Emotionen! Musik! Tanzen! Solar Fake!

Solar-Fake-Enjoy-Dystopia-CoverSolar Fake machen uns ja schon immer Freude, aber gerade in diesem letzten Jahr, seitdem das Unaussprechliche wütet und unser aller Leben auf den Kopf stellt, hat die Band mit ihrem höchst vergnüglichen Podcast, der Live-DVD und vor allem den ausgewählten Konzerten im Sommer (DANKE für München, wir haben alle so lange davon gezehrt!) viel dafür getan, dass wir diese elende Zeit irgendwie mental überstehen. Seit Mitte Februar gibt es nun den nächsten Anlass zur Freude und zur Ablenkung, nämlich das neue Album Enjoy Dystopia. Das hat gleich phänomenal eingeschlagen: Platz 4 in den Deutschen Albumcharts, Platz 2 in den Deutschen Alternative Charts, Platz 1 in den German Electronic Web Charts, und das gleich für mehrere Wochen. Respekt! So viele Fans können nicht irren, oder? Weiterlesen

Doomiger Stonerrock

Occult Hand Order haben sich für ihre Debüt-EP von Mars Red Sky, Monolord, Electric Wizard und (hört, hört!) Black Sabbath beeinflussen lassen. Das Trio präsentiert mit The chained, the burned, the wounded doomigen Stonerrock, der NWOBHM Einflüsse zeigt. Weiterlesen

Deuteriumoxid (Schweres Wasser)

Manche Musik trägt so viel mit sich, dass man nach einigen Songs erst mal tief durchatmen muss. Bei Amanda Palmer geht mir das so, bei Kristin Hershs Veröffentlichungen mit 50 Foot Wave, und zunehmend auch bei Marie Landos Electro-Industrial-Projekt grabyourface. Gab es auf dem 2018 erschienenen Longplayer Keep me closer neben dem Tiefdunkel der Texte noch musikalische Kontra-/Lichtpunkte und Verschnaufpausen, eine (genretypische) Schönheit des Düsteren, fiel das folgende Summer on Saturn (2019) wesentlich kürzer aus und gleichzeitig noch viel dunkler, schwerer, im besten Sinne roher – drei Songs, die den Status einer eigenständigen Veröffentlichung völlig ausfüllen. Auch das 2020 entstandene Sea ist mit sechs Songs eher kurz, und das ist gut so. Hochkonzentriertes verdient auch vollste Konzentration beim Hören, wie sie über Albumlänge nur schwer zu halten ist. Und diese EP verdient die Aufmerksamkeit nicht nur, sie nimmt sie sich, sie packt einen, so ungefähr um den Magen herum, und zieht einen mit, halb hinhören ist hier eh nicht, also besser gleich gründlich zugehört. Weiterlesen

Nachhall eines Konzerts

Das Quartett Solbrud frönt dem Black Metal, stammt aus Dänemark und hat sich 2009 gegründet. Sänger Ole Luk spielt ebenso Gitarre wie Adrian Utzon Dietz, Tobias Hjorth bedient den Bass und Troels Hjorth knüppelt in die Felle. Trotz bisher veröffentlichter drei Alben gelten sie vor allem außerhalb des skandinavischen Raums noch immer als Geheimtipp. Dies könnte sich mit dem hier vorliegenden Release ändern. Denn obwohl sich Black Metal nicht gerade auf meiner Favoritenliste wiederfindet, hat mich der folgende Auszug aus dem Pressetext zur Veröffentlichung getriggert:

Solbrud are also known for performing at unique locations, with special care for lights and props, which now results in ‚Levende I Brønshøj Vandtårn‚, a carefully curated live double-album and video. All tracks were recorded inside Brønshøj Water Tower in Copenhagen at two totally sold-out nights. The tower is known for its brutalist architecture and unique acoustics – 15 seconds of natural reverb, which creates a fitting atmospheric backdrop for the monumental sound of the band. On top of that, the tower was freezing cold, amplifying the nature of the music.“ Weiterlesen

