Skandinavische Melancholie

Die schwedische Combo Döda Havet (übersetzt: Totes Meer) veröffentlichte im August ihr zweites Album Tid och rum (Zeit und Raum), es gibt sanfte Klaviermelodien, schwere Gitarren, Keyboard, Gesang in langsamem Tempo und mit geheimnisvollen Texten zu hören. Das Gesamtpaket nimmt den Zuhörer mit auf eine tiefe emotionale Reise. Weiterlesen

Rhythm in the blood

Bei den Blues Pills hat sich einiges getan: Dorian Sorriaux hat 2018 die Gitarre an den Nagel gehängt, aber Zack Anderson übernahm sie gleich. Dafür übergab er seinen Bass 2019 an Kristoffer Schander. Am 21.08.2020 veröffentlichte die schwedische Blues-Rock-Band aus Örebro ihr neues bzw. drittes Album Holy Moly!. Damit erspielten sie sich bereits kurz nach dem Release sehr gute Chartplatzierungen. Ich bin gespannt, wie sich der neue Longplayer anhört. Weiterlesen

Olympisches Gold

Besondere Zeiten erfordern neue Konzepte, und so hat die Stadt München den „Sommer in der Stadt“ ausgerufen – dezentrales Vergnügen an verschiedenen Orten wie zum Beispiel am Königsplatz, dem Mariahilfplatz oder auch dem Olympiazentrum. Neben Riesenrad und anderen Attraktionen gibt es dort diesen Sommer auch die sogenannte „Sommerbühne im Stadion“ – eine extra aufgebaute Bühne mit Bestuhlung unter der Überdachung des Olympiastadions. Das Musikprogramm ist vielfältig, verschiedene Münchner Kulturveranstalter*innen wie Polarkonzerte mischen mit. Am heutigen Tag stehen das Münchner Feierwerk und der Katzenclub Pate für das Programm: Rue Oberkampf (Passau/München) und Zanias (Australien/Berlin) versprechen einen elektronisch-verzauberten Abend unter der berühmten Dachkonstruktion mit Blick ins Rund des Stadions. Beide Formationen sind lieb gewonnene Gäste des Katzenclubs, und ich freue mich sehr, Rue Oberkampf so bald schon wieder zu sehen (erst vor ein paar Wochen als erstes Live-Konzert seit einem halben Jahr in der Kranhalle) und Zanias nach fast zwei Jahren auch endlich mal wieder. Weiterlesen

Life kills me!

Neue Folgen von Servus Baby sind da! Die preisgekrönte freche kleine Serie um die vier Frauen, die in München um ihren Platz im Leben und um die Liebe und das Glück kämpfen, ist letztes Jahr mit Preisen überhäuft worden. Die vier neuen Folgen sollten dieses Jahr eigentlich auf dem Münchner Filmfest vorgestellt werden – Corona hat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun sind sie im Kino am Olympiasee mit den Hauptdarsteller*innen und der Regisseurin Natalie Spinell vorgestellt worden, und alle waren begeistert. Weiterlesen


Diese Woche begeben wir uns in eine schöne Stadt an der Elbe, nach Dresden. Das die Elbflorenz nicht nur mit schönen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann, beweisen Morlas Memoria. Das bunte Potpourri setzt sich aus verschiedensten Einflüssen zusammen, doch im Kern fühlen sie sich im Symphonic Metal zu Hause.
Gerade beendeten sie eine Crowdfounding-Aktion damit Morlas Memoria ihr drittes Album produzieren können. Bandgründer Theo stand uns Rede und Antwort.

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Lamia Vox – „Song of destiny“

Lamia Vox ist das Solo-Projekt von Alina Antonova. Bei der Gestaltung und Ausführung ihrer Musik geht die Künstlerin seit 2005 eigene Wege und verbindet Dark Ambient mit rituellen und  neoklassischen Elementen zu  einzigartigen Klanglandschaften aus Licht und Dunkelheit. „Song of destiny“ befindet sich auf dem aktuellen Album Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer, das kürzlich auf Cyclic Law veröffentlicht wurde. Der Song hat eine schattige und traurige Streicher-Melodie, die von Alinas geflüsterten Vokals begleitet wird. Die Lyrics sind aus „Hyperions Schicksalslied“ von Friedrich Hölderlin. Ein fantastisches Album mit vielen Gänsehaut-Momenten!

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Kürzlich haben wir Xerxes The Dark (hier) und Kill Shelter (hier) nach dem Sound der letzten Dekade gefragt und einen spannenden Rückblick auf die Entwicklung der Dark Ambient- und Post-Punk-Szene der letzten Jahre erhalten. Mit der gleichen Frage begeben wir uns in dieser Interview-Serie in die musikalische Welt von Black Nail Cabaret.

(Foto: Katalin Vago-Levai)

Seit 2008 kreiert das ungarische Duo einen sehr delikaten und dunklen Pop Noir-Sound. Krisztian Arvai arrangiert magische  Klänge aus verzweigter Elektronik, die den kraftvollen und rauchig schwülen Gesang von Emese Arvai-Illes wunderbar umweben. 

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Superhelden der ganz anderen Art

Sehr mysteriös: Am 1. Oktober 1989 werden im Laufe des Tages 43 Kinder geboren von Müttern, die am Morgen desselben Tages noch nicht schwanger waren. Ein sehr reicher und sehr seltsamer älterer Herr namens Sir Reginald Hargreeves spürt sieben dieser außergewöhnlichen Kinder auf, adoptiert sie und zieht sie in seiner Villa auf, denn er ahnt, dass die Kinder Superkräfte haben. So ist es eher ein Trainingslager, diese „Umbrella Academy“, statt eines liebevollen Heimes. Von Anfang an nennt der Adoptivvater sie nicht beim Namen, sondern er gibt ihnen Nummern. „Eins“ bis „Sieben“, das sind Luther, Diego, Allison, Klaus, Fünf, Ben und Vanya. Nur „Mutter“, ein von Hargreeves entwickelter Android, ist liebevoll zu den Kindern. Weiterlesen