Gefühlvolle Interpretationen

Dave Gahan hat zusammen mit seinem langjährigen musikalischen Partner Rich Machin (Soulsavers) am 12. November 2021 ein neues Album veröffentlicht. Unter dem Titel Imposter nimmt Gahan uns auf eine ganz persönliche Reise mit. Die zwölf ausgewählten und neu interpretierten Songs umfassen verschiedene Genres und Zeitabschnitte, darunter zum Beispiel Stücke von Neil Young, Bob Dylan, PJ Harvey, Charlie Chaplin, Cat Power und Mark Lanegan. Weiterlesen

Prayer at the ruins

WSOBM_CoverDie Band White Snake of a Blackened Maze besteht aus den uralten Geschöpfen Wirogl und Wesdor, die den Menschen in Menschengestalt erscheinen. Eine Ewigkeit lang beobachten sie schon die Menschheit und haben viele Kriege und Königreiche kommen und untergehen sehen. Der Stamm der weißen Schlangen, dem Wirogl und Wesdor angehören, verbirgt sich im schwarzen Labyrinth der Weisheit. Ihr Debüt By the rivers of heresy ist ein Konzeptalbum, das sie den zahllosen Opfern der Religionskriege und der Unterwerfung für die Gottheit Amon widmen. Reichlich Mystik also, doch davon sollte man sich nicht verwirren lassen. Weiterlesen

Yeah yeah yeah

Emigrate – aus dem einmaligen Projekt ist mehr als das geworden. Viel mehr. Die drei Alben Emigrate (2007), Silent so long (2014) und A million degrees (2018) beweisen, dass hinter Emigrate mit Richard Zven Kruspe ein überaus kreativer Kopf steht, der neben Rammstein die Freiheit braucht, sich musikalisch anderweitig verwirklichen zu können. Bei Emigrate gibt es keine Grenzen, keine Barrieren, keine Schranken. Alles ist möglich, Sounds sind nicht limitiert – das zeigt besonders The persistence of memory, das neue Studio-Album, das am 12. November erschienen ist. Weiterlesen

„Billy Idol and Glenn Danzig meet The Sisters Of Mercy in a barfight.“

TheNecromancersUnion_CoverZitat Presseinfo, Klappe zu, kaufen. Hier könnte die Rezension eigentlich schon enden. Aber das wäre ja auch irgendwie blöd, also halte ich mich an den üblichen Ablauf.
The Necromancer’s Union ist das neue Projekt von Daniel Belasco aus dem kanadischen Niagara On The Lake, Ontario, mit dem er seine Leidenschaft für Horrorfilme und Gothic Rock der Achtziger Jahre auslebt. Mit seinem Hauptprojekt Glass Apple Banzai widmet er sich ebenfalls stark Achtziger-lastigem Synthwave und Synthiepop. Petrichor wurde auf seine zwei 2019 digital veröffentlichten EPs aufmerksam, die für das nun erschienene Debütalbum Flesh of the dead von Daniel noch einmal neu eingespielt und mit einem neuen Track ergänzt wurden. Also rein in die Kneipe, in der der das Fleisch von Toten serviert wird. Weiterlesen

