Kunst meets Gleichberechtigung
Es ist ja wieder (Männer-)Fußballweltmeisterschaft. Da werden alle immer plötzlich zu Fußballspezialist*innen. Das WM-Fieber bricht aus, es wird gemeinsam geschaut, Fähnchen hängen an Autospiegeln, und eigentlich ist es ja tatsächlich ganz lustig. Ist es nicht seltsam, dass Fußball immer noch so eine Männerdomäne ist? Mich wundert es nicht mehr, seit ich diese Murals gesehen und mich genauer über die Bedeutung informiert habe.
Dieses großartige Mural ist von Miriam Frank @miriamfrank.art. Es erinnert an ein lange verdrängtes Kapitel des Frauenfußballs. Das Motiv greift das Thema Frauenfußball und im konkreten das DFB-Verbot von 1955 auf, das Frauenfußball in Deutschland jahrelang aus dem Vereinsleben ausschloss. Warum? Als Begründung nannte man gesundheitliche Risiken und traditionelle Rollenbilder. Viele Frauen spielten trotzdem weiter, improvisierten halt. 1970 wurde das Verbot aufgehoben. 2003 ist Deutschland mit seinen Frauen beim FIFA Women’s World Cup Weltmeister geworden.
Elf Frauen hat Miriam Frank hier geschaffen, alle anders, alle einzigartig und doch ein Team. Eine Fußball-Mannschaft!
Diese neuen Wandbilder in München sind von Silke Teschke @f3000.
Eine Torhüterin, sie erstreckt sich über zehn Meter. Silke Teschke hat eindeutige Botschaften hinterlassen: „Girls with Goals“, „Fußball ist Fußball, egal, wer spielt“, oder „Equal Game – Equal Fame“. Da ist in der Realität noch ein Stück Weg vor uns.
Die Bilder regen zum Nachdenken an.
Beide großflächigen Wandgestaltungen wurden von den Künstlerinnen in Kooperation mit der Versicherungsgesellschaft „Die Bayerische“ gestaltet.
Locations:
@f3000: Thalkirchner Straße/Ecke Tumblinger Straße, am Südbahnhof
@miriamfrank.art: Thalkirchner Straße 112, fast um die Ecke, direkt neben der „Gruam“ und dem Treppenaufgang zur „Alten Utting“
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