80 Meter neue Street Art an der Isar

Das 1924 fertiggestellte Stauwehr Oberföhring ist eine Wehranlage an der Isar im Norden Münchens, direkt am Nordteil des Englischen Gartens gelegen. Abends vor Sonnenuntergang ist es hier geradezu atemberaubend schön: Der Blick in die untergehende Sonne über dem Wasser! Fast genauso kultig ist es hier an den Bögen der Brücke zu sitzen, mit einer Brotzeit oder einem Getränk, wie an der Hackerbrücke.

Was vielen aber ein klitzekleiner Dorn im Auge war, das waren die Schmierereien am Gebäude, die man nur mit dem allerbesten Willen als Graffitis oder Street Art bezeichnen konnte.

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Akte des Widerstands

Wie klingt es, wenn die Sonne singt? Auf jeden Fall wird es unüberhörbar sein. Avazê Xor, das ist Sorani und heißt übersetzt: Das Singen der Sonne. Unter diesem Namen fand sich vor einigen Jahren in Kurdistan ein Künstler*innen-Kollektiv zusammen, um gemeinsam zu benennen und anzugehen, was sie sahen und fühlten und nicht hinnehmen konnten: die Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen und queere Menschen in patriarchalen Systemen. Die Sprache dafür fanden sie in konzeptueller Aktfotografie und Make-up-Art. Die Arbeiten der Gruppe sind jetzt in München im Kunstraum Florida in Haidhausen zum ersten Mal zu sehen. Weiterlesen

Kinderträume – auch für Erwachsene

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„Urlaub dahoam“ also. Ich hatte ein entzückendes Buch über Margarete Steiff gelesen und danach den sehr sehenswerten Film mit Heike Makatsch gesehen. Ich erinnerte mich an meine Sehnsucht nach Steiff-Tieren in meiner Kindheit und fand, das Steiff-Museum wäre einmal eine Reise wert.

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Es ist vom Bahnhof Giengen sehr gut zu Fuß zu erreichen, in ungefähr drei Minuten, immer den Bärentatzen am Boden nach! Weiterlesen

Bunte Gesichter einer Stadt

Künstler*innen bei der Arbeit c) Martin Weiand für Städtische Galerie Rosenheim

Bereits zum dritten Mal hat die Städtische Galerie Rosenheim das Transit Art Festival veranstaltet. Zusammen mit der Meine Volksbank Raiffeisenbank eG luden sie neun Street Art Künstler ein, die vor den Augen aller das Gesicht der Stadt veränderten. Statt grauer Betonwände gibt es nun raumübergreifende Wandbilder, die Geschichten erzählen.

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Es war einmal ein Dirndl …

Münchens bekanntester Sprayer Loomit hat für Ludwig Beck ein Schaufenster gestaltet. Anlass war die Olympiade 1972. Ja, die Olympischen Spiele 1972 waren sehr wichtig für München, das wurde schon vielfältig berichtet. Diese Weiterentwicklung der Infrastruktur! Aber vor allem dieser Glamour um die Stars in München!

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In Ulm und um Ulm herum

u1Und wieder einmal „Urlaub dahoam“. Keine Lust auf Chaos am Flughafen, zurückgebliebene Koffer und unklimatisierte Hotelzimmer bei über 40 Grad. Lieber mehrere kleine Spritztouren, und außerdem will das 9-Euro-Ticket doch genutzt werden!
Die Bahn bringt uns nach Ulm. Ulm ist eine Universitätsstadt in Baden-Württemberg, seit 1810 getrennt von seinem ehemaligen Gebiet rechts der Donau, das bei Bayern blieb, und auf dem sich die Stadt Neu-Ulm entwickelte. Zwei Städte, zwei Länder, getrennt durch eine Brücke, man bemerkt als Nicht-Ulmer gar nicht, wo man sich gerade befindet. Um die Mittagszeit kommen wir in Ulm an. Weiterlesen

warp time warp

wandschmuck

… time warp. Wir befinden uns in einer Zeit, in der für die großen Herausforderungen der Gegenwart schon mal alle verwirrenden Verunlösungen gefunden worden waren, die eins sich nur verwünschen kann, von künstlicher Intelligenz und von Menschen, wie sie halt so sind – und etwas oder jemand blickt nun darauf (zurück, hinüber, voraus? Wer weiß). Außerdem befinden wir uns in der Villa Stuck und in einer fabelhaften Ausstellung: Under the Wobble Moon zeigt Objekte und Bilder des amerikanischen Künstlers Misha Kahn, laut Begleitheft die bisher umfassendste Zusammenschau seiner Arbeiten. Und auch wenn eins (wie ich) vorher noch nie etwas von ihm gehört oder gesehen hat – wer alter Science Fiction und Jugendstil etwas abgewinnen kann, oder sich fragt, wie das bitte zusammenpassen sollte, oder der Meinung ist, dass weder Kunst noch die Auseinandersetzung mit schwierigen Entwicklungen unbedingt immer unfassbar ernst sein müssen, sollte sich beeilen und noch hingehen.

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Frei sein – um einen hohen Preis

c) Monacensia

Bohème? Das klingt doch toll! Locker, ungebunden, unkonventionell, ausschweifend – Künstlerleben einfach! War das wirklich so? Mitnichten. Dieses ungebundene Künstlerdasein, diese Andersartigkeit war oft mit großen Entbehrungen verbunden. Gerade für Frauen, die ohnehin weniger Rechte hatten als die Männer. Anhand des Lebens und Wirkens von drei Frauen wird hier so ein Bohème-Leben in München vorgestellt. Franziska zu Reventlow, Emmy Hennings und Margarete Beutler stehen im Fokus.

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Blumöhr und Blumöhrchen

Der Münchner Künstler Martin Blumöhr hat wieder einmal mit Kindern gearbeitet. Kinder aus allen Jahrgangsstufen der Grundschule an der Werdenfelsstraße haben beim Kunstprojekt „Fels werden“ mitgemacht. Zusammen verschönerten sie das Trafo-Haus in Sendling-Westpark. Themen waren Szenen, Begebenheiten, Bilder aus Sendling. Weiterlesen

Transatlantische Geschichte(n)

Alles so neu hier – das wird zumindest oft behauptet, wenn es um Trans*- und nonbinäre Identitäten geht. Ganz so, als gebe es sichtbare Trans*identitäten und die Trans*Community erst seit ein paar Jahren und die Gesellschaft habe noch gar keine Zeit gehabt, sich zu gewöhnen (während sich gleichzeitig gern für Toleranz und Offenheit gegenüber der vermeintlich superjung-postmodernen Entwicklungen auf die Schulter geklopft wird). Dass diese in der Mehrheitsgesellschaft oft so „gefühlte Wahrheit“ nicht den Tatsachen entspricht, zeigt derzeit die Ausstellung TransTrans – Transatlantische Transgendergeschichten noch bis Ende des Monats im Amerikahaus. Weiterlesen