Die von oben, die von unten, die, die fallen

Goreng geht für sechs Monate freiwillig ins Gefängnis, weil er im Anschluss dafür ein lang ersehntes Diplom erhalten wird. In der düsteren Zukunft erhalten Bürger für so etwas soziale Credit-Points. Er wacht auf in einer rechteckigen Zelle, die wie alle anderen auf zwei Personen ausgerichtet ist: ein Bett auf einer Wand, ein Bett auf der gegenüberliegenden Wand, Waschbecken und dazwischen eine Aussparung. Hier kommt einmal am Tag eine Plattform herunter. Das Essen wird von oben nach unten verteilt.

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Die da oben, wir da unten

In der Familie Kim im südkoreanischen Seoul sind alle arbeitslos. Deshalb hausen sie in einem Keller unter ärmlichsten Bedingungen. Mit Aushilfsjobs halten sie sich über Wasser. Am sozialen Leben nehmen sie per Handy teil, indem sie erfinderisch am WLAN der Nachbarn partizipieren. Haben sie einmal eine Mahlzeit und speisen gemeinsam, kommt es öfters vor, dass draußen ein Besoffener an ihr Souterrain-Fenster pinkelt, kaum einer vermutet, dass dort unten noch jemand wohnt. Eines Tages macht ein Freund dem jungen Ki-woo (Woo-sik Choi) ein Angebot. Er ist oben in den Hügeln, wo die Reichen wohnen, Nachhilfelehrer. Er nimmt aber ein Auslandssemester und bietet Ki-woo die Stelle an.

©Filmstarts.de

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Wenn nur wenige Stunden deine Zukunft verändern

Milo (Elyas M’Barek) und Renzo (Frederick Lau) arbeiten nachts, sie sind Barkeeper. Oft genug wacht Milo morgens neben einer Frau auf, deren Namen er nicht weiß. Aber eines Tages macht es „Boom“, und er weiß, so kann es nicht weitergehen, so soll es nicht weitergehen, er will ein normales Leben führen, eine Frau haben, Kinder, Familie, Fahrradtouren unternehmen! Leider wohnt er mit dem größten Chaoten und Pechvogel Berlins zusammen, mit Renzo!

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Immer des G’schieß mit der Elli!

Augustin ist ein erfolgloser Werbefilm-Regisseur in München, Roland ein erfolgloser Romanautor in Wien. Roland (Stefan Fent) erinnert sich an das Angebot seines entfernten Spezls, dass er jederzeit bei ihm in München unterkommen könne. Leider ist der Zeitpunkt jetzt sehr ungünstig. Erstens will Augustin (Thomas Schwendemann) Roland gar nicht mehr kennen, und zweitens ist er gerade wegen etlicher ausstehender Mietzahlungen aus der Wohnung geflogen. Augustin, der Aufschneider und Sprücheklopfer, schafft es eine Zeitlang seinen Lebensstil beizubehalten – wenn man halt jemanden im Bayerischen Hof kennt – aber Roland landet gleich unter der Brücke. Auch wenn dies eine der hübschesten Unterführungen ganz Münchens ist – unter dem Friedensengel – so sitzt er dennoch mit nichts auf der Straße. Schnell kommen die beiden aber zufällig wieder zusammen, es wird gejammert, geschimpft und gegrantelt, und Augustin erinnert sich an das ehemalige Lokal seiner Oma in Giesing, das Gasthaus Schmuck. Neben viel Staub und Spinnweben gibt es da auch noch etliche Kisten mit Schlehenschnaps, der wird probiert. Und dabei wird eine Idee geboren: Warum denn nicht dieses Lokal wieder aufmachen? Wäre das nicht kultig, wenn es nur ein paar Dinge dort gäbe, nur Omas Schlehenschnaps, Würstel, Senf und Kren? Sonst nichts? Die Würstel zu bekommen ist schwierig genug, aber zumindest ist die junge Frau, die ihnen diese dann bringt, ein heißer Feger, und außerdem völlig hingerissen von Rolands Wiener Dialekt und Ausdrucksweise. Sind sie schon zu dritt, die drei vom Gasthaus Schmuck. Laura (Stefanie Mendoni) peppt den Kneipennamen noch etwas auf und trägt mit der CD mit Aufnahmen ihrer Freundin zum Hörgenuss bei. Anfangs ist das ganze etwas zäh, will heißen, es kommt niemand, aber dann wird es plötzlich der „Place to be“, jeder will ins Schmucklos! Thomas D. steht an der Theke, Harry G spricht öffentlich über das Schmucklos, sogar Alt-OB Christian Ude kommt zu Wort! Und ganz gehörig geholfen hat dabei die Oma (Marianne Sägebrecht), die zwar schon längst tot ist, aber noch ganz schön lebendig aus dem Bilderrahmen heraus schimpft! Weiterlesen

