Modern Rock im Look der 80er

A-Life-Divided -EchoesWie klingt deine aktuelle Lieblingsplatte, wenn du sie auf Zeitreise in die Vergangenheit schickst? Das haben sich A Life Divided gefragt. Ihr neues Album Echoes ist die Antwort. Erscheinen wird es am 31. Januar via AFM Records/Soulfood Music. Nur zwei Tage später ist Tourstart in München.

„Wir sind alle in den 80er Jahren zum ersten Mal mit Musik in Berührung gekommen. Ich habe mir damals meine ersten Adidas Allround gekauft, die Haare wachsen lassen und die Songs meiner Metal-Heroen auf der Gitarre nachgespielt“, erinnert sich Sänger Jürgen Plangger. Songwriter und Produzent Erik Damköhler war damals Synth-Wave-Fan.

„So entstand die Idee, auf Echoes unseren A Life Divided-Stil mit den typischen Synth-Sounds der 80er zu mixen. Das Ergebnis war etwas völlig Neues: 13 Songs, die unseren Dark-Alternative Rock mit dem Zeitgeist der 80er kombinieren.“ Weiterlesen

ISON – Inner-Space

ison

Nach den beiden letzten Veröffentlichungen Cosmic Drone (2015) und Andromeda Skyline (2018) haben Heike Langhans (Draconian, LOR3L3I) und Daniel Änghede (Crippled Black Phoenix) kürzlich mit Inner-Space den ersten Longplayer ihres gemeinsamen Projekts ISON veröffentlicht. Inner-Space ist ein wundervoll sphärischer, verträumt nachdenklicher Klangkosmos aus weiten Drone-Flächen, Doom, Post-Rock-Echos, hypnotischer Elektronik und einem Hauch Ambient. Die düster schöne Musik und der ergreifende Gesang von Heike Langhals machen Inner Space zu einer melancholischen Reise in die Tiefen und Weiten des Universums. Den Sternen nahe … und die schönsten Klänge „to get lost in space“!

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Nicht vorschnell urteilen …

Marzi-MitternachtNicholas James ist ein junger Autor, der versucht, seinen zweiten Roman zu Papier zu bringen. Er lebt auf einem Hausboot in Camden, trägt Post aus, um die Haushaltskasse aufzubessern, und fühlt sich in seinem Leben ziemlich wohl. Doch das alles wird auf den Kopf gestellt, als er eines Nachts aufwacht und einen Geist in seinem Hausboot findet. Der tut frech so, als ob Nicholas ihn sich nur eingebildet hätte, doch am nächsten Tag begegnen sie sich wieder. Der Geist stellt sich als Peter Chesterton vor und erklärt Nicholas im Wesentlichen, dass die Welt viel komplizierter ist, als er sie sich immer vorgestellt hatte. Und weil Nicholas‘ eigene Welt gerade nicht optimal läuft, lässt er sich von Chesterton in eine neue führen – die Nebelstadt, wo die Geister der Verstorbenen leben, wo Nicholas neue Inspiration und neue Liebe findet, aber auch Bedrohungen, die er sich in seinen Alpträumen nicht hätte ausmalen können. Weiterlesen

Kaiserlich-königliches Familiengewurstel am Starnberger See

201910_Museum-00-bMit dem Auto nicht mal eine dreiviertel Stunde entfernt von München liegt der Starnberger See. An seinen Ufern findet sich blaublütige Geschichte aus dem 19. Jahrhundert: Possenhofen, Sommeridylle für die junge Elisabeth Amalie Eugenie Herzogin in Bayern und spätere Kaiserin von Österreich und Ungarn (*1837, †1898) – Berg, Votivkapelle für König Ludwig II. von Bayern (*1845, †1886) – Roseninsel, nach Möglichkeit Treffpunkt der beiden. Im herbstlichen Sonnenschein mit dem bunten Laub-Farbenspiel ist die Umgebung eine Sehenswürdigkeit, genauso wie das im alten Bahnhofsgebäude von Possenhofen bzw. Pöcking installierte Kaiserin Elisabeth Museum, das ich am letzten geöffneten Wochenende im Oktober besichtigen konnte. Weiterlesen

