohrwurm hat, keine Ursache), über Rhythmus und Tanzen allerdings schon. Vor allem das Tanzen zu rhythmischem Lärm elektronischer Art, wie zum Beispiel Rhythm’n’Noise, Dark Techno, Power Electronics, Power Noise, mal melodischer, mal industrial-verzerrter. Für Nicht-Fans schwer erträglich, für Fans pure Glückseligkeit und Tanzen in Trance. In München widmet sich seit einigen Jahren die Party- und Konzertreihe Dark Infection diesen Musikrichtungen, für die die Fans im sonst eher lärmarmen Süden Deutschlands auch aus anderen Städten anreisen. So auch zum 6-jährigen Jubiläum im Januar, das mit zwei hochkarätigen Live-Acts aus dem Haus HANDS und einer amtlichen Party gefeiert wird. Weiterlesen


Yggdrasil:

Tag 2 des Wahnsinns
Wie jeden Tag beginnen wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück bei musikalischer Beschallung (hat eigentlich nie was mit Gothic zu tun). Wieder so eine Tradition, die ich lieb gewonnen habe, um in den Tag zu starten. Zwischen Toast und Kaffee schnell die App checken, was denn an dem Tag anliegt. Schnell noch geduscht und eine extra Schicht Sonnencreme, und ich war bereit für den Tag. Die Fahrt in die Stadt genieße ich in vollen Zügen. Es gibt wirklich so vieles zu entdecken. Mein Ziel, wie sollte es auch anders sein, war erst einmal die Terrasse der Moritzbastei. Die Sonne hat so dermaßen heruntergebrannt, dass ich gestorben wäre, hätte ich mir nicht ein eisig gekühltes Getränk geholt. Das Schöne ist ja, dass ich nicht großartig hin und her fahren muss, um meine Konzerte zu sehen, da meistens zwei oder gar drei Bands an der gleichen Location nacheinander auftreten. So auch diese mal wieder im Heidnischen Dorf, meinem ersten Ziel des Tages. Nachdem ich einen schattigen Platz ergattert hatte, es war ein Gewusel dort, das glaubt ihr gar nicht. Um 14:00 Uhr hörte ich, wie die Stimmung anzog, da Remember Twilight auf die Bühne traten. Weiterlesen

The beauty of noise

Connoisseure härterer elektronischer Musik müssen meist quer durch die Republik reisen, um auf den einschlägigen Festivals und Veranstaltungen ihrer Leidenschaft für Noise, Drum’n’Noise, Rhythm’n’Noise etc. nachkommen zu können. Zum Glück gibt es seit einigen Jahren die Dark Infection in München, eine Partyreihe mit gelegentlichen Konzerten, bei der wir mit ordentlich Gewummer auf den Ohren verwöhnt werden. Feinste Bandauswahl (Proyecto Mirage, Phasenmensch + ICD-10, Winterkälte, P•A•L), tolle Gast-DJs (Udo Wiessmann, Sans-Fin, Victoria Fenbane) und die Residents der DI-Crew (Sordid, Mephisto) haben bisher immer für leuchtende Augen und wehe Füße am nächsten Tag gesorgt. Kein Wunder, dass die Vorfreude auf die große Sause zum fünfjährigen Bestehen der Dark Infection riesig ist. Konzerte, illustre Gast-DJs, zwei Floors, quasi ein Mini-Festival – wow!! Weiterlesen

The sound of noise

Seit der ersten Party im Januar 2017 ist die Dark Infection zu einer liebgewonnenen Einrichtung im Münchner Veranstaltungskalender geworden, bedient sie doch die etwas extremeren elektronischen Geschmäcker, die auf „normalen“ schwarzen Partys oft nicht oder nur sehr wenig berücksichtigt werden können. Hier darf es rumsen, wummern und scheppern, was die Anlage so hergibt, und nach Hause gegangen wird erst, wenn die Socken in den Schuhen qualmen. Dafür hat bisher immer zuverlässig Udo Wiessmann (Winterkälte, Hands) in Kombi mit DJ Mephi gesorgt, heute wird uns DJ Hells aus Leipzig (auch als Sans-Fin auf dem Hands-Label vertreten) an seiner Stelle einheizen; natürlich wieder mit DJ Mephi zusammen. Nach der letztjährigen Konzertpremiere auf der Dark Infection (Winterkälte und PAL) wird es auch heute wieder zwei Live-Acts für die nach rhythmischem Lärm ausgehungerte Meute geben: Phasenmensch + ICD-10 und Proyecto Mirage. Weiterlesen

Lärmglück in München

Der Süden Deutschlands ist traditionell nicht gerade verwöhnt mit Veranstaltungen aus den Bereichen Industrial, Noise, Rhythm ‘n‘ Noise und generell härterem, experimentellem Elektro. Die Dark-Infection-Partyreihe, die es seit Januar 2017 gibt, ist da in München ein echter Lichtblick, und besonders groß war die Freude, als die Veranstalter nach zwei reinen Partyabenden (Januar 2017 und 2018) für den Juni 2018 eine Konzert- und Partynacht in Aussicht stellten. Mit den Szeneurgesteinen P·A·L und Winterkälte konnten hierfür zwei echte Schmankerl gewonnen werden. Das kann ja nur ein großartiger, schweißtreibender Abend werden, weshalb sich am 16.6. eine durchaus ansehnliche Zahl Lärmfreunde von nah und fern im Feierwerk Orangehouse versammelt. Weiterlesen

Kalt und windig begrüßt uns der Amphi-Sonntag – genau mein Wetter! Ich genieße die frische Brise über Mittag im Beach Club, denn das Festival-Rumgammeln ist bisher entschieden zu kurz gekommen. Von der Main Stage schallt derweil M.I.N.E. zu mir herüber, das Soloprojekt des Camouflage-Sängers Marcus Meyn. Ein bisschen zackiger als die oft sehr sanften Camouflage klingen seine Songs, auch die ewigen Hits wie „Shine“ und „The great commandment“ kommen ein wenig dynamischer rüber. Gefällt mir gut! Um kurz vor eins finde ich mich dann aber doch im Theater ein, denn einen Act aus Schweden, noch dazu von der Qualitätsplattenfirma Progress Productions aus Göteborg, möchte ich mir nicht entgehen lassen.

IMG_0069Das Ein-Mann-Projekt Lucifer’s Aid springt ein klein wenig auf die Dive-Schiene auf – ein Mann auf der Bühne, der parolenartige Lyrics ins Mikro brüllt und zwischen Nebel und Strobo kaum zu sehen ist -, hat aber so viel EBM-Schlag in der Musik, dass das Ganze sehr eigenständig ist. Auf ganze Konzertdauer tatsächlich auch ein wenig eintönig, aber es ist durchaus beeindruckend, wie Carl Nilsson die Bühne beherrscht und wie druckvoll minimalistische Songs wie „Control yourself“, „Deep inside“ oder „The taste“ durchs Theater schallen, das um diese Uhrzeit locker gefüllt ist. Lucifer’s Aid bringen die ersten paar Reihen zum Tanzen, der Rest applaudiert wohlwollend – ein sehr guter Auftritt, der der Band sicher ein paar neue Fans eingebracht hat! Weiterlesen