Die goldene Stadt

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres geht es für mich nach Prag. Aber ob man im Winter mit dem Schatz oder im Frühling mit den Schwestern fährt: Das macht einen großen Unterschied! Der Flixbus hält am Hauptbahnhof. Das ist mal ein Bahnhof! Er wurde im Jahr 1871 gebaut. Das bis heute genutzte Aufnahmegebäude ist im Jugendstil gebaut.

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Super in der „Ami-Siedlung“!

Es gibt in Ramersdorf eine rund 9,4 Hektar große Siedlung, Ramersdorf-Süd, genau zwischen Rosenheimer Straße, Wilramstraße und Claudius-Keller-Straße gelegen. Sie wurde in den Nachkriegsjahren 1949 bis 1965 für die Familien der amerikanischen Besatzer von der Wohnungsbaugenossenschaft Gewofag erbaut, weswegen viele heute noch „Ami-Siedlung“ dazu sagen. Nun müssten die über 900 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von rund 77.000 Quadratmetern energetisch saniert werden. Das Ziel sei, ein lebenswertes Klimaquartier zu gestalten, klimaneutral, klimaresilient, bezahlbar. Bei einer Wärmedämmung muss allerdings an der Außenfassade gearbeitet werden. Und nun kommt das schöne Wort aus der Überschrift ins Spiel. Weiterlesen

Schon gesehen?

Letzte Woche, Montagmorgen am Odeonsplatz in München, am rechten kleineren Eingang zum Hofgarten, was steht denn da? Eine blaue Stele mit Erläuterungen zu einem antiken Grabrelief. Interessant! Und diese soll nicht die einzige Informationsstele sein, über die Münchener Altstadt verteilte das Projekt Archäologie München vom 16. Mai bis 31. Oktober 2024 dreizehn dieser ins Auge fallenden Hinweise.

Laut der Archäologische Staatssammlung in München fanden über 250 archäologische Ausgrabungen alleine in der Münchner Altstadt bislang statt. Angeregt durch die zahlreichen Funde aus den großen Ausgrabungen am Marienhof in den Jahren 2011/2012 schlossen sich staatliche und städtische Stellen zur Arbeitsgemeinschaft „Archäologie München“ zusammen. Sie verwalten, konservieren, erschließen und bearbeiten die Funde wissenschaftlich. Weitere Informationen gibt es unter dem Link. Weiterlesen

Ein ganz anderer Baustil in München

In München finden sich viele architektonische Schönheiten. Der Brutalismus ist ein Gegenbild zu verschnörkelt und bildschön, diese Architektur ist eher ungleichmäßig, mit viel Beton, aber eben auch sehenswert. Dieser Baustil kommt aus der Moderne, der ab 1950 eingesetzt wurde, die Schönheiten muss man sich erschließen, sie bieten aber auch Überraschungen.
Der Begriff Brutalismus leitet sich vom französischen „béton brut“ ab, was so viel heißt wie roher Beton und einfach nur das Hauptbaumaterial der Gebäude beschreibt. Heute werden die Bauwerke zum Teil unter Denkmalschutz gestellt, nachdem in den 1990ern etliche abgerissen wurden. Weiterlesen

Der goldene Faden

Wer beim Spazieren durch Erdings Straßen in der Altstadt ein bisschen aufmerksam ist, auch mal auf den Boden schaut, statt auf Häusergiebel oder in Schaufenster, dem sind sicher die bronzenen Platten aufgefallen, die in mehr oder minder regelmäßigen Abständen im Gehweg eingelassen sind. Was sind das für Platten? Es sind 41 Bronzeplatten, auf denen man in stilisierter Form die historische Altstadt erkennt. Sie stammen von dem Erdinger Künstler Harry S. Die Häuser sind kreisförmig angeordnet, der Stadtturm ragt heraus und ist damit der Wegweiser für einen Rundgang der besonderen Art: für den kulturhistorischen Spaziergang „Der goldene Faden“. Weiterlesen

Totentanz und Agnes Bernauer

20230707_Friedhof_St_Peter_00_EingangEin heißer Tag im Sommer 2023 in Straubing. Mein Ziel ist der historische Petersfriedhof. Aber erst einmal geht es zu Fuß vorbei am Straubinger Stadtturm, durch die Einkaufsmeile in der Altstadt, weiter durch verschiedene Gassen, vorbei an der Krönungskapelle, und dann stehe ich endlich vor dem Eingangsportal mit der mittig gesetzten Figur des Petrus, links und rechts erstreckt sich die friedhofstypische Mauer. Dahinter erkennt man ein bewaldetes Gelände und den Turm der Kirche St. Peter. Mein nächster To-See-Punkt kann nun begangen und abgehakt werden. Weiterlesen

Der Grantler in Lederhose

Im Jahr des 130. Geburtstages Oskar Maria Grafs widmet die Stadt Starnberg dem bekanntesten Dichter der Region eine Ausstellung. Diese befindet sich im Untergeschoss des Museums Starnberger See und ist in mehrere Kapitel gegliedert. Oskar Maria Graf stammt aus einer Bäckersfamilie aus Berg, sie wohnten direkt am Starnberger See. Er war das neunte von elf Kindern. Es war kein reines Paradies, in dem Graf lebte.

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Jugendstil-Schönheiten in München

Jugendstil_Römerstr_bDer Jugendstil hat auch in München zwischen 1895 und ca. 1910 Einzug gehalten und den Historismus abgelöst. Die geschwungenen Linien und Ornamente sind nicht nur an Gebäuden zu sehen, sondern finden auch Ausdruck in Schriften und bei Möbeln, Tapeten sowie Geschirr. Im Oktober 2023 fand eine Führung zum noch erhaltenen architektonischen Jugendstil in München-Schwabing statt. Es ist schon immer wieder verwunderlich, was man als Einheimische noch nicht entdeckt hat, man muss aber auch öfters mal den Blick nach oben schweifen lassen. Weiterlesen

Das Tagebuch einer Stadt – it’s so Munich!

Jetzt ist es offiziell, unser Kunstminister Markus Blume hat es öffentlich gemacht: „Street Art ist eine eindrucksvolle Kunstform, die als lebendiges Tagebuch das Stadtbild prägt und Plätze in ganz München in eine offene Kunstgalerie verwandelt. Hier zeigt sich der Spirit unserer vielfältigen Freien Kunstszene, die die kulturelle Seele Münchens und ganz Bayerns mit Leben erfüllt.“ Das können Tobias Sehr von der Munich Art Gallery und Martin Arz (Künstler, Autor und Verleger, ach, Street-Art-Tausendsassa) natürlich nur bejahen, und deswegen haben sie eine öffentliche Ausstellung der Geschichte der Street Art in München in der Münchner Innenstadt hinter dem Rathaus organisiert.

40 laufende Meter Münchner Kunst auf acht großen Transparenten, aufgespannt in der und für die Öffentlichkeit, frei zugänglich für alle.

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Die fabelhafte Welt der Isarnixe und das Tandem

 

Die Unterführung der Ludwigsbrücke am Müllerschen Volksbad ist eine irrsinnig viel begangene und vor allem von Radfahrenden benutzte Unterführung in München. Nun wurde dieser Tunnel am Müllerschen Volksbad für Radfahrende und Fußgänger*innen im Herbst von drei Graffiti-Künstler*innen neugestaltet. Die Künstler und Künstlerin waren Flin, ein gebürtiger Münchner und mittlerweile Wahlberliner, Graffiti-Legende Loomit und Grafikerin und Tattoo-Künstlerin Miriam Frank. Weiterlesen