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t-Sophia-FrNach einer Stadtrunde (wie immer ist es für mich viel zu warm und zu schwül, und voll ist es auch überall – nur nicht mit Schwarzvolk, das ist deutlich weniger vertreten als die Jahre vor dem bösen C) und ein bisschen Pause in der Wohnung fahren wir dann zur ersten Band des Tages, Sophia in der Kuppelhalle, meiner Lieblingslocation auf dem WGT. Die Halle ist perfekt für den mal ruhigen, mal intensiven Ritual/Martial/Ambient von Sophia, die heute aus Peter Bjärgö, seiner Frau Cecilia und Per Åhlund bestehen. Die Band ist sichtlich froh, wieder auf der Bühne zu stehen, und noch dazu auf dem WGT, auch wenn mit der Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Albin Julius (The Moon Lay Hidden Beneath A Cloud, Der Blutharsch) auch ein wehmütiger Moment dabei ist. Ein wunderschöner Festivalbeginn! Danach steht die erste große Entscheidungsfrage an, wohin es als Nächstes gehen soll. Das Programm ist überall hervorragend, trotz vieler Absagen und Änderungen (noch am Donnerstag werden die letzten Bands für Montag bestätigt). Weiterlesen


Mrs.Hyde

Bei Ladenöffnung um 08:30 noch schnell die neu besohlten Schuhe abholen, und es geht nach zwei langen Jahren endlich wieder los. Endlich. Endlich wieder WGT, endlich wieder Leipzig, endlich wieder normale Leute. Die letzten schrägen Wellness-Touristen müssen wir vorm Hotel zwar noch verscheuchen, bevor wir unser Zimmer beziehen können. Aber danach geht es mit dem Umweg zweier Second-Hand-Shops (Ausbeute null) zur Agra, um die Bändchen abzuholen. Wir haben Glück und treffen Freunde, sodass wir uns nicht am Ende der Schlange einreihen müssen. Aber heute macht ein bisschen Schlange stehen Spaß, denn so viele Gothics auf einem Haufen werden wohl die Allermeisten lange nicht gesehen haben. Nun geht es in die Innenstadt, die aber leider recht unschwarz ist. Dass der Humana wegen Umbau geschlossen ist, sorgt für die nächste Enttäuschung, und den Outlet-Store von EMP gibt es ebenfalls nicht mehr. Der Abend klingt auf dem Balkon der Ferienwohnung von Freunden aus. Weiterlesen

Aux Animaux ist das Solo-Projekt von Gözde Düzer, einer türkischen Künstlerin, die heute in Stockholm lebt. Inspiriert vom Sound der 80er Jahre arrangiert die Künstlerin seit 2017 kraftvolle, dichte und dunkle Elektro-Rhythmen mit magischer und eindringlicher Atmosphäre und verwebt darin ihre Liebe zu Horrorfilmen. Aux Animaux beschreibt ihre Musik als Hauntwave und verwendet bei ihren Kompositionen das Theremin mit seinem charakteristischen und etwas gespenstischen Sound.

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Photos / 1: © Jannike Viveka / 2: © Jonas Fransson / 3: © Jannike Viveka

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Voltwechsel – „Held meiner Zeit“

Die Grazer Heavy Rocker Voltwechsel veröffentlichten am 20.05. die Single „Held meiner Zeit“, die auch auf Spotify und Bandcamp zur Verfügung steht. Der Stil der Band ist beeinflusst von Green Day, Seether sowie Alter Bridge und Smashing Pumpkins, ihr Sound fällt in die Heavy Rock-Sparte. Mit simplen, melancholisch klingenden Powerchords bringen sie die 90er Rockmusik wieder auf die Bühnen und zeigen durch ihre deutschen Texte, dass man auch die kleinen Dinge im Leben genießen soll.

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Aufregende Spiele

Ich sag’s mal provokant: Was war denn München vor 1972? War das schon die „Weltstadt mit Herz“? Die Olympischen Spiele haben unsere Stadt eigentlich erst zur Weltstadt gemacht. Ein U-Bahnnetz wurde angelegt und der Olympiapark mit seiner prägnanten Silhouette, dem Stadion und dem Turm. Im ganz neu erbauten Olympischen Dorf wohnten zuerst die Sportler, dann konnten ganz normale Leute einziehen. Anfangs war niemand so recht begeistert, später wurde die Architektur ikonisch, und heute mag keiner mehr ausziehen. Weiterlesen

„Our minds are not calibrated for pure silence, so pure silence can be a real deal for humanity“

MOREGO ist das Solo-Projekt von Soundtüftler Morego Dimmer (aka Xerxes The Dark und Nyctalllz). Mit seiner Musik kreiert der iranische Elektro-Künstler aus Teheran fesselnde Klang- und Geräuschelandschaften, die in vielseitige und unglaublich spannende elektronische Sphären entführen. 

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Photos / 1: © Lamentus / 2: © M.R.Gheitasi

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Kaum ein Hardrock-Act hat in den letzten Jahren so abgeräumt wie die All-Female-Rock-Band Thundermother! Ihr Album Heat wave (2020) erreichte Platz 6 der deutschen Albumcharts (und später einen beeindruckenden Chart-Wiedereinstieg (Platz 16) mit der Erweiterung Heat wave deluxe) sowie Platz #8 in Schweden, #15 in der Schweiz und #50 in Österreich. Nicht mal die Corona-Pandemie konnte die Band komplett ausbremsen, und so spielte man u.a. Konzerte vom Dach eines Feuerwehr-Trucks. Am 19. August 2022 erscheint ihr brandneues Album Black and gold über AFM Records, und es zeigt die Schwedinnen in gewohnt adrenalingeladener Thundermother-Manier: Vor Kraft-strotzendem, dreckigem und dennoch eingängigem Rock’n’Roll mit dem unwiderstehlichen Feelgood-Appeal! Weiterlesen