Wie man’s hinkriegt

NMunrow - How toach what if und dem Dinge-Erklärer gibt es seit Kurzem auch how to von Randall Munroe. In what if  wird noch nach wissenschaftlich fundierten Antworten zu abstrusen Fragen gesucht (Was passiert, wenn die Erde sich plötzlich nicht mehr dreht? – Rezension), in how to geht Randall nun in eine andere Richtung: Die Fragen sind recht alltäglich (Wie gräbt man ein Loch?), die Antworten tendieren dafür diesmal in alle nur vorstellbaren Extreme.
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Sie sind mittlerweile eine feste Größe in der Future Pop Szene. Sie haben auf den großen Szene Festivals wie M‘era Luna, WGT, Amphi und dem Out Of Line Weekender das Publikum überzeugt und im Vorprogramm von Blutengel viele Fans gewonnen. Die Rede ist von Ashbury Heights und Massive Ego – die nun zusammen auf Co-Headliner-Tour gehen.

Ashbury Heights_Massive Ego

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Spark!  – „Cause and effect“

1_sparkSpark! sind zurück und präsentieren „Cause and effect“ mit einem Video. Der Song ist das Appetithäppchen zu dem kommenden neuen Album des schwedischen Duos (Mattias Ziessow und Christer Hermodsson). Was wäre passiert, wenn … haben wir uns wohl alle schon mal gefragt. In diesem speziellen Fall können wir sagen, wenn wir nicht beim Katzenclub-Festival im November 2018 gewesen wären, hätten wir viel verpasst (hier entlang)! Spark! sind ein Garant für großartigen, sehr tanzbaren EBM.

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Für John

terminator dark fateDamals, 1995, am Ende von Terminator 2, haben John Connor und seine Mutter Sarah „Skynet“ besiegt, den auf sie angesetzten T-1000 erledigt und somit die Menschheit gerettet, die gnadenlos von Skynet ausgemerzt oder verknechtet worden wäre. Drei Jahre später wähnen sie sich völlig in Sicherheit, als plötzlich weitere Terminatoren auftauchen, und ein T-800 tötet John und verschwindet wieder. Seitdem macht Sarah Connor nichts anderes, als Terminatoren zu jagen, die von Skynet in die Vergangenheit geschickt werden. Jedes Mal wird ihr der Terminator mit Angabe der Koordinaten auf ihrem Mobiltelefon angekündigt, mit nur zwei Worten: für John.
22 Jahre nach diesen Ereignissen lebt die junge Dani Ramos in Mexiko mit ihrer Familie ein unspektakuläres Leben. Dennoch wird sie plötzlich gejagt, und es stellt sich heraus, es ist ein weiterer Terminator, ein hoch entwickelter Rev-9, der durch die Zeit zurückgeschickt wurde.

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Jeder Baum sieht den andern

diaspora_coverAnfang November, Regen an den Scheiben, draußen geht der hervorragend neblig-trübe Herbsttag seinem frühen Ende entgegen und drinnen ist es der richtige Zeitpunkt, nicht rauszugehen, sondern sich lieber das neue Album von The Bedroom Witch anzuhören. Das Projekt aus Los Angeles existiert bereits seit 2011, seitdem sind vier Longplayer erschienen, ich wurde allerdings erst durch den Sampler Sacred Spells des Labels Psychic Eye darauf aufmerksam (zur Besprechung hier entlang). Der dort vertretene Track „This house is no longer“ machte gewaltig Vorfreude auf ein fünftes Album. Jetzt ist Diaspora also erschienen und wir stellen fest: Die Vorfreude war berechtigt.

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Perspektivwechsel für Filmliebhaber

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Im Ateliergebäude des Museums Villa Stuck hat das Münchner Künstlerduo M+M (Marc Weis und Martin De Mattia) einen Filmzyklus namens „7 Tage“ sowie die neue Arbeit „Der 8. Tag“ und das 3D-Video mit dem Namen „Mad Mieter“ aufgeführt. Es ist eine Gesamtinstallation, die durch eigens dafür erstellte Gerüste mehrere Ebenen erzeugt und somit mehr Filmraum ergibt. Es steht dem Besucher frei, wo er beginnt, ob er von unten nach oben vorgeht oder zuerst die Treppe nach oben steigt und sich nach unten vorarbeitet. Wie auch immer: Es entsteht ein „Haus der Erzählung“ (laut Fabienne Liptay in ihrem Text im Begleitkatalog).

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