Seltsame Menschen und allerlei andere mysteriöse Wesen

the witcher„Das musst du unbedingt anschauen, das ist das neue Game of Thrones!“ – „Das ist wie Herr der Ringe, glaub mir!“ – „Du hast doch Vikings so geliebt? Schau unbedingt The Witcher an!“

So riet man mir. So tat ich. Obwohl es mich abschreckte, dass es vor der Serie ein sehr bekanntes Videospiel gab, geschaffen nach den zwar spannenden, aber recht einfach geschriebenen Romanen des polnischen Schriftstellers Andrzej Sapkowski. Aber gleich die erste Szene fesselte. Der Held war schnell klar, und er gefiel. Es ist Geralt von Riva, ein Hexer, eine menschliche Mutation mit übernatürlichen Fähigkeiten. Er wird gerufen, wenn es gilt, ein Monster zur Strecke zu bringen, das bringt ihm Gold ein, das ist sein Lebensunterhalt. Am liebsten ist der Eigenbrötler alleine, nur mit seinem Pferd, mit dem er gerne das eine oder andere bespricht. Der langhaarige, schöne Held hat eines auf jeden Fall von ihm angenommen: Sein Grummeln klingt, wie wenn ein Pferd schnaubt. Viele Freunde hat Geralt nicht. In der Welt draußen ist er ein Aussätziger, die normalen Menschen verachten ihn ob seiner Kräfte, obwohl er ihnen immer wieder hilft.

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Blutrünstiger und dennoch lustiger Horror

DraculaEs gibt was Neues an der Dracula-Front! Drei spielfilmlange Teile erzählen über den Herrn der Finsternis. Es beginnt ziemlich stilecht wie damals bei Bram Stoker in der Romanvorlage. Im tiefsten, unheimlichen Hinterland Rumäniens macht sich ein junger Mann in einer Kutsche auf zum Grafen. Es ist der junge Anwalt Jonathan Harker, der Unterschriften einholen muss und somit auf dem Weg ins Unglück ist, sprich unterwegs zur Villa Draculas. Er wird aber deutlich davor schon im Schnee ausgesetzt, der Herr Graf würde ihn schon aufsammeln, der Kutscher will ihn nicht bis vor die Tür bringen. In der Burg herrscht tatsächlich eine düstere Stimmung wie in den vielen alten Filmen, die es seit den 1920er Jahren gibt, oder wie in Tanz der Vampire, dem berühmten Film von Roman Polanski. Der steinalte, seltsame Graf und der blutjunge Mann treffen aufeinander. Der Aufenthalt, so macht es Graf Dracula gleich zu Anfang deutlich, wird erheblich länger dauern, als der junge Herr es geplant hat. Den ganzen Tag ist dieser nun auf sich alleine gestellt, da keinerlei Menschen im Schloss sind und auch der Graf erst abends zum Essen erscheint. Bald schon hört er Stimmen, Hilferufe, er irrt in den Katakomben des Schlosses umher.

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Fluchtdrama aus Kinderaugen

Als Hitler das rosa Kaninchen stahlDie neunjährige Anna und Max, ihr großer Bruder, haben es schön. Sie leben behütet und geliebt in Berlin in einem liebevollen Elternhaus, der Vater ist Journalist, die Mutter Pianistin. Sie haben eine Haushälterin, die sie über alles lieben. Doch von einem Tag auf den anderen ist alles vorbei. 1933 kommt Hitler an die Macht, und sie sind Juden, der Vater ein bekannter Journalist, der sich von jeher öffentlich gegen die Nazis ausgesprochen hat. Es geht das Gerücht um, dass man ihnen die Pässe nehmen könnte, aber sie entkommen, indem sie alles aufgeben und in der Schweiz erst einmal abwarten wollen. Einen kleinen Koffer mit persönlichen Habseligkeiten darf jeder mitnehmen, Anna entscheidet sich für den neuen Stoffhund und gegen ihr geliebtes, altes, rosa Kaninchen.

