Eine für alle und alle für jeden Einzelnen

2020 steht zwar im Zeichen einer globalen Pandemie, doch die Weltenuhr dreht sich immer weiter. Als die Videos der Ermordung Georg Floyds auch hier in Europa durch die Medien gingen, war ich zutiefst geschockt und habe das erste Mal die Bewegung Black Lives Matter so richtig wahr genommen. Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Rassismus, um dazu zu lernen und meinen eigenen Horizont zu erweitern.

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Was macht einen Mörder aus?

Einen Blick in die Abgründe des Bösen können wir mit Wie Serienmörder denken von Christopher Berry-Dee wagen. Was macht einen Mörder zum Mörder? Wie kann sich ein Mensch zu einem Monster verwandeln, andere töten und danach sich wieder ins normale Leben einfügen? Über viele Jahre hinweg ist der Kriminologe Christopher Berry-Dee den Lebensgeschichten von englischen und amerikanischen Straftätern auf den Grund gegangen und hat mit seinem Team viele Seiten Kriminalakten und Prozessunterlagen ausfindig gemacht, um sich dann mit den Inhaftierten auseinanderzusetzen und ihnen persönlich im Gefängnis gegenüber zu sitzen. Weiterlesen


Tja, es ist noch immer grau und trüb draußen und wird auch eine Weile so bleiben. Was heißt das? Mehr Zeit zum Lesen! Falls ihr noch Vorschläge braucht:

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Die Abende werden länger, der Himmel grauer. Was gibt es da schöneres, als sich mit einem Buch einzukuscheln und sich in ferne Welten zu lesen? Hier sind meine Lesehäppchen für alle, die etwas Inspiration suchen:

Leid und Triumph

Vor kurzem konnte man Demi Moore im Rahmen der Savage X Fenty Show bewundern. Eine schöne Frau, immer schon und immer noch. Sie hat uns in den letzten Jahrzehnten immer gut im Kino unterhalten, ihre Ehen mit Bruce Willis und Ashton Kutcher ergaben so manche Schlagzeile. Mit Inside Out lässt sie uns hinter die schöne Fassade blicken, wir können uns von ihr ihre Kindheitserlebnisse erzählen lassen, wir verfolgen ihren Überlebenswillen und ihre Schauspielerkarriere, ihre Liebesgeschichten, ihre Entwicklung zur liebenden Frau und Mutter und auch die dunkleren Seiten in ihrem Leben. Weiterlesen

“It’s such a shame.”

produkt-10006665Letztes Jahr hatte Bela B. Felsenheimer, der Schlagzeuger der Berliner Band Die Ärzte, den Roman Scharnow veröffentlicht (Link zur Rezension), jetzt hat auch Campino, der Sänger von Die Toten Hosen aus Düsseldorf mit Hope Street ein Buch vorgelegt. In England hatte er die Punkbewegung für sich entdeckt und schon 1978 seine erste Band ZK gegründet. Im legendären Ratinger Hof war er Stammgast, und alles weitere mit Die Toten Hosen sollte nun wirklich allen bekannt sein. Zugegeben, ich bin nie der große Hosen-Fan gewesen, und wenn es irgendwo um die Frage Ärzte oder Hosen ging, habe ich stets zum Lager der Ärzte gehalten. “It’s such a shame.”, wie Campinos aus England stammende Mutter dazu gesagt hätte, die damit immer wieder zitiert wird. Aber als Persönlichkeit fand ich Campino stets interessant. Lesen wir also nach, was er uns zu sagen hat. Weiterlesen

Die Papakinder

Eine tote Joggerin wird aufgefunden an der Isar. Sie ist Anästhesiepflegekraft im Klinikum Großhadern. Augen- und Ohrenzeugen sind schwer zu finden bei dem Mistwetter, und die Obdachlosen, die sich dort an der Isar eingerichtet haben, wirken nicht sehr zuverlässig. Doch dann finden die Kriminalbeamten rund um ihren Chef Herrn Waechter eine Gemeinsamkeit zu einem Mord vor etwa einem Jahr. Eine junge Frau, auch eine Joggerin, wurde erstochen auf dem Steg über dem Auer Mühlbach. Es stellt sich heraus, beide Frauen waren im Krankenhaus tätig, beide Frauen lebten von ihren Männern getrennt, und beide Opfer hatten Kinder, die sie alleine betreuten. Kommissar Hannes Brandl findet heraus, dass der Exmann einer der beiden Frauen Mitglied in einem seltsamen Online-Forum war, einem „Väterforum“ sozusagen, alles Männer dort, die sich ungerecht behandelt fühlten, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben durften. Weiterlesen

Geständnis eines Serienmörders – der Fall Pleil

„Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir,
mit dem kleinen Hackebeilchen macht er Schabefleisch aus dir.“

Wer kPleilennt es nicht, dieses Lied über den Serienmörder Fritz Haarmann aus Hannover. Der Name Rudolf Pleil hingegen ist weitgehend unbekannt, dabei ist er der Urheber einer nicht minder grausigen Mordserie, die sich in der Nachkriegszeit vor allem in der Harzregion abgespielt hat. Er behauptete, mit 25 Morden einen mehr als Haarmann begangen zu haben und damit Deutschlands größter Totmacher zu sein. Es konnten ihm jedoch nicht alle Taten nachgewiesen werden. Manche angeblichen Opfer wurden nie gefunden, bedingt durch mangelnde Zusammenarbeit der Polizei über die Besatzungszonen hinweg, oder weil sie anonym waren und nicht unbedingt als vermisst gemeldet worden sind. Weiterlesen

Mit ABBA den Tod vertreiben

Julia nennt sich selbst chronisch erfolglose Lohnschreiberin. Sie ist zwar Journalistin, aber nicht fest angestellt. Ihr Hauptauftraggeber ist ein sexistischer Macho, der Chefredakteur von „Gesundheit heute“. Auch nicht gerade der Spiegel, Stern oder Focus! Aber sie schlägt sich so durch. Immerhin hat sie eine andere Gabe: Sie schafft es immer als eine der Ersten bei Presseveranstaltungen ans Büffet. Julia lernt immer wieder tolle Typen kennen und hat beste Freundinnen. Was braucht man mehr, würde man meinen? Naja, sie weiß schon selbst, dass sie nicht gerade das Beste aus ihren beruflichen Fähigkeiten gemacht hat. Sie kann bzw. will keinen Mann halten, sie neigt dazu, ihre Wohnung zu vermüllen, ernährt sich schlecht, bewegt sich zu wenig und trinkt zu viel. Weiterlesen

Nirvana? Langweilig!

Kummer-im-WestenErneut begleiten wir den Protagonisten Anton Kummer, den wir schon mit Düsterbusch City Lights kennengelernt haben (Link zur Rezension), wo er zu Zeiten der DDR mit dem Club Helden des Fortschritts Punk- und New-Wave-Konzerte veranstaltet hat. Mittlerweile ist die Mauer gefallen und die DDR als solche ist Geschichte.
Kummer im Westen, natürlich ist der Titel doppeldeutig zu verstehen. Nach dem Ende der DDR macht Anton Kummer die ersten Erfahrungen im glorreichen Westen. Doch so toll, wie er es sich immer ausgemalt hat, alles, wovon er immer geträumt hat, so toll ist das in der ersten Zeit dann doch nicht. Mit der Wirklichkeit konfrontiert ist er schnell ernüchtert und erleidet einigen Kummer. Weiterlesen