Lasst uns tanzen!

2014 wurde das Electro/Synth/Wave-Trio RROYCE beim „Battle of the Bands“ einer Szenezeitschrift von den Lesern auf den dritten Platz gewählt, sie spielten auf dem Hexentanz-Open-Air, dem Blackfield Festival und absolvierten ihre „Electronic Transformers Tour“, bei der sie hier ihren ersten Longplayer Dreams & doubts & fears präsentierten. Seitdem ist viel passiert. Nach dem dritten Studioalbum Patience und einer Tour mit Welle:Erdball Ende 2019 mussten RROYCE pandemiebedingt für zwei Jahre von der Überhol- auf die Standspur zurück. Mit dem vierten Output Rroarr geht die Band wieder aufs Gaspedal zurück und begeistert ihre große Fangemeinde. Weiterlesen

Zuckerfee und Tautropfen

Alinas Leben besteht hauptsächlich aus einem: Tanzen! Sie tanzt seit vielen Jahren Ballett und bereitet sich auf einen Workshop der American Ballet School vor, mit dem sie Chancen hat, eine Ballett-Karriere zu starten und hauptberuflich Ballerina zu sein. Doch ein brutaler Unfall setzt diesem Traum ein Ende. Ihr Bein ist zertrümmert, und Alina leckt ihre Wunden. Aus der Traum von einer Karriere beim Ballett. Nie wird sie bei Giselle mittanzen, und wenn sie sich noch so oft die Videos ansieht. Sie entfernt alles, was sie an ihre beginnende Ballett-Karriere erinnert aus ihrem Blickfeld. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als tatsächlich das erste Mal in ihrem Leben am ganz normalen Schulalltag teilzunehmen. Normalerweise ging ihr Tag maximal bis mittags, aber nun muss sie an allen Stunden teilnehmen, mit den Mitschüler*innen essen, Pausen machen und auch an dem einen oder anderen Freizeitvergnügen teilnehmen – zumindest, wenn es nach ihren Eltern geht.

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Serienperfektion a la Neil Gaiman

© Netflix

Mit der ständigen Überfütterung an neuen Serien auf verschiedensten Streaming Plattformen muss ich ehrlich sagen, ich verfolge die neuesten Hypes nur noch oberflächlich. Es gibt nur noch sehr, sehr wenige Serien, bei deren Ankündigung ich aufhorche und auf die ich mich wirklich freue. Aber Sandman ist definitiv eine davon.

Viele Comicadaptionen, ob für Fernsehen oder die große Leinwand, werden von Fans und manchmal sogar den Autor*innen und Künstler*innen der Comics selbst als Enttäuschung empfunden. Vielleicht hat es deshalb 30 Jahre gedauert, bis Neil Gaiman die Rechte vergeben hat. Viele Stimmen unkten, das könne ja nichts werden, der Stoff sei unverfilmbar (Herr der Ringe, anyone?), zu komplex, zu sehr in das Graphic Novel-Medium eingebettet. Ich hatte immer das Gefühl, wenn Gaiman es nach so langer Zeit versucht, dann nur, weil er weiß, dass es funktioniert. Mit anderen Worten: Meine Erwartungen waren enorm. Und sie wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.

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The music’s for the sad man

Alphaville sind eine ganz besondere deutsche Band, die 1983 von Marian Gold, Bernhard Lloyd und Frank Mertens in Münster gegründet worden ist. Mit „Big in Japan“, „Sounds like a melody“ und insbesondere „Forever young“ haben sie weltweite Hits erschaffen, die nicht nur die Stimmung der damaligen Zeit einfangen, sondern auch die Erinnerung an die achtziger Jahre bis heute nachhaltig prägen. Ihr Synthesizer-Sound ist ebenso eigen wie die Stimme von Marian Gold, der nun nach 40 Jahren Bandgeschichte zusammen mit Max Knoth und Christian Lohr die größten Hits neu arrangiert hat, und die vom Deutschen Filmorchester Babelsberg eingespielt worden sind. Klassik statt Synthies, da bin ich wirklich gespannt, wie sich die Songs auf Eternally yours im neuen Gewand präsentieren. Weiterlesen


Oliver Hartmann, auch bekannt als Gitarrist der Band Avantasia, ist im Herbst 2022 und für ein paar Zusatzterminenmit seinem Soloprojekt Hartmann 2022/2023 auf Tour. Sein aktuelles Album Get over it gibt es seit dem 16.9.2022 in den Plattenläden / bei Streamingdiensten eures Vertrauens.

Tourdates:

„Electric Tour 2022“

30.09.2022 (Fr) – NÜRNBERG, Der Cult
01.10.2022 (Sa) – GREBENHAIN, Vogelsberger Hof
02.10.2022 (So) – ASCHAFFENBURG, Colos-Saal
09.10.2022 (So) – MANNHEIM, 7er Club
14.10.2022 (Fr) – CALW, Saal 51
25.11.2022 (Fr) – IDSTEIN, Scheuer
03.12.2022 (Sa) – LUDWIGSBURG, H.E.A.T. Festival Weiterlesen

The Shadow Lizzards – „Who is who“

The Shadow Lizzards sind drei Musiker aus Nürnberg, die mit Someone’s heartache ihr zweites Album vorlegten. Ihren Stil bezeichnen sie selbst als „Vintage Rock“ – ein ebenso simpler wie passender Begriff für den 60er- und 70er-beeinflussten Sound, der sich aus Elementen wie klassischem Hard- beziehungsweise Bluesrock sowie Psychedelic-Klängen zusammensetzt, aber trotzdem zeitgemäß und alles andere als altbacken daherkommt. Im aktuellen Video-Track begibt sich die Band auf einen Roadtrip in gleißend, leuchtender Atmosphäre und will dabei hinter die Kulissen der Welt blicken.

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Der Tragödie erste Graphic Novel

https://editionfaust.de/

Vor einigen Wochen machte Goethes Faust Schlagzeilen, da er als Pflichtlektüre für Bayerns Schulen gestrichen wird. Es folgte die übliche hitzige Diskussion, ob man DAS Meisterwerk der deutschen Literatur einfach so aus den Lehrplänen entfernen sollte, oder aber ob diese über 200 Jahre alte Geschichte heute überhaupt noch Relevanz hat. Zum Glück geht es hier weder um das eine noch das andere, sondern um eine spannende Neubearbeitung des Faust – als Graphic Novel.

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Akte des Widerstands

Wie klingt es, wenn die Sonne singt? Auf jeden Fall wird es unüberhörbar sein. Avazê Xor, das ist Sorani und heißt übersetzt: Das Singen der Sonne. Unter diesem Namen fand sich vor einigen Jahren in Kurdistan ein Künstler*innen-Kollektiv zusammen, um gemeinsam zu benennen und anzugehen, was sie sahen und fühlten und nicht hinnehmen konnten: die Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen und queere Menschen in patriarchalen Systemen. Die Sprache dafür fanden sie in konzeptueller Aktfotografie und Make-up-Art. Die Arbeiten der Gruppe sind jetzt in München im Kunstraum Florida in Haidhausen zum ersten Mal zu sehen. Weiterlesen