Loomit und der Riesendackel

München feierte am 19. Juni 2022 in der Innenstadt den 864. Stadtgeburtstag. Viel war geboten am bislang heißesten Tag des Jahres. Unter anderem sollte an das Jubiläum „50 Jahre Olympia“ erinnert werden. Mit den Olympischen Spielen 1972 hat München damals die Weichen Richtung Zukunft und Moderne gestellt. Die Gäste auf dem Stadtgründungsfest waren eingeladen, ihre Erinnerungen an Stellwänden zu hinterlassen und parallel ihre Wünsche für die „Stadt der Zukunft“ der nächsten 50 Jahre zu formulieren. Der Münchner „Graffiti-Pionier“ Loomit hatte einen Bauwagen bemalt. Weiterlesen


Mrs.Hyde

Bei Ladenöffnung um 08:30 noch schnell die neu besohlten Schuhe abholen, und es geht nach zwei langen Jahren endlich wieder los. Endlich. Endlich wieder WGT, endlich wieder Leipzig, endlich wieder normale Leute. Die letzten schrägen Wellness-Touristen müssen wir vorm Hotel zwar noch verscheuchen, bevor wir unser Zimmer beziehen können. Aber danach geht es mit dem Umweg zweier Second-Hand-Shops (Ausbeute null) zur Agra, um die Bändchen abzuholen. Wir haben Glück und treffen Freunde, sodass wir uns nicht am Ende der Schlange einreihen müssen. Aber heute macht ein bisschen Schlange stehen Spaß, denn so viele Gothics auf einem Haufen werden wohl die Allermeisten lange nicht gesehen haben. Nun geht es in die Innenstadt, die aber leider recht unschwarz ist. Dass der Humana wegen Umbau geschlossen ist, sorgt für die nächste Enttäuschung, und den Outlet-Store von EMP gibt es ebenfalls nicht mehr. Der Abend klingt auf dem Balkon der Ferienwohnung von Freunden aus. Weiterlesen

Aufregende Spiele

Ich sag’s mal provokant: Was war denn München vor 1972? War das schon die „Weltstadt mit Herz“? Die Olympischen Spiele haben unsere Stadt eigentlich erst zur Weltstadt gemacht. Ein U-Bahnnetz wurde angelegt und der Olympiapark mit seiner prägnanten Silhouette, dem Stadion und dem Turm. Im ganz neu erbauten Olympischen Dorf wohnten zuerst die Sportler, dann konnten ganz normale Leute einziehen. Anfangs war niemand so recht begeistert, später wurde die Architektur ikonisch, und heute mag keiner mehr ausziehen. Weiterlesen

Räumliches Zittern

 

Das international bekannte Avantgarde-Elektroduo Mouse On Mars bespielt in München den Kunstbau von April bis September mit einer Sound-Installation. Hierzu ist der Kunstbau in ein riesiges Raumklanginstrument verwandelt worden. Wer die Rampe zum Kunstbau runtergeht, sieht zuerst einmal: gar nichts. Nicht einmal, ob da noch eine kleine Stufe in den großen Raum geht oder nicht. Alles ist dunkel, nichts an den Wänden, Lautsprecher sind aufgestellt, Scheinwerfer, einzelne Boxen und kleine Sitzhocker.
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Nebel macht Unsichtbares sichtbar

So etwas habe ich bislang im Haus der Kunst auch noch nicht gesehen. In diesem monumentalen Gebäude an der Prinzregentenstraße gab es bislang oft interessante Ausstellungen, gerne mehr Installationen als Bilder, doch diesmal wähne ich mich wie in einer Wellnesslandschaft! Ein großer, heller Raum, oben eine lichte Glasdecke, vor mir stilles, blau glitzerndes Wasser, außen herum und in der Mitte ein Holzsteg, den man betreten darf. An den Wänden außen herum stehen und sitzen einige Besucher, in der Mitte ein paar Wagemutige. Weiterlesen

Make Art not War

 

Die Welt schaut auf die Ukraine. Menschen protestieren gegen den Krieg. Politiker *innen gehen mit Sanktionen gegen Russland vor. Musiker*innen geben Benefizkonzerte, Theater spenden ihre Eintrittsgelder an die Flüchtlinge, und Streetart-Künstler verwandeln graue Wände in blau-gelbe Solidaritätsbekundungen.

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#wirstehenzusammen

Das zweite Jahr also nun schon, dass es im Winter keine großen Spektakel gibt. Keine Weihnachtsmärkte im Freien, kein Duft von Glühwein, Lebkuchen und Bratwurst nach der Arbeit. Wieder nicht gemeinsam im Lichterschein in der Kälte einfach ein bisschen ausgelassen sein. Ganz klar, dass da auch das Winter-Tollwood abgesagt wurde, obwohl alles schon im Aufbau war. Das einzig Schöne: Die Kunst haben sie da gelassen! Diese wunderschönen Kreationen, an denen man oftmals vorbeigedrängt wurde oder die man nicht beachtet hat, weil man ja den einen gewissen Stand oder die wartende Freundin gesucht hat. Weiterlesen

Die Kunst glotzt zurück

Miriam Frank

2018 gab es schon einmal ein Kunstlabor im ehemaligen Tengelmann-Gebäude in der Landsberger Straße ((KLICK)). Es war eine Zwischennutzung, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Dafür hat das Kunstlabor 2 nun im ehemaligen Gesundheitshaus an der Dachauer Straße 90 einen neuen Sitz gefunden. Dieses wurde vom MUCA übernommen, um Kunst und Kultur einen Platz zu bieten. Im Rahmen der Langen Nacht der Museen öffnete dieses erstmals im Oktober 2021 seine Pforten.

Bei einem Rundgang über zwei Etagen können viele kleine Räume mit unterschiedlichsten Kunstinstallationen besichtigt und begangen werden.

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Es war einmal eine Bushaltestelle …

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Am Kolumbusplatz wurde vor ein paar Jahren eine Bushaltestelle der Linie 58 aufgelöst. Die Ecke ist durch eine Bahnbrücke teilweise überdacht und per se nicht sehr schön. Die Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ hat sich der Betonwüste angenommen. Künstler aus dem Viertel wurden eingeladen, dort die dicken Brückenpfeiler zu verschönern: Florian Keller mit einer Installation, Heiko Krause und WON ABC mit Street Art. Weiterlesen

Wirbel um Schwirbel

6Eine liebe Freundin schrieb mir unlängst, wenn du mal wieder in Ingolstadt bist – wir sind dort geboren und zusammen zur Schule gegangen – schau dir doch die Schwirbel-Ausstellung an! Schwirbel? Never heard! Dabei gibt es den Schwirbel schon ziemlich lang! Ich habe es nun in diese kleine Ausstellung im Café Tagtraum, in unmittelbarer Nähe des Neuen Schlosses, geschafft. Weiterlesen