Konzert: 06.10.17 – Eisbrecher + Unzucht – Alter Schlachthof, Dresden

Was ist hier los?

Der Eisbrecher hat nach längerer Zeit mal wieder in Dresden angelegt. Gut so, der Alte Schlachthof in Dresden war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Während die Fotoleute ihre Kameras überprüfen und ungeduldig darauf warten, dass die Tür zum sehr schmalen Fotograben geöffnet wird, füllt sich der Saal, und alle warten ungeduldig auf die Vorband.

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Konzert: 10.10.17 – Satyricon + Suicidal Angels + Fight the Fight – Backstage Halle, München

You are never too rich to do a moshpit!

Mit erfreulicher Regelmäßigkeit statten die Norweger Satyricon dem Münchner Backstage einen Besuch ab, ein absoluter Pflichttermin im Kalender jedes im entferntesten an Black Metal interessierten Musikfans. Ob Satyricon überhaupt noch Black Metal spielen, wird seit Jahren heiß diskutiert. Ich würde sagen, scheiß drauf, gerade live blasen einem Satyr, Frost und ihre großartigen Mitmusiker jedes Mal die Gehörgänge sauber, da ist es völlig egal, was sie da gerade spielen oder wie man es nennt. Die Konzerte von 2013 und 2015 waren bereits von legendärer Intensität, und nachdem Satyr sich zum Glück wieder von seiner einschneidenden Gehirntumordiagnose vor zwei Jahren erholt hat und die neue Platte Deep calleth upon deep nach den ersten Hördurchgängen schon verdammt gut klingt, kann einem weiteren legendären Abend ja eigentlich nichts im Weg stehen. Auf ins Backstage, Stehvermögen und Fächer eingepackt, denn der Laden meldet: ausverkauft! Weiterlesen

Konzert: 29.09.17 The Crüxshadows + Godex, Backstage Club, München

Familienabend à la The Crüxshadows

Aller guten Dinge sind drei, und so finde ich mich am heutigen Freitag bereits zum dritten Mal in dieser Woche im Backstage Club wieder. Heute wird’s aber zur Abwechslung nicht rockig (Pristine und Avatarium wären jetzt aber auch nicht zu übertreffen), sondern elektropopgothisch. Zu den Crüxshadows aus Florida muss man nicht mehr viel sagen, seit über fünfundzwanzig Jahren gibt es die Formation um Kreativkopf und Bandchef Rogue bereits. Ihr Stil ist unglaublich eingängig, mit catchy Ohrwurmmelodien, elektronisch-tanzbar, aber auch durch die zwei Geigen etwas ganz Besonderes. Schwer einzuordnen also, weder richtig Goth, noch richtig Pop. Aber immer ehrlich und mit viel Leidenschaft gespielt, weshalb ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Rogue und seiner Frau- und Mannschaft freue. Es wird sicher kuschelig und familiär im Club, und genug Klettermöglichkeiten für Rogue gibt es da ja auch. Weiterlesen

Konzert: 28.09.17 – Avatarium + The Slayerking – Backstage Club, München

Das alternative Oktoberfest oder ein Abend mit Sweden’s Finest

Diese Septemberwoche meint es wirklich gut mit mir. Nachdem ich am Montag schon bei den wunderbaren Pristine aus Norwegen ausflippen durfte (Review hier), stehen heute meine schwedischen Doom-Rock-Lieblinge von Avatarium auf dem Programm, in die ich mich vor zwei Jahren bei ihrem Konzert im Backstage rettungslos verliebt habe (Review  hier). Mittlerweile haben sie ihr drittes, hochgelobtes Album Halos and hurricanes veröffentlicht, das etwas rockiger, aber nicht weniger sensationell ausgefallen ist (Rezension hier), haben ein paar Personalwechsel und viele, viele Livekonzerte hinter sich. Ich bin ein wenig verwundert, dass die Band wieder im kuscheligen Backstage Club spielt und nicht in der Halle, aber andererseits ist man dann viel näher dran, was ja immer ein Geschenk ist. Also, Hurricanes and halos noch mal auf die Ohren gepackt und ab ins Backstage! Weiterlesen

