Beiträge

Mrs. Hyde

Zunächst einmal müssen wir einpacken, da heute schon unser Abreisetag ist. Aber vorher geht es zum Vortag von Dr. Mark Benecke, der Hitlers Schädel in den Fingern hatte und wieder skurile Anekdoten zu berichten weiß. Mit der berüchtigten Einlassschlange haben wir Glück, die dann wohl mal wieder quer durch die Verkaufshalle und um den Block geht. Dann machen wir uns auf zu unserem Lieblingsvietnamesen Gy My Li beim Felsenkeller, bei dem wir immer mindestens einmal essen müssen. Frisch gestärkt geht es ins Täubchenthal, wo The Crimson Ghosts die Bühne rocken, denen wir aber lieber von draußen aus zuhören. Highlight des Tages sind die Legende Batmobile, die selbsternannten Kings of Psychobilly, die wir schon seit einer ganzen Weile nicht mehr gesehen haben.

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Phoebe

Heute habe ich viel Zeit. Endlos habe ich im Garten das WGT-Programm studiert. So viel habe ich noch vor, habe ich noch nicht gesehen. Ganz früh wären noch einmal Midgards Boten aufgetreten. Doch die WGT App warnt, dass das Karten-Kontingent schon aus ist. Schön gemacht, die App, by the way! Soll ich Street Art jagen um Connewitz herum? Soll ich mich anstellen fürs Gewandhaus? Soll ich zu Lisa Eckhart in die AGRA? Zu Christian von Aster ins Deutsche Buch- und Schriftmuseum? Grillen in der Sonne vor der Musikalischen Komödie für „Me and my Girl“? An der Peterskirche für Vaughn George, der Depeche Mode interpretiert? Mon Dieux, soviel vor und so viel Sonne.

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Back from the grave

DEMM-2026-Header-Sonntag-2Pünktlich zur Wiederauferstehung (Jesus’ oder unserer) scheint nach dem gestrigen sehr verhangenen Karsamstag heute die Sonne und verwöhnt uns mit bestem Biergartenwetter und Temperaturen um die zwanzig Grad. Das lockt, so hört man jedenfalls, noch mehr Besucher als am Vortag ins Backstage, auch wenn das kaum möglich erscheint (es lag wohl an den dieses Jahr angebotenen Tageskarten, von denen noch ein paar zu haben waren). Dass es möglich ist, merken wir vor allem daran, dass gerade die beiden kleineren Bühnen Halle und Club noch schneller als sonst an ihre Grenzen stoßen und sich eine Pinkelpause zwischen Bands schnell rächt, weil dann kein Reinkommen mehr ist – und das trotz des großzügigen Biergartenbereichs, der am Ostersonntag zu allen Tages- und Nachtzeiten gut gefüllt ist. Weiterlesen

Mrs. Hyde

Lucifer_Star_MachineHeute ist der Tag mit den meisten gefürchteten Bandüberschneidungen, und nur drei Stunden Schlaf im Nacken sind ohnehin nicht optimal. Kaum sitzen wir im Auto, meldet sich der Vermieter, wir können so lange bleiben, wie wir wollen. Tja, Shit happens. Dafür nächstes Jahr wiederkommen. Am Parkschlösschen legen wir uns erst noch einmal hin und holen den fehlenden Schlaf nach, was zum Glück gut funktioniert. Schlussendlich geht es für uns wieder ins Täubchenthal, wo Lucifer Star Machine den ersten Auftritt des Abends haben. Weiterlesen

Yggdrasil

Mein erster Blick nach meinem Erwachen am Sonntag in der Früh richtete sich gen Himmel, um die Wetterlage zu checken. Mit Grauen stellte ich fest, dass es bereits geregnet hatte. Dieses Jahr war das Wetter am WGT in Leipzig besonders wechselhaft. Geplant war ein ganztägiger Aufenthalt im Heidnischen Dorf, weil dort traditionell am Sonntag der Metal-Tag stattfindet. Erst einmal gestärkt mit Toast und Kaffee, wie üblich, und voller Tatendrang, richtete ich mich her und dachte schon voller Freude an das, was mich erwarten sollte. Was soll ich sagen, bereits gegen 13 Uhr war ich im Heidnischen Dorf, und im Vorfeld war ich fest überzeugt, dass mein Konzerttag mit der Band Alvader aus unserem Nachbarland, den Niederlanden, erst um 15.50 Uhr beginnen sollte. Weiterlesen

