Belgisches Märchen

Es war einmal im belgischen Lessinnes, der Geburtsstadt des berühmten Malers und Surrealismus-Vertreters René Magritte, genauer gesagt 1986. Drei Teenager-Freunde gründen aus Langeweile eine Band, The Ultimate Dreamers. Sie begeistern sich für belgischen Cold Wave und englischen Post Punk und starten in der Konstellation mit Frédéric als Sänger, Laurent am Bass und Joël, der die Synthesizer bedient. Zwei Jahre später stoßen Bassist Bertrand und Stéphane an den Synthesizern hinzu, während Laurent ans Schlagzeug wechselt und Frédéric die Gitarre für sich entdeckt hat. 1990 nehmen sie schließlich in kompletter Eigenregie ein Tape auf, doch weiter geht es nicht. Die Band und vor allem diese C-60 Kassette geraten in Vergessenheit.
Doch dann kommt Corona, und wie bei so vielen anderen auch wird im Lockdown mal ordentlich aufgeräumt und das verschollene Tondokument wiederentdeckt. Restauriert und neu gemastert präsentieren The Ultimate Dreamers nun mit 31 Jahren Verspätung ihr Debütalbum Live happily while waiting for death. Die Geschichte dahinter mutet schon irgendwie märchenhaft an. Weiterlesen

So viel Unglück

1995, ein idyllisches Dorf in Oberbayern. Kurz vor Weihnachten geschieht dort ein bestialischer Mehrfachmord. Drei Menschen sterben, der Täter begeht Suizid, die Polizei kommt zu dem Schluss, dass „Hass“ das Mordmotiv gewesen ist, und stellt die Ermittlungen ein. Doch woher kommt dieser unbändige Hass? Die Autorin hat die Story recherchiert und einen True-Crime-Roman daraus gemacht, der über hundert Jahre zurückliegt. Alles begann mit einer jungen Frau, einer unglücklichen Liebe und einer tragischen Entscheidung, die sich über zwei Generationen hinweg auswirkte und in die ebenso grauenhafte wie verzweifelte Tat mündete. Der alte Fall wird damit neu aufgerollt – abgründig, erschütternd und packend. Weiterlesen

Von Verkehrsschildern, Taucherbrillen und Strichmännchen mit Herzen

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Ich war in Florenz und habe viel Kunst gesehen: in den Uffizien, vor dem Palazzo Vecchio, im Dom und auch Michelangelos Davidstatue. Doch was hat mein Herz immer wieder zum Flattern gebracht? Street Art, die gibt es auch in Florenz! Typisch sind hier nicht riesige Murals oder große Graffitis, ganz typisch für Florenz sind kleine, feine Arbeiten, für die du erst einmal einen Blick entwickeln musst. Aber hast du einmal diese niedlichen Aufkleber, Paste-Ups oder gesprühten und gemalten Werke gesehen, wirst du, falls es dich interessiert, immer wieder danach schauen und immer mehr entdecken. Weiterlesen

Madrugada – „Nobody loves you like I do“

Madrugada ist nicht nur das „Morgengrauen“, sondern eine der besten und bemerkenswertesten Bands Norwegens. Fünf gefeierte Alben voller düster-melancholischer Blues-Indie-Rock-Perlen haben sie bis 2008 herausgebracht, dann die Band nach dem überraschenden Tod von Gitarrist Robert Burås jahrelang auf Eis gelegt. 2019 sind sie zum 20jährigen Jubiläum ihres ersten Albums Industrial Silence auf große Europatour gegangen, die ein phänomenaler Erfolg war. Jetzt gibt es nach dreizehn Jahren das erste neue Stück von Madrugada, „Nobody loves you like I do“.

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Wenn ich einmal groß bin

Ein hochkarätiger Cast hat mich vor kurzem verleitet, einen deutschen Spielfilm im ZDF anzusehen. Natalia Wörner, Dominic Raacke, Jürgen Tarrach … bestimmt gut! Um die 50, das sind sechs Menschen, die sich seit vielen Jahren kennen und miteinander befreundet sind. Ihre Wege haben sich getrennt, aber anlässlich Carolas 50. Geburtstag kommen alle wieder zusammen.


Vier Männer, die eine Leidenschaft verbindet und ein Traum vereint. Die Musik war schon immer ein großer Teil ihres Lebens. Meister Ehder sind nicht ganz perfekt, mit Ecken und Kanten, aber immer authentisch, alles andere wäre auch furchtbar! Bitte nicht noch mehr aalglatte Sunnyboys, die den Rock ’n‘ Roll nach 18 Uhr an der Garderobe aufhängen, nein, die sind wahrhaftig und mit Leib und Seele dabei. Auf der Bühne oder Platte wird es etwas rauer.

2020 wurde es sehr turbulent, und es lagen teils Steine im Weg wie Sand am Meer. Trotz aller Umstände haben sie ihr zweites Album Kein Horizont fertiggestellt. Der Startschuss ins Songwriting für die zweite LP erfolgte Ende 2019 mit guter Planung und reichlich Energie. Doch nach wenigen Wochen wurde ihr Vorhaben durch einen weltweiten Kampf ausgebremst, über den sich jeder schon satt gelesen hat. Weiterlesen

Eklipse, das Streichquartett aus Hamburg, meldet sich mit einer gefühlvollen Ballade zurück. Bisher haben sie nur unterschiedliche Cover veröffentlicht, „In this live“ (Vö. 08.10.)  ist jedoch der erste Titel aus eigener Feder. Wir durften uns den Track bereits in voller Länge anhören und können sagen, es lohnt sich. Weiterlesen

Das bildhafte Leben des König Ludwig II. von Bayern aus der Sicht seines Lieblingspferdes

Durch die wiederentdeckten Memoiren von Cosa Rara, dem Leibreitpferd König Ludwig II. von Bayern, können wir einen sehr intimen und bildreichen Blick auf deren Beziehung werfen. Mit diesen Erinnerungen liegt ein zeithistorisches Dokument vor, das uns eintauchen lässt in das Leben und das Sterben des sagenumwobenen Märchenkönigs. Es ist das Psychogramm einer ungewöhnlichen Freundschaft, das nicht nur heitere Seiten hat. Weiterlesen