Konzert: 25.09.17 Pristine + The Legendary, Backstage Club, München

Legendärer Abend

Die Festivalsaison ist vorüber, die Bands gehen wieder auf Tour, der Herbst wird also ziemlich heiß und musiklastig. Den Anfang machen (für mich) die wunderbaren Pristine aus Nordnorwegen zusammen mit den Münchnern The Legendary. Pristine habe ich vor einem halben Jahr schon mal beim Under the black Moon hier im Backstage gesehen (Review hier) und war da schon schwer begeistert von der dynamischen Blues-Rock-Soul-Show von Heidi Solheim und ihren Mannen. Mittlerweile ist die Truppe bei Nuclear Blast gelandet, hat ihr viertes Album Ninja dort veröffentlich (Review hier) und macht sich jetzt auf, die Musikwelt endgültig von ihren Qualitäten zu überzeugen. Da qualitativ hochwertiger (Retro-)Rock nach wie vor überaus beliebt ist, sehe ich da auch überhaupt keine Schwierigkeiten. Weiterlesen

23.09.17 The Invincible Spirit + Tempers @Katzenclub, Kranhalle/Feierwerk, München

Samt und harte Beats

Es ist Zeit für einen neuen Katzenclub! Nachdem es letztes Mal mit Boris May von Klangstabil einen hervorragenden Gast-DJ gab, aber keine Live-Acts, ist das Programm heute wieder komplett. Zwei Bands, zwei Floors, Pulverturm-Special mit DJ Thaly … das verspricht, ein voller und sehr langer Abend zu werden. Auf dem Programm stehen die alten Elektroheroen The Invincible Spirit sowie die neuen Hoffnungsträger Tempers aus den USA. Also mal wieder alte Helden vs. neue Helden, das bewährte und immer wieder spannende Motto der Veranstaltungsreihe. Nix wie hin, oder? Weiterlesen

Konzert: 08.09.17 – The Ghost of Lemora – Kranhalle/Feierwerk, München

Der Geist, den wir riefen

DSC_0098Auf der Sacred-Bones-Party von DJ Frankit spielen traditionell immer ganz besondere Perlen. Ich erinnere da an Frustration aus Frankreich, die Belgier Kiss the Anus of a Black Cat oder letztes Jahr die wunderbaren Pink Turns Blue. Doch die heute aufspielenden The Ghost of Lemora aus London dürften schon ein ganz besonderes Schmankerl sein, macht sich die Band live doch überaus rar und war in den letzten Jahren trotz zweier EPs (Hello Mr und Sweet Satan) nicht besonders aktiv. Auch mussten neue Mitglieder in die Band integriert werden. Das letzte Full-length-Album, Happy End of the World, stammt aus dem Jahr 2008. Dementsprechend gewagt ist es, mit einer Band, die mit „Dread the day“ eigentlich nur einen einzigen Underground-Hit vorzuweisen hat, ein Konzert zu veranstalten. Doch Risikobereitschaft muss belohnt werden, weshalb ich mich freudig an diesem Abend auf den Weg in die Kranhalle des Feierwerks mache. Weiterlesen

Konzert: 22./23.07.17 – das XIII. Amphi mit anderen Augen, Tanzbrunnen, Köln

Nachschlag!

IMG_9419Aufmerksame Leser des Webzines wissen, dass wir natürlich bereits über das XIII. Amphi Festival berichtet haben (Freitag, Samstag + Sonntag). Dabei haben wir bedauert, nur einen klitzekleinen Ausschnitt des an Highlights wahrlich nicht armen Festivalprogramms präsentieren zu können. Doch die Rettung naht in Form unseres Gastkorrespondenten Felix, der genauso viel Spaß auf dem Amphi hatte wie Schwarzes Bayern, aber glücklicherweise ein paar andere Bands bejubelt hat. Und euch jetzt davon erzählt! Vielen Dank, Felix! 

