Serienperfektion a la Neil Gaiman

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Mit der ständigen Überfütterung an neuen Serien auf verschiedensten Streaming Plattformen muss ich ehrlich sagen, ich verfolge die neuesten Hypes nur noch oberflächlich. Es gibt nur noch sehr, sehr wenige Serien, bei deren Ankündigung ich aufhorche und auf die ich mich wirklich freue. Aber Sandman ist definitiv eine davon.

Viele Comicadaptionen, ob für Fernsehen oder die große Leinwand, werden von Fans und manchmal sogar den Autor*innen und Künstler*innen der Comics selbst als Enttäuschung empfunden. Vielleicht hat es deshalb 30 Jahre gedauert, bis Neil Gaiman die Rechte vergeben hat. Viele Stimmen unkten, das könne ja nichts werden, der Stoff sei unverfilmbar (Herr der Ringe, anyone?), zu komplex, zu sehr in das Graphic Novel-Medium eingebettet. Ich hatte immer das Gefühl, wenn Gaiman es nach so langer Zeit versucht, dann nur, weil er weiß, dass es funktioniert. Mit anderen Worten: Meine Erwartungen waren enorm. Und sie wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.

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Plötzlich allein

„Sex and the City“ trifft „How I met your mother“ schreiben alle. Stimmt irgendwie, und trotzdem ist es etwas ganz Eigenes. Neil Patrick Harris, in „HIMYM“ damals zwar nicht die erste Geige aber dennoch die urigste Type als Barney Stinson, hat hier die Hauptrolle.

Der schwule Immobilienmakler Michael richtet für seinen Lebensgefährten Colin eine Überraschungsparty zum 50. Geburtstag aus. Doch kurz bevor die Gäste „Überraschung“ rufen, teilt Colin ihm mit, dass er aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist. Das ist eine tolle Überraschung, und auch der Zeitpunkt ist perfekt. Nicht! Weiterlesen

Hinkelotta und der Lotto-Otto

Immer ist was! Das Leben könnte so schön sein in Niederkaltenkirchen. Aber da das neu gebaute Eigenheim auf dem Grundstück durch eigene Schuld unbewohnbar ist, lebt der Dorfpolizist Franz Eberhofer immer noch in seinem Stall. Und er macht laut seiner Susi wieder mal ziemlich viel falsch. Er kümmert sich angeblich nicht angemessen um den gemeinsamen Sohn, und die anberaumte Paartherapie nervt! Weiterlesen

„Change never happens from people being polite and acceptable, does it?“

The first Pride was a Riot. Der Christopher Street Day erinnert jedes Jahr daran, wie sich in der Nacht auf den 28. Juni 1969 im Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street eine Gruppe queerer Menschen, allen voran Trans*frauen of Color, gegen eine der damals gängigen brutalen Polizeirazzien erfolgreich zur Wehr setzten. Es war ein Wendepunkt, sie zählten damit unüberhörbar einen neuen Takt ein auf dem bis heute mühsamen Weg für die Rechte der Menschen im LGBT*IQ+-Spektrum. Inzwischen, über 50 Jahre später, ist da immer noch extrem viel zu tun und der durchschnittliche CSD weit davon entfernt, an einen Aufstand zu erinnern. Weiterlesen

Searching for Mr. Right

Es wird ja kaum jemanden geben, der noch nie was von How I met your mother gehört und gesehen hat. Diese neun Staffeln, in denen zwei Kindern lang und lustig davon berichtet wird, wie der Papa die Mama kennengelernt hat: Das war Kult! Nun gibt es seit kurzem mit How I met your father eine späte und ganz eigene Fortsetzung.

Im Jahr 2050 erklärt Sophie ihrem Sohn bei einem schönen Glas Weißwein, wie sie damals dessen Vater kennengelernt hat. Begonnen hat alles an einem Abend im quicklebendigen New York im Jahr 2022. Weiterlesen

Blutrote Tränen

Mit dieser sehr lieb und brav aussehenden 16jährigen Highschool-Schülerin namens Juliette stimmt doch irgendetwas nicht, das merkt man gleich. Sie muss etwas mit Tabletten unterdrücken. Es stellt sich heraus, es ist ihr Blutdurst! Sie ist eine junge Vampirin, auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. Ihre Familie ermutigt sie, „es“ doch bald zu tun, jemanden zu töten und echtes Blut zu trinken. Weiterlesen

Ein Mann spielt Gott

Hui, in der Familie krachts! Die Fetzen fliegen, die Vase zerschellt. Es ist nicht das erste Mal, und die Kinder schreiben einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann: Mehr Zeit mit der Familie, die Eltern sollen wieder glücklicher sein und, ach ja, eine neue Vase! Man lässt den Wunschzettel mit einem Luftballon aufsteigen, gefunden wird er von einem einsamen, alten Milliardär. Der findet das recht interessant und amüsant, er sucht und findet den Absender. Weiterlesen

Eine fast perfekte Frau

 

Gary ist seit dem Tod seiner Frau ein alleinerziehender, übervorsichtiger Vater. Er fährt seine Tochter Emma zur Schule, und dabei kommt es zu einem Unfall. Eine Frau rammt sein Auto. Sie kommt ans Auto und spricht mit der unverletzten, aber leicht geschockten Emma. Seltsamerweise findet sie gleich einen Draht zu ihr, die eigentlich normalerweise sehr introvertiert ist und wegen psychischer Probleme in Behandlung ist.

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Liebe, Leid und Selbstbestimmung

Latas ältere Schwester wurde soeben verheiratet, als ihre Mutter schon auf der Suche nach einer guten Partie für Lata selbst ist. Diese findet es zwar wunderschön, dass ihre Schwester so glücklich ist, obwohl sie ihren Mann nur einmal gesehen hat vor der Hochzeit. Sie selbst, eine 19jährige Studentin, ist aber entschlossen, ihr Schicksal und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ist im Indien Anfang der 1950er Jahre nicht so einfach. Weiterlesen

Untötbare Monster und unsterbliche Seelen

Korea, gegen Ende der Goryeo Dynastie, vor ca. 600 Jahren. Ein verschneites koreanisches Dorf wird überfallen. Die Bewohner*innen müssen in die Berge fliehen, und das, obwohl ein fleischfressendes Monster sein Unwesen treibt. Vor lauter Angst und Verzweiflung nimmt sich eine hochschwangere Frau das Leben, das Baby kommt dennoch auf die Welt. Seitdem ist es verflucht. Seine ganze Kindheit lang ist der Junge ein namenloser Außenseiter, ganz auf sich allein gestellt, bis ihn eines Tages General Dan Geuk rettet und adoptiert. Der Name, den dieser ihm gibt, ist schicksalhaft: Hwal bedeutet Wiedergeburt. Weiterlesen