Brennende Kirchen sind so trve – alles nur Klischee?
Die Anfänge der Black Metal-Szene in Norwegen sorgten hauptsächlich durch ein bestimmtes Hobby ihrer Anhänger für Aufsehen: Das Abfackeln von Stabkirchen. Auch Varg Vikernes wurde für derartige Vergehen rechtskräftig verurteilt. Bis 1996 gab es mindestens 50 versuchte und tatsächliche Brandstiftungen an historisch wertvollen Stabkirchen, einige gingen durch die Feuer unwiederbringlich verloren. Da stellt sich natürlich die Frage: Was hat das eigentlich mit Metal zu tun?

Die isländisch-deutsche Band (nicht zu verwechseln mit der Indiefolkband Árstiðir aus Island!) verzaubert bereits seit 2008 die internationale Metalwelt mit ihrer ganz eigenen Interpretation der altnordischen Saga- und Götterwelt. Natürlich haben die alten Isländer sicher keinen Black Metal gespielt, aber wenn die Band auf ihren Alben Sagastellen rezitiert, kann man sich schon in die Zeit der isländischen Besiedlung und Unabhängigkeit (ca. 860 bis 1262, die meisten der bekannten (Isländer-)Sagas spielen etwa zwischen 930 und 1030, der sogenannten Sagazeit) zurückversetzt fühlen, in die Zeit der Langhäuser, die Lagerfeuer in der Hausmitte, die Entdeckungsfahrten nach Westen, Osten und Süden, die Raubzüge und allgemein dessen, was wir heute über die Wikingerzeit wissen – die Wikingfahrten nach Westen hatten ihren Ursprung ja auf Island und teilweise auch in Norwegen.