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Konzert: 22./23.07.17 – XIII. Amphi Festival, Tanzbrunnen, Köln – der Sonntag

Kalt und windig begrüßt uns der Amphi-Sonntag – genau mein Wetter! Ich genieße die frische Brise über Mittag im Beach Club, denn das Festival-Rumgammeln ist bisher entschieden zu kurz gekommen. Von der Main Stage schallt derweil M.I.N.E. zu mir herüber, das Soloprojekt des Camouflage-Sängers Marcus Meyn. Ein bisschen zackiger als die oft sehr sanften Camouflage klingen seine Songs, auch die ewigen Hits wie „Shine“ und „The great commandment“ kommen ein wenig dynamischer rüber. Gefällt mir gut! Um kurz vor eins finde ich mich dann aber doch im Theater ein, denn einen Act aus Schweden, noch dazu von der Qualitätsplattenfirma Progress Productions aus Göteborg, möchte ich mir nicht entgehen lassen.

IMG_0069Das Ein-Mann-Projekt Lucifer’s Aid springt ein klein wenig auf die Dive-Schiene auf – ein Mann auf der Bühne, der parolenartige Lyrics ins Mikro brüllt und zwischen Nebel und Strobo kaum zu sehen ist -, hat aber so viel EBM-Schlag in der Musik, dass das Ganze sehr eigenständig ist. Auf ganze Konzertdauer tatsächlich auch ein wenig eintönig, aber es ist durchaus beeindruckend, wie Carl Nilsson die Bühne beherrscht und wie druckvoll minimalistische Songs wie „Control yourself“, „Deep inside“ oder „The taste“ durchs Theater schallen, das um diese Uhrzeit locker gefüllt ist. Lucifer’s Aid bringen die ersten paar Reihen zum Tanzen, der Rest applaudiert wohlwollend – ein sehr guter Auftritt, der der Band sicher ein paar neue Fans eingebracht hat! Weiterlesen

Konzert: 22./23.07.17 – XIII. Amphi Festival, Tanzbrunnen, Köln – der Samstag

IMG_9745Mein Amphi-Samstag beginnt etwas später als geplant, die wunderbaren Empathy Test und die abkühlenden Eisfabrik hätte ich gern gesehen. Oder ein bisschen Postpunk mit den Lokalmatadoren Holygram im Theater? So richtig fit bin ich allerdings erst nach dem Mittagessen und starte den Tag gleich auf der Orbit Stage, also der MS RheinEnergie, die heute wie angekündigt wieder am anderen Rheinufer liegt, aber diesmal nicht an der Hohenzollern- sondern an der Deutzer Brücke. Das ist von meinem Hotel aus sogar sehr recht komfortabel, am nahe gelegenen Heumarkt hat man eine Fülle an Essensmöglichkeiten, weshalb ich dann gestärkt um drei auf dem Schiff zu Aeon Sable aufschlage. Letzten Herbst habe ich die Band, die Gothrock der alten Sisters– und Fields-Schule wiederaufleben lässt, bereits in Deutzen auf dem NCN gesehen, da haben sie mir gut gefallen, trotz prallem Tageslicht. Heute stimmen die Lichtverhältnisse, es ist schön düster und bandeigene Strahler sorgen für großartige Lichteffekte auf der Bühne. Sänger Nino und seine Kollegen geben alles, es ist wirklich schaurig-gothisch – mir aber fast einen Tick zu betont schwer und schleppend. Ein bisschen zäh kommt es mir zeitweise vor, vielleicht bin ich aber auch nur sehr ungeduldig, weil danach Henric de la Cour auf dem Plan steht … Songs wie „Hypaerion“, „Elysion“, „Dancefloor satellite“ oder „Praying mantis“ sind definitiv Perlen des gothischen Düsterrocks, und die Band erntet den verdienten Applaus.  Weiterlesen