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Unterwegs: Münchner G’schichten: Die weiße Rose

Wahrlich coole Geschwister

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Der Sommer geht dem Ende zu, die Schule hat wieder angefangen, bald beginnt das neue Semester an der Uni. Dort, am Geschwister-Scholl-Platz, wird traditionell gefeiert, Sand aufgeschüttet, um Strand zu simulieren, oder einfach nachts mit dem Wasser vom herrlich beleuchteten Brunnen sein erhitztes Gesicht abgekühlt.

Ob jeder weiß – vor allem die Neulinge an der LMU – was es mit diesem Platz und Gebäude auf sich hat?

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Unterwegs: König Ludwig II. im Nymphenburger Schlosspark

Ein Märchenkönig-Meer

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c) juk, Hallo München

In einer Zeit, in der viele politikverdrossen sind und sich gar wünschen, Bayern wäre eine Monarchie und König Ludwig – der Märchenkönig – würde noch regieren, hat sich das Bayerische Kunstministerium etwas Schönes ausgedacht. Zum 173. Geburtstag König Ludwigs Ende August hat der Künstler Ottmar Hörl 100 Ludwig Büsten in Nymphenburg aufgestellt.
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Unterwegs: Einmal ein etwas anderer Street-Art-Tipp: München-Obersendling

Siemens City goes Crazy Town!

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Münchens Street-Art-Szene ist groß, sie hat Tradition, und sie hat einige sehr bekannte Künstler und Ecken. In ganz München kann man immer wieder einen Loomit, einen blauen Vogel der ADK Crew, ein schrilles Girlie von Beastiestylez sehen. Wir haben noch die Viehhofmauer (unsere Hall of Fame), die Donnersberger Brücke, die Unterführung am Friedensengel, das Werksviertel, die Brudermühlbrücke – lauter coole Locations!

In letzter Zeit hat sich aber ein Viertel gemausert, das eigentlich völlig unspektakulär daherkommt und fast nirgendwo groß erwähnt wird: Obersendling und sein gemischtes Gewerbegebiet. Die Straßen um die Boschetsrieder- und Aidenbachstraße sowie die Ecken um die U-Bahnhaltestellen Aidenbach- und Machtlfingerstraße bieten auf den ersten Blick nicht viel Schönes. In Seitenstraßen aber gibt es dann doch hübsche kleine Häuserzeilen und das ein oder andere Café oder Biergärtchen. Und es gibt ganz plötzlich auffallend viele Graffitis. Lasst mich diese euch vorstellen:

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Unterwegs: München-Tipps für den Sommer

Warum denn in die Ferne schweifen?

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So, wir haben also heuer wieder einen „Jahrhundertsommer“! Temperaturen wochenlang über 30 Grad und solche Dinge. Was liegt näher, als sich am lauschigen See abzukühlen? Bloß – was für ein lauschiger See? Ich habe da eine Stelle am Starnberger See, die ich liebe. Doch all den Unkenrufen zum Trotz, dass München im August leer sei, habe ich oftmals keinen Parkplatz an meiner Lieblingsstelle gefunden. Im Westpark gibt es den entzückenden Mollsee mit dem noch süßeren „Gans am Wasser“. Voll! Außerdem wird gegrillt, was das Zeug hält, dass man beim Heimradeln kaum den Weg findet vor Rauch. Also an die Isar! Ich wohne ja an der Brudermühlstraße, dem Hotspot der Isar-Suchenden. Ich war dieses Jahr oft an der Isar. Mal hatte ich mit Steinen im Rücken zu kämpfen, mal mit Kronkorken und Zigarettenkippen, mit zu lauter Musik, mal mit zu viel und mal mit zu wenig Schatten. Dann hatte ich plötzlich, obwohl der Platz vorher so lauschig war, ein Rudel Grillender in Nasenweite.
Ach, was soll ich sagen, ich suchte nach einer Alternative.

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Unterwegs: Street Art in Obersendling – Flying Förtress in der Gmunder Straße, München

Street Art Überraschung auf meinem Arbeitsweg!

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Ich hatte vor wenigen Tagen 20-jähriges Firmenjubiläum. Wisst ihr eigentlich, was das bedeutet? Ich fahre Jahr und Tag in Sendling von der Brudermühlstraße zur Aidenbachstraße. Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, ich brauche mit U-Bahn oder Auto bei normalen Bedingungen 15 Minuten (und habe dabei großes Glück, ich weiß!). Da passiert nicht viel außer ein paar Links- und Rechts-Überholern auf der Straße oder vorfreudigen Cappuchino-Müttern mit ihren Kinderwägen auf dem Weg zum Tierpark, falls ich mal die U-Bahn benutze.
Wie schön, wenn zwischendurch einmal optisch etwas geschieht! Plötzlich war eines Tages im Juli ein wundersames, schönes Graffiti an der Gmunderstraße zu sehen, gleich angrenzend an den U-Bahnhof Aidenbachstraße.

