Backstage Free and Easy Festival

Konzert: 13.07.19 Light Asylum + Rue Oberkampf @Katzenclub, Feierwerk Kranhalle, München

Dunkle Verbündete

Der dritte Katzenclub dieses Jahres wird entgegen der Tradition heute nicht von DJ Shadowboy beschallt, sondern das Veranstalterteam hat wieder ein Konzertpaket für uns geschnürt, nach dem man sich die Finger lecken darf. Auf dem WGT bestand quasi keine Chance, Light Asylum im Alten Stadtbad zu sehen, so lang war die Schlange vor dem Gebäude – hier spielt Shannon Funchess im Kranhallen-Wohnzimmer. Die Lokalmatadoren Rue Oberkampf (und unsere Band der Woche im April 2019) sieht man zwar etwas öfter auf heimischen und anderen deutschen Bühnen, aber ich habe es bisher tatsächlich geschafft, das Trio noch nicht live zu sehen. Unerhört! Da zusätzlich zu den Konzerten natürlich auch die bewährte Katzenclub-Party auf zwei Tanzflächen lockt, freue ich mich wirklich sehr auf diesen Abend. Weiterlesen

Film: Pets 2

Vom geheimen Leben der Haustiere

pets2Der kleine Jack Russel Terrier Max ist happy. Er hat sich mit Duke angefreundet, dem Hund, den sein Frauchen Katie angeschleppt hat, und er liebt natürlich Katie. Doch da lernt diese einen Mann kennen, heiratet und bekommt ein Baby. Liam ist nun hier. Er bringt momentan alles durcheinander, ist laut, zieht den Hunden die Ohren lang, pupst und nervt. Bis eines passiert: Er liebt den kleinen Hund! Und dieser liebt das Kind zurück! Der gepflegte Alltag kann wieder einsetzen. Abwechslung bringt da ein Ausflug auf einen Bauernhof. Das Leben hier ist ganz anders als in der Großstadt New York bei den daheim gebliebenen Freunden. Auf der Ranch müssen Tiere draußen schlafen, wohingegen in der Stadt die Katzen Minze bekommen und sich entspannt auf der Couch räkeln. Doch eines haben alle Haustiere gemeinsam: Hier und da gilt es aufzupassen und Leben zu retten, ob es sich um ein Spielzeug-Quietschebienchen handelt oder um ein gefangenes Tigermädchen oder verirrtes Schaf. Weiterlesen

CD: D’un Autre Temps – Nos Mémoires

Eine Reise ins Innere

4PAN1TGleich vorweg möchte ich erwähnen, nichts von dieser Band oder wahlweise Projekt (D’un Autre Temps besteht nur aus einem Mann namens Antoine Guibert) gehört oder gelesen zu haben. Alleine ihr Bandname, der mich an Alcest denken hat lassen, hat eine Review unausweichlich gemacht, da eben jene besagten Alcest eine meiner absoluten Lieblingsbands sind. Seit 2018 erst agiert Antoine Guibert und bedient mit dem neuen, im März 2019 erschienenen Album Nos Mémoires Liebhaber des Post / Atmospheric Black Metal. Zum Glück ist ihr Sound nicht wie in ihrer Heimat Quebec in Kanada üblich dünn produziert, sondern sie gehen einen anderen Weg, und das ist auch gut so. Aber lasst euch von mir in ihre Welt einführen! Weiterlesen

Band der Woche: Mohabitat

1_mohabiata2Mohabitat – das sind Francesco „Monoki“ Perrotta und Serena „Hamaranta“ Lombardi – ein audiovisuelles Projekt aus Italien. Kürzlich haben sie ihr Debütalbum Crisalide herausgebracht – eine Klangreise aus warmer Elektronik und zurückhaltenden Post-Rock-Echos. Bei ihren Live-Auftritten kreieren Mohabitat einen Dialog aus Licht und Schatten – zwischen faszinierenden Bildern und eindringlicher Musik – traumhaft schön.

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News: Visions of Atlantis ab Herbst mit neuem Album auf Tour

Visions of Atlantis – eine Reise ins symphonisch-fantastische Universum der Band – neues Album Wanderers erscheint am 30. August – und bietet musikalisch sowie textlich intensive, einzigartige Gänsehaut-Momente.
Mit dem Nachfolgewerk zum Chartbreaker The Deep & The Dark, das 2018 erschienen ist, fügt die Band ihrem Repertoire einen weiteren spektakulären Output hinzu. Das mittlerweile siebte Album der Symphonic Metaller von Visions of Atlantis wird am 30. August über Napalm Records erscheinen und bietet eine Reise in die atemberaubenden Tiefen des Symphonic-Metal-Universums.

