Heute stellen wir euch Cemetery Sex Fairies vor: Das Trio (Tinka, Belle und Prof. Pan) kommt aus dem Raum Bonn und macht seit dem Sommer 2019 zusammen Sentimental Wave mit Einflüssen aus unter anderem Elektronischer Tanzmusik und der Musik der frühen Achtziger. Ihr Debütalbum The Liquid Source of Joy and Horror ist seit dem 1. Mai auf den Markt.

Wer verbirgt sich hinter Cemetery Sex Fairies?
Tinka: Das sind die gar fabelhaften Feenwesen Prof. Pan (Music & Vocals), Tinka (Vocals) und Belle (Vocals), ein wildes Trio aus einem grenzwahnsinnigen Hirnforscher mit einem Faible für russische Synthesizer, einer Prog Metal verehrenden Literaturwissenschaftlerin sowie einer blutrünstigen Thriller-Autorin.

Müsste man eure Musik in eine Schublade stecken und ein Genre-Etikett darauf kleben, welches wäre das?
Prof. Pan
: Nach langwierigem Prozess verschiedenster unmöglich langer Genre-Namen haben wir uns letztendlich auf Sentimental Wave geeinigt. Wir sind, wie sich aus den Songs unseres ersten Album The Liquid Source of Joy and Horror heraushören lässt, keinem Genre streng verpflichtet, was das Aufdrücken eines Stempels nicht unbedingt einfach macht.

Beschreibt euren Sound mal außerhalb aller Genre-Schubladen: Die Musik von Cemetery Sex Fairies klingt wie … ?
Tinka
: Feenstaub auf einem Totenschädel, die 80ies im 2020er-Gewand, ein berauschender Tanz zu mitreißenden Klängen, der Spagat zwischen Lust und Schmerz (Pan nickt grinsend und zustimmend).

Aus welcher Stimmung heraus ergeben sich die besten Lieder?
Belle
: Ein*e Künstler*in muss Schmerz empfinden, um schaffen zu können, hat u. a. Marilyn Manson mal verlauten lassen. Da ist sicherlich was dran. Aber oftmals sind es auch einfach die Songskizzen von Prof. Pan, die direkt bestimmte Assoziationen wecken, woraus sich dann, lässt sich die Fee auf den Vibe ein und sich tragen, wie ganz von selbst Melodie sowie Lyrics und am Ende der fertige Song ergeben.

Welches Instrument wird sicherlich NIE auf einem Cemetery Sex Fairies-Album zu hören sein?
Belle
: Never say never … Aber wahrscheinlich würde man einen Dudelsack nicht bei uns finden, das sei doch lieber KoRn vorbehalten.
Prof. Pan: Warte, Belle, ich habe hier wunderbare Dudelsäcke für den Sampler. Ich nehme das mal als Challenge …

Welche Platte sollte man auflegen, wenn man morgens aus dem Bad spaziert und das wunderhübsche Mädchen von gestern Nacht noch im Bett liegt?
Tinka
: Man sollte keine Platte auflegen, sondern sich die Akustikgitarre schnappen und im Nebenzimmer die sanften Klänge des Songs anschlagen, den man heimlich für sie geschrieben, ihr aber noch nie vorgespielt hat.

Die gute Fee steht plötzlich vor euch und sagt, ihr hättet einen Wunsch frei. Was wünscht ihr euch?
Belle
: Ein Fortleben der Subkultur, auch nach dieser schwierigen Zeit!
Prof. Pan: Genau das! Es ist unglaublich schmerzhaft, im Moment zuschauen zu müssen, wie die Clubs kämpfen und versuchen, sich mit Benefiz-Aktionen und Merch halbwegs über Wasser zu halten. Leute, geht auf die Webseiten eurer Clubs und unterstützt sie, damit wir sie nicht in den nächsten Monaten verlieren! Das Gleiche gilt natürlich auch für Festivals.

Kein Alkohol ist bekanntlich auch keine Lösung – eine Alk-Kombination, nach der ihr ganz sicher keine Probleme mehr habt?
Prof. Pan
: Also, absolut problembefreiend ist natürlich ein schöner Zombie mit entsprechender Menge Rum, leider auch immer wieder gedächtnisbefreiend. Dann gibt es noch das schöne Ritual, sich eine Flasche Mezcal zu teilen … und am Ende natürlich auch den Wurm in der Flasche. Was das Songwriting angeht, spielt Alkohol eine ganz untergeordnete Rolle, da gibt es wesentlich wirksamere Alternativen.

Woran erkennt man einen Freund?
Prof. Pan
: Am bedingungslosen Support in schlechten Zeiten!
Belle: Einen Freund erkennt man wohl daran, dass er deine peinlichsten Geschichten kennt und sich immer noch traut, sich mit dir in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Tinka: Daran, dass sie so aussieht, wie Belle (kichert).

Wer war der Held eurer Kindheit?
Tinka
: Pikachu und Donald Duck.
Prof. Pan: Iain Curtis, Che Guevara und das Känguru aus dem YPS-Heft.
Belle: Xena.

Was ist die peinlichste/überraschendste CD in eurem Regal?
Tinka
: Die Aufnahme eines Klavierkonzerts von mir, als ich 14 Jahre alt war.
Prof. Pan: Moment, ich schaue nach: Gianna NanniniLatin Lover.
Belle: Die Titelmelodie von Digimon, die schon mal motivierend sein kann!

Was steht als Nächstes an – Tour? Studio? Auszeit? Ganz was anderes?
Prof. Pan
: Aufgrund der derzeitigen Situation wird ein Auftritt in diesem Jahr sicher nicht mehr möglich sein, aber wir streben an, in 2021 auf dem einen oder anderen Festival aufzuwarten. Bis dahin werden wir, soweit möglich, im Studio an weiteren Songs arbeiten, bevor wir unseren Fokus auf Probenraum und Bühne verlegen. Es wird verschiedene Remixe von unseren Songs geben und vielleicht, zum Zeitpunkt, wenn die Clubs wieder öffnen, eine weitere EP …

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