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Unterwegs: Münchner Gschichten: Das Uhrmacherhäusl in Giesing

Und plötzlich war es weg!

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Münchens Stadtteil Giesing, genauer Obergiesing, ist ein pulsierendes Verkehrsgewühl: mit einer U-Bahn (Silberhornstraße) direkt im Zentrum, durchfahren von Autos, Bussen, Trambahnen. Die Tegernseer Landstraße, liebevoll TeLa genannt, durchzieht das Viertel. Den ganzen Verlauf nach ist sie gesäumt von Läden, Geschäften und Kneipen. Am Anfang – oder Ende, je nach Betrachtungsweise – steht das 60er Stadion, das auch regelmäßig Besucherströme über Giesing ergießt. Links und rechts der Tegernseer Landstraße aber herrscht teilweise Idylle. Da sind zum Beispiel die Untere und die Obere Grasstraße. Das ist ein Wohngebiet aus Kleinhäusern, die zwischen 1830 und 1860 erbaut wurden und unter Denkmalschutz stehen. In der Oberen Grasstraße 1 stand beispielsweise ein ehemaliges Handwerkerhaus, das nach der Kriegszerstörung 1944 wieder aufgebaut wurde. War es eine schmucke Schönheit? Eher nein. Aber diese niedlichen, geduckten Häuser in diesem Viertel machen dessen urigen Charakter aus. Ein Mikrokosmos im Makrokosmos eben.

Aber am 1. September 2017 wurde das Haus Nr. 1, genannt das Uhrmacherhäusl, illegal abgerissen.

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Unterwegs: Münchner Gschichten: Skurrile Klohäuschen

Wenn Bedürfnisanstalten plötzlich ganz andere Bedürfnisse befriedigen

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„W und C – diese beiden Buchstaben sind in Bayern omnipräsent. Ob am Bahnhof, in Lokalen oder an der Tankstelle. Als ich „WC“ zum ersten Mal an einer Tür gelesen habe, dachte ich an das Wort Welcome. Es dauerte aber nicht lange, ehe ich begriff, wofür „WC“ eigentlich steht.“ Diese Zeilen schrieb Olaleye Akintola in einer Kolumne* in der SZ. Bis zu seiner Flucht 2014 schrieb er in Nigeria für eine überregionale Tageszeitung. Akintola kennt also den Unterschied von nigerianischen und deutschen Toiletten. So richtig einladend sind aber auch deutsche öffentliche Toiletten nicht. Es sei denn, diese:

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Unterwegs: Mohnblumen-Paten gesucht (Königsplatz, München)

Never Again – die Rememberance Poppies

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100 Jahre ist es nun bald her, dass der Erste Weltkrieg zu Ende ist, am 11. November 1918 war das. Der Aktionskünstler Walter Kuhn will mit einem Kunstprojekt daran erinnern: Auf dem Königsplatz zwischen Glyptothek und Antikensammlung sollen im November 4000 riesige, rote, kunstseidene Mohnblumen aufgestellt werden.

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Unterwegs: Münchner Gschichten: Der kotzende Mann – Minna Thiel ist zurück (Bernd-Eichinger-Platz)

Wer ist denn eigentlich dieser „kotzende“ Mann?

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Geht man als Tourist oder auch als kunstbeflissener Münchner zielstrebig auf’s Kunstareal zu, zu dem die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Türkentor, das Museum Brandhorst und die Glyptothek gehört, kommt man, je nachdem wie man läuft, irgendwann auch zu diesem Mann, der aussieht, als müsste er sich gekrümmt übergeben. Es ist eine Monumentalskulptur namens „Present Continuous“ (übersetzt: Gebückter Mann, der nach unten schaut) des niederländischen Bildhauers Henk Visch, die im Mai 2011 zwischen dem Eingang des neuen Gebäudes der Hochschule für Fernsehen und Film und dem Eingang des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst aufgestellt wurde.

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Unterwegs: Münchner G’schichten

Finde dein Isarherz

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Mei, so schee is an der Isar im Sommer! Nicht. Denn es wird nicht nur gesonnt, geschaut, gefläzt, geschmust; es wird gegrillt, geraucht, Lärm gemacht – und Müll zurückgelassen. Da kommt folgende Aktion gerade recht:

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