Torshammare

Sa_VeljanovNach der ganzen Aufregung vom Freitag beginnt der Samstag sehr langsam. Irgendwann bin ich ausgehfertig und mache mich zum Völkerschlachtdenkmal auf (obwohl unsere Wohnung nicht so weit weg ist, ist der Weg dahin dank vieler Baustellen umständlicher als gedacht), um von dort aus dann in die Kuppelhalle weiterzuziehen, wo am Nachmittag Veljanov auftreten wird. Das Völki ist beeindruckend wie immer, es sind auch viele Goth*innen unterwegs, die teilweise vom Südfriedhof herüberkommen, doch schon nach kurzer Zeit wird der Himmel düster, und ein ordentlicher Schauer kommt herunter. Ich bin da schon unterwegs und mit Regenjacke eigentlich gut ausgerüstet, stelle mich aber trotzdem lieber noch unter. Daher komme ich etwas später als gewollt zur Kuppelhalle, Einlass zum Glück kein Problem – dafür ist drinnen schon alles echt voll und sehr dampfig.

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Ankalætha

WGT25-Freitag-VicPic-1Nachdem mir am Vorabend von den Stummfilmkonzerten im Grassi Museum vorgeschwärmt wurde, sind wir für unsere Verhältnisse ziemlich früh unterwegs und um viertel vor elf – eigentlich relativ pünktlich – im Museums-Foyer. Dort sitzt allerdings schon ein Bekannter mit betrübtem Gesichtsausdruck – die Karten sind alle schon weg. Nun ja, da kann man nix machen. Wir drehen erstmal, ganz wie so echte Goths, eine Runde über den Alten Johannisfriedhof. Weiterlesen

MB-WGT-Willkommensschild

 

Phoebe

So viel Unschönes ist passiert im letzten halben Jahr, dass ich mich dieses Jahr mehr aufs WGT freute als all die Jahre zuvor. Allein schon, wenn in der WGT-App sukzessive Bands und andere Programmpunkte aktualisiert wurden – spät genug übrigens -, hat das jeweils Vorfreude ausgelöst. Endlich war er da, der Donnerstag, der Tag der Anreise!

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I don’t know why people make happy songs.

Im Gespräch mit Johan Sjöblom und Robert Eklind

DSC_3188Vor ein paar Wochen waren SJÖBLOM zusammen mit The Cassandra Complex auf Tour und haben da erfreulicherweise auch Station in München gemacht. Nach unserem Interview mit Johan Sjöblom Eliots Hauptband The Exploding Boy im November 2018 (LINK) freuen wir uns, ihn wiederzusehen, dieses Mal zusammen mit Bandpartner Robert Eklind. Bevor die beiden im Backstage Club auf die Bühne gehen, ist Zeit für ein Interview. Nachdem wir uns versichert haben, dass sie essenstechnisch gut im Backstage versorgt wurden, reden wir noch ein wenig darüber, wie sie früher Stress und Nervosität um einen Auftritt herum bekämpft haben und wie gut es ist, immer beschäftigt zu sein. Konzerte ohne Alkohol sind tendenziell sehr viel besser, aber nachdem man sich ja in Deutschland befindet, darf man sich später auch ein deutsches Bier gönnen, sind wir uns alle einig. Nach diesem leichten Vorgeplänkel geht’s dann richtig los mit unseren Fragen, für die bessere Lesbarkeit hier leicht gekürzt und sprachlich geglätttet. Weiterlesen

Das polnische WGT

20220708_180104Eigentlich war es schon länger geplant, die Castle Party zu besuchen, das legendäre kleine „dark independent festival since 1994“, und damit fast so alt wie die große Schwester Wave Gotik Treffen in Leipzig. Doch erst passte es nicht in die sonstige Urlaubsplanung, und dann kam die Pandemie dazwischen. Doch nachdem das Festival bereits letztes Jahr als eines der wenigen überhaupt wieder stattgefunden hatte, sollte uns dieses Jahr nichts mehr aufhalten. Bolków, wir kommen! Weiterlesen