Das polnische WGT

20220708_180104Eigentlich war es schon länger geplant, die Castle Party zu besuchen, das legendäre kleine „dark independent festival since 1994“, und damit fast so alt wie die große Schwester Wave Gotik Treffen in Leipzig. Doch erst passte es nicht in die sonstige Urlaubsplanung, und dann kam die Pandemie dazwischen. Doch nachdem das Festival bereits letztes Jahr als eines der wenigen überhaupt wieder stattgefunden hatte, sollte uns dieses Jahr nichts mehr aufhalten. Bolków, wir kommen! Weiterlesen

Kinderträume – auch für Erwachsene

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„Urlaub dahoam“ also. Ich hatte ein entzückendes Buch über Margarete Steiff gelesen und danach den sehr sehenswerten Film mit Heike Makatsch gesehen. Ich erinnerte mich an meine Sehnsucht nach Steiff-Tieren in meiner Kindheit und fand, das Steiff-Museum wäre einmal eine Reise wert.

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Es ist vom Bahnhof Giengen sehr gut zu Fuß zu erreichen, in ungefähr drei Minuten, immer den Bärentatzen am Boden nach! Weiterlesen

Bunte Gesichter einer Stadt

Künstler*innen bei der Arbeit c) Martin Weiand für Städtische Galerie Rosenheim

Bereits zum dritten Mal hat die Städtische Galerie Rosenheim das Transit Art Festival veranstaltet. Zusammen mit der Meine Volksbank Raiffeisenbank eG luden sie neun Street Art Künstler ein, die vor den Augen aller das Gesicht der Stadt veränderten. Statt grauer Betonwände gibt es nun raumübergreifende Wandbilder, die Geschichten erzählen.

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In Ulm und um Ulm herum

u1Und wieder einmal „Urlaub dahoam“. Keine Lust auf Chaos am Flughafen, zurückgebliebene Koffer und unklimatisierte Hotelzimmer bei über 40 Grad. Lieber mehrere kleine Spritztouren, und außerdem will das 9-Euro-Ticket doch genutzt werden!
Die Bahn bringt uns nach Ulm. Ulm ist eine Universitätsstadt in Baden-Württemberg, seit 1810 getrennt von seinem ehemaligen Gebiet rechts der Donau, das bei Bayern blieb, und auf dem sich die Stadt Neu-Ulm entwickelte. Zwei Städte, zwei Länder, getrennt durch eine Brücke, man bemerkt als Nicht-Ulmer gar nicht, wo man sich gerade befindet. Um die Mittagszeit kommen wir in Ulm an. Weiterlesen

Loomit und der Riesendackel

München feierte am 19. Juni 2022 in der Innenstadt den 864. Stadtgeburtstag. Viel war geboten am bislang heißesten Tag des Jahres. Unter anderem sollte an das Jubiläum „50 Jahre Olympia“ erinnert werden. Mit den Olympischen Spielen 1972 hat München damals die Weichen Richtung Zukunft und Moderne gestellt. Die Gäste auf dem Stadtgründungsfest waren eingeladen, ihre Erinnerungen an Stellwänden zu hinterlassen und parallel ihre Wünsche für die „Stadt der Zukunft“ der nächsten 50 Jahre zu formulieren. Der Münchner „Graffiti-Pionier“ Loomit hatte einen Bauwagen bemalt. Weiterlesen


Mrs.Hyde

Bei Ladenöffnung um 08:30 noch schnell die neu besohlten Schuhe abholen, und es geht nach zwei langen Jahren endlich wieder los. Endlich. Endlich wieder WGT, endlich wieder Leipzig, endlich wieder normale Leute. Die letzten schrägen Wellness-Touristen müssen wir vorm Hotel zwar noch verscheuchen, bevor wir unser Zimmer beziehen können. Aber danach geht es mit dem Umweg zweier Second-Hand-Shops (Ausbeute null) zur Agra, um die Bändchen abzuholen. Wir haben Glück und treffen Freunde, sodass wir uns nicht am Ende der Schlange einreihen müssen. Aber heute macht ein bisschen Schlange stehen Spaß, denn so viele Gothics auf einem Haufen werden wohl die Allermeisten lange nicht gesehen haben. Nun geht es in die Innenstadt, die aber leider recht unschwarz ist. Dass der Humana wegen Umbau geschlossen ist, sorgt für die nächste Enttäuschung, und den Outlet-Store von EMP gibt es ebenfalls nicht mehr. Der Abend klingt auf dem Balkon der Ferienwohnung von Freunden aus. Weiterlesen

Aufregende Spiele

Ich sag’s mal provokant: Was war denn München vor 1972? War das schon die „Weltstadt mit Herz“? Die Olympischen Spiele haben unsere Stadt eigentlich erst zur Weltstadt gemacht. Ein U-Bahnnetz wurde angelegt und der Olympiapark mit seiner prägnanten Silhouette, dem Stadion und dem Turm. Im ganz neu erbauten Olympischen Dorf wohnten zuerst die Sportler, dann konnten ganz normale Leute einziehen. Anfangs war niemand so recht begeistert, später wurde die Architektur ikonisch, und heute mag keiner mehr ausziehen. Weiterlesen

Räumliches Zittern

 

Das international bekannte Avantgarde-Elektroduo Mouse On Mars bespielt in München den Kunstbau von April bis September mit einer Sound-Installation. Hierzu ist der Kunstbau in ein riesiges Raumklanginstrument verwandelt worden. Wer die Rampe zum Kunstbau runtergeht, sieht zuerst einmal: gar nichts. Nicht einmal, ob da noch eine kleine Stufe in den großen Raum geht oder nicht. Alles ist dunkel, nichts an den Wänden, Lautsprecher sind aufgestellt, Scheinwerfer, einzelne Boxen und kleine Sitzhocker.
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Nebel macht Unsichtbares sichtbar

So etwas habe ich bislang im Haus der Kunst auch noch nicht gesehen. In diesem monumentalen Gebäude an der Prinzregentenstraße gab es bislang oft interessante Ausstellungen, gerne mehr Installationen als Bilder, doch diesmal wähne ich mich wie in einer Wellnesslandschaft! Ein großer, heller Raum, oben eine lichte Glasdecke, vor mir stilles, blau glitzerndes Wasser, außen herum und in der Mitte ein Holzsteg, den man betreten darf. An den Wänden außen herum stehen und sitzen einige Besucher, in der Mitte ein paar Wagemutige. Weiterlesen

Make Art not War

 

Die Welt schaut auf die Ukraine. Menschen protestieren gegen den Krieg. Politiker *innen gehen mit Sanktionen gegen Russland vor. Musiker*innen geben Benefizkonzerte, Theater spenden ihre Eintrittsgelder an die Flüchtlinge, und Streetart-Künstler verwandeln graue Wände in blau-gelbe Solidaritätsbekundungen.

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