Eine Gothic-Achterbahn

MD134-LP_1919_VinylBei 1919 muß ich etwas weiter ausholen, denn die Band wird schon 1980 von Gitarrist Mark Tighe und Sänger Ian Tilleard im englischen Bradford gegründet. Schließlich stoßen Bassist Nick Hiles und Drummer Mick Reed noch dazu. Nach einer ersten Single 1982 wird die Band auch von John Peel eingeladen, doch die Band trennt sich 1983 nach Erscheinen des Debütalbums Machine. The Hives und Another Cinema sind die neu gründeten Splittergruppen der Mitglieder. Doch in der Gothic- und Batcave-Untergrund-Szene lebt die Musik von 1919 weiter.
Beim Gothic-Pogo-Festival in Leipzig feiert die Band 2015 ihr Live-Comeback mit dem neuem Sänger Rio Goldhammer. Ich war dabei, war aber wohl nicht richtig in Stimmung dafür und fand das Konzert irgendwie anstrengend, weshalb ich im Anschluss die neuen Alben Bloodline (2016) und Futurecide (2019) nicht verfolgt habe. Zwischenzeitlich sind nacheinander leider Mark Tighe, der ehemalige Bassist Steve Madden und auch der neue Bassist Karl Donner verstorben, doch Gründer Tighe wünschte sich, dass die Band bestehen bleibt. Den Posten übernimmt fortan Simon Archer, der auch bei The Fall, PJ Harvey und Red Lorry Yellow Lorry gespielt hat. Mick Reed hält den Drums nach wie vor die Treue, und Gitarrist Sam Evans ist das vierte aktuelle Mitglied. Mit Citizens of nowhere haben 1919 schließlich bereits im Juni das neue Album bei Manic Depression Records veröffentlicht. Weiterlesen

Immer besser

Die Entstehungsgeschichte von Grenzenlos Genrelos reicht von 2019 bis Anfang 2021, seit September gibt es das zweite Album von Nichts für Ungut zu kaufen. Die „fünf Teelichter im Wind“ (OT aus dem Opener) setzen ihren mit Vollgas voraus (2018) begonnen Weg fort und hauen uns den für sie typischen Punkrock mit kleinen Ausflügen in diverse andere Genres um die Ohren, was absolut positiv anzuhören ist. Weiterlesen

„Time can make you suffer…“

Neues von Ultra Sunn, die mich schon mit ihrem Anfang des Jahres veröffentlichten DebütThe night is mine begeistert haben. Die Band wurde 2019 von Gaelle Souflet und Sam Huge in Brüssel gegründet. Seitdem verwebt das belgische Duo mit seiner Musik schweißtreibende Electro-Darkwave-Klänge und EBM-Rhythmen mit Sam Huges dunkler, samtiger Stimme. Die Melodien der sechs neuen Tracks auf Body Electric tauchen tief in die 80er Jahre ein und haben einen düsteren und sehr tanzbaren Sound – mit einem modernen Puls!

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Still a shiny goddess

Habt ihr auch noch die zierliche junge Frau mit den roten Haaren vor eurem geistigen Auge, die „I’m only happy when it rains!“ singt? Doch ich will ehrlich sein: Danach hatte ich Garbage nicht mehr auf dem Radar. Doch nun wurde mir ihr neuestes Album zur Rezension angeboten, und ich befasste mich nach 25 Jahren wieder einmal mit der Band. Weiterlesen

Melancholie und Futurepop

Auf der Fahrt durch das dunkelnde München habe ich mir die neue Schwarzschild CD Metrik angehört. Das Repertoire der Band hat sich damit erweitert, sie dringen weiter in musikalische Sphären vor, bleiben aber im Futurepop-Kosmos. Mit Gitarrist Marco Serci hat das Duo Dino Serci und Peter Daams eine passende Ergänzung gefunden. Weiterlesen

The Boys are back

Duran_Duran_FUTURE_PAST_albumcover_artwork_1000pxDURAN DURAN, muss man diese 1978 gegründete Band noch irgendwem groß vorstellen? Wenn, dann hat diese Person die Achtziger verpennt oder war noch nicht geboren. Sänger Simon Le Bon, Bassist John Taylor, der nicht verwandte Schlagzeuger Roger Taylor und nicht zuletzt Nick Rhodes am Keyboard waren die Vorreiter der New-Romantic-Bewegung und lieferten mit New-Wave-Megahits wie „The Wild Boys“, „Hungry like the wolf“ oder „Rio“ einen elementaren Bestandteil zum Soundtrack der Achtziger. Und im Gegensatz zu manch anderen Vertretern sahen sie dabei nicht nur umwerfend gut aus, sondern waren auch im gleichen Maße musikalisch.
Vierzig Jahre nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum 1981 ist kürzlich mit FUTURE PAST das 15. Studioalbum der Ausnahmeband erschienen, mit dem sie auch das 40-jährige Jubiläum der Bandkonstallation feiern. Weiterlesen