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Weihnachtsschnulze mit völlig überraschendem Ausgang

Last ChristmasKate arbeitet in einem Londoner Christmas-Shop als Weihnachts-Elf. Sie muss, lächerlich verkleidet und mit bimmelnden Elf-Schuhen an den Füßen, unglaublichen Kitsch an den Mann bringen. Sie sieht dabei aber dennoch dermaßen knuffig und süß aus und hat dabei ein Lächeln, das sämtliche noch vorhandenen Pole zum rapiden Abschmelzen bringt. Auf die Art und Weise bringt sie doch dann und wann jemanden dazu, etwas zu kaufen. Eigentlich träumt sie aber von einer Karriere als Bühnentänzerin und -sängerin. Abends geht sie daher oft sogar noch in ihren albernen Klamotten in den nächstbesten Pub und besäuft sich. Nicht selten wacht sie in einem fremden Bett auf, was ihr gar nicht so unrecht ist, denn mit ihrer Familie hat sie, man weiß zuerst nicht warum, gebrochen, und sie braucht sehr oft eine neue Unterkunft. Sie, die tagsüber den entzückenden Elf gibt, ist eigentlich eine brüske, unglückliche junge Frau, die zynisch durchs Leben trampelt, am liebsten keinen Ratschlag annimmt und sich auf diese Art selbst die besten und langjährigsten Freunde und Familienangehörigen vergrault. Doch dann lernt sie plötzlich Tom kennen.

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Für John

terminator dark fateDamals, 1995, am Ende von Terminator 2, haben John Connor und seine Mutter Sarah „Skynet“ besiegt, den auf sie angesetzten T-1000 erledigt und somit die Menschheit gerettet, die gnadenlos von Skynet ausgemerzt oder verknechtet worden wäre. Drei Jahre später wähnen sie sich völlig in Sicherheit, als plötzlich weitere Terminatoren auftauchen, und ein T-800 tötet John und verschwindet wieder. Seitdem macht Sarah Connor nichts anderes, als Terminatoren zu jagen, die von Skynet in die Vergangenheit geschickt werden. Jedes Mal wird ihr der Terminator mit Angabe der Koordinaten auf ihrem Mobiltelefon angekündigt, mit nur zwei Worten: für John.
22 Jahre nach diesen Ereignissen lebt die junge Dani Ramos in Mexiko mit ihrer Familie ein unspektakuläres Leben. Dennoch wird sie plötzlich gejagt, und es stellt sich heraus, es ist ein weiterer Terminator, ein hoch entwickelter Rev-9, der durch die Zeit zurückgeschickt wurde.

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Unangenehme Wahrheiten ploppen auf

das perfekte geheimnisRocco, Leo, Pepe und Simon, das sind vier große Jungs, die sich schon seit der Grundschule kennen. Damals haben sie viel Unsinn getrieben, zum Beispiel Blutsbrüderschaft geschworen, was mit einem Notarzteinsatz endete. Mittlerweile sind alle gestandene Männer, und jeder ist irgendwie erwachsen geworden. Aus Einzelgängern sind Pärchen geworden, teils mit Kindern, aber man trifft sich immer noch und kennt einander wie die Westentasche. Es steht mal wieder ein gemeinsamer Abend an, Rocco (Wotan Wilke Möhring) kocht und alle kommen mit Partner, bis auf Pepe (Florian David Fitz). Es wird geneckt, es wird gelacht, und ausgerechnet die Psychotherapeutin Eva (Jessica Schwarz) kommt auf die Idee, alle Anwesenden mögen doch ihr Handy während des Essens mit dem Display nach oben auf den Tisch legen, alle Nachrichten und Bilder sollen vorgelesen und gezeigt, Anrufe angenommen und auf laut gestellt werden.

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