Licht und Dunkelheit

Lighthouse-CoverLighthouse – Leuchtturm. Ein Lichtstrahl in der Dunkelheit, der einem den Weg weist. Ein markanter Punkt an der Küste, ein Sehnsuchtsort für viele, ein Anker für die Verlorenen. Auch das Cover ist sehr hell und und voller (Mond-)Licht gehalten. Was erwartet einen bei diesem Bandnamen? Ganz klar – mal harsch knüppelnder, mal atmosphärischer Black Metal von (erst drei, mittlerweile) vier Musikern aus Bayern, die seit 2018 zusammenarbeiten und sich laut Presseinfo in ihrer Herangehensweise an ihr Schaffen von keinerlei Genregrenzen beschränken lassen wollen. Die Herren haben einiges an Erfahrung vorzuweisen, sei es bei den wunderbaren Abandoned Dreams oder TAV, die ihren Erstling Mitte 2020 bei Ván Records veröffentlicht haben. Seit November 2020 gibt es jetzt auch die erste EP von Lighthouse, die – so treffend wie logisch – A debut heißt. Weiterlesen

Brachial durchdacht

Aus dem wunderschönen Wien kommt nicht nur gutes Gebäck und der zugegebenermaßen liebevolle Akzent (Schmäh), sondern auch eine der besten, wenn nicht die beste Post-Black-Metal-Band Harakiri for the Sky. Seit dem Gründungsjahr 2011 beglücken sie die Hörerschaft im zweijährigen Rhythmus mit Meisterwerken ihres Fachs. Dabei ist jedes Album homogen und in seiner Grundstimmung konstant lebensverneinend, jedoch immer gespickt mit neuen Nuancen. Das 2016 veröffentlichte Album III: Trauma ist eines meiner All Time Favourits und hatte damals die Hürde ziemlich weit nach oben geschraubt. Voller Erwartung erschien am 19. Februar das bereits fünfte Album Mӕre über das absolut hervorragende Label AOP Records. Wurde meine hohe Erwartung erfüllt? Weiterlesen

Per Anhalter durchs Folk-Universum

Es ist wieder Zeit für neuen Folk – und zwar von den Bayern Tir nan og. Ende 2020  haben sie mit Hilfe von Crowdfounding ihr aktuelles Album Sing, ye bastards! in die Startlöcher gebracht und wir haben uns den Silberling mal angehört.

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Alles hinter sich lassen und genießen

Mittelalterbands gehören nicht zu meinen Favoriten, aber Blackmore’s Night begleiten mich mit ihrer Musik immer wieder seit über zwei Jahrzehnten. Mit ihrem neuen Album Nature’s light (Vö. 12.03.2021) setzen sie neue Akzente und haben immer noch diesen großen Wiedererkennungswert aufgrund von Candice Nights Stimme und dem Ex-DeepPurple-Gitarristen Ritchie Blackmore. Weiterlesen

Wer ein echter Narr sein will, der muss in die Welt hinaus!

Der Schandmaul-Hardcore-Fan weiß Bescheid und kann müde lächelnd aufhören zu lesen. Der Rest unter euch höre sich an, was ich herausgefunden habe! Schandmaul, die es schon seit 1998 gibt – ihr erstes Konzert fand in der Gröbenzeller Kneipe „Die Hexe“ statt – haben sich seit dem Jahr 2013 verstärkt dem Produzieren von Kinderliedern im Schandmaul-Stil gewidmet.

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Immer weiter

Ende Januar haben Funker Vogt ihre neue CD Element 115 herausgebracht. Das große Thema ist die Theorie der Prä-Astronautik, die kurz gesagt beinhaltet, dass die Götter der Menschen außerirdische Besucher waren und bereits seit Jahrtausenden die Erde besuchen. Mit dem Element 115 wird laut Bob Lazar, einem ehemaligen Wissenschaftler der Area 51, ein Gravitationsantriebssystem mit Antimateriereaktor als Energiequelle angetrieben. Ein weites Spektrum, dem die Funker 19 Tracks in ihrer eigenen Weise gewidmet haben. Weiterlesen