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Festival: 13.-15.06.19 – Subkultfestivalen – Folkets Park, Trollhättan/Schweden

Der beste Kaffee von Seattle

lineup-1Kaum ist die Wäsche trocken, geht’s auch schon wieder los … Grade war noch WGT, aber nach einem kurzen, aufgrund der schlechten Reiseverbindungen unvermeidlichen Zwischenstopp in Stockholm (bei dem dann auch zumindest ein Teil der Wäsche noch schnell gewaschen werden kann) sitzen wir (eure Skandinavien-Korrespondentin ankalætha mit Begleitung) am Donnerstag nach Pfingsten schon wieder im Zug zum nächsten Festival: das Subkultfestivalen im schönen Trollhättan ruft. Das Subkult ist ein unglaublich gemütliches, familiäres Festival im Westen von Schweden, das sich – ganz genau – den Subkulturen verschrieben hat. Dementsprechend gemischt ist auch das Line-up, etwas Goth, etwas Metal, Hauptsache subkultig. Dieses Jahr bin ich zum dritten Mal dort, und die Vorfreude ist entsprechend groß.
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Album: Phasenmensch – Haunted [The gentle indifference of the world]

Klanggewordene Stille

phasenmensch_haunted_coverZehn Jahre Phasenmensch: Seit 2009 erkundet Wolfram Bange mit diesem Projekt den Bereich zwischen Industrial, Rhythm&Noise, Downbeat und Dark Ambient, mal allein, oft in Kollaborationen. Mit den Kollegen von ICD-10 und dem 2017 gemeinsam veröffentlichten Divinity/Unity/Nothingness war er vor Kurzem in München zu Gast (zum Konzertbericht hier entlang), zugleich konnte der Release des Phasenmensch-Jubiläum-Solo-Albums Haunted [The gentle indifference of the world] gefeiert werden. Mit Ine-San und Ein Profil haben auch hier Gastmusiker Sounds und Ideen beigesteuert, allerdings nur bei einem bzw. zwei Tracks.
Zehn Jahre Phasenmensch sind mehr als „nur“ zehn Jahre des Entwickelns und Auslotens eines eigenen musikalischen Stils, der auf dem Jubiläumsalbum entsprechend rund und vollkommen konsequent wirkt, als sei er schon immer so da gewesen. Die Musik ist hier Hauptträger eines intermedialen Ansatzes, dessen inhaltliches Anliegen sehr tief geht, einer intensiven Beschäftigung mit Nihilismus und buddhistischer Philosophie, die in Klänge, Rhythmus und Zeit, Textfragmente, Bilder gefasst wird. Die Tracklist sagt es explizit: Haunted ist, mehr noch als seine Vorgänger, eine Einladung, mit auf eine Wanderung zu gehen, die vor allem nach innen führt.

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Interview: Wacken – Ein Festival ohne Barrieren

Mit dem Rolli durch den Schlamm

SchandmaulWacken 2018: Eine schwarzgekleidete Frau steht wild gestikulierend auf der Bühne und 100.000 Menschen gehen dazu ab. Ein Bild, das wir seit 30 Jahren von diesem Festival kennen und das an sich nicht besonders erwähnenswert wäre. Doch diese Frau ist keine Musikerin. Laura M. Schwengber ist Gebärdensprachdolmetscherin. Ihre Passion ist es, Musik für Gehörlose sichtbar zu machen. 2018 war sie zum ersten Mal in Wacken, um mit Bands wie Schandmaul auf der Bühne zu stehen.

Dies ist aber nur eine der vielen Aktionen, die das WOA für Menschen mit Handicap zugänglicher machen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die „Wheel of Steel Area“, wie der spezielle Campground für Metalheads mit Behinderung genannt wird. Der Campground ist mit einer vermehrten Anzahl von behindertengerechten Sanitärcontainern sowie behindertengerechten Mobiltoiletten ausgestattet. Auch ein Sanitätshaus ist direkt vor Ort. Wir haben mit Frank Leschik und Mona Reimer vom „Thies Medi Center“ sowie Helge Pillekamp von „Sunrise Medical“ über ihre Arbeit auf dem WOA gesprochen. Weiterlesen