Pure Vorfreude

Was für ein bescheuertes Jahr! In Extremo konnten schon nicht rechtzeitig zum 25-jährigen (April 2020) ihr neues Album veröffentlichen. Kompass zur Sonne ((KLICK)) kam erst im Mai 2020 heraus. Dann freute man sich auf eine Konzerttournee, doch die fiel auch Corona-bedingt ins Wasser. Da hatten die Sieben plötzlich viel Zeit! Sie brauten also zwischenzeitlich an einem Zaubertrank, will sagen, an einer „Extended 2CD Edition“ ihres Erfolgsalbums Kompass zur Sonne. Dieses war ja ein Wahnsinnserfolg, enterte bei seiner Erstveröffentlichung im Mai auf Anhieb Platz 1 der deutschen Album-Charts. Weshalb nochmal ein Kompass zur Sonne? Weiterlesen

Kommt mit nach Santa Monica!

Ein Herzensprojekt hat sich für Zoli Teglas (Ex-Ignite) erfüllt: eine eigene Band, Oceans Hills, und ein dazugehöriges Debütalbum, Santa Monica (Vö. 27.11.2020). Er lässt hier seine mehr als dreißigjährige Erfahrung im Musikbusiness einfließen und hat mit Peter Lukacs (Lead Guitar), Daniel Szebenyi (Keyboards, Bass) und Reinder Oldenburger (Rhythm Guitar) eine sehr gute Band-Ergänzung gefunden. Weiterlesen

Balladensammlung Marke Mono Inc.

Mit Melodies in Black nehmen Mono Inc. ihre Fans mit auf eine musikalische Zeitreise durch ihre komplette balladeske Diskografie. Insgesamt 34 Titel haben es auf diese zwei CDs geschafft, darunter auch ein neuer Song. Weiterlesen

Es sprechen die dunklen Seiten der Achtziger

Fall-ShockFall Shock ist eine italienische Band, die 2018 von Francesco Kay, einem Ghost Producer, Sänger und Schlagzeuger in Personalunion, gegründet wurde. Kurz darauf trifft er den Death Metal Gitarristen Markus O., gemeinsam haben sie den Sound vom Debütalbum Interior entwickelt, das unlängst bei Manic Depression Records erschienen ist. Der Tod mag vielleicht vorhanden sein, doch Metal sucht man dabei vergeblich. Stattdessen wagen sie den Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Darkwave und Synthiepop. Weiterlesen

Dark as a crypt

Die persönlichen Informationen zu dem Hamburger Dark sind nur spärlich vorhanden, eigentlich gar nicht. Ein bisschen geheimnisvoll ist das schon, aber er lässt scheinbar lieber seine Musik für sich sprechen. Geschrieben hat er die Songs in Eigenregie während des Lockdown Sommers, und über die sozialen Medien wurde schließlich das DIY-Label Young & Cold Records auf ihn aufmerksam. Veröffentlicht wird das Minialbum konsequent retro und oldschool auf Tape. Das Cover ziert dabei übrigens das kanadische Gothic Model Madame Absinth, die auch im Video die Hauptrolle inne hat. Weiterlesen

Wie eine Abrißbirne

Paranoid-OutRaisingHell_ALBUM-front_klein偏執症者 (Paranoid) aus dem schwedischen Frösön begeisterten mich bereits mit ihrem letzten Album Heavy mental Fuck-Up! (Link zur Rezension). Nur zu gern mache ich mich nun über ihr neuestes Werk, Out raising hell, her. Das Trio ist unverändert geblieben, dabei sind also Henrik Låsgård mit Gitarre und Gesang, Joakim Staaf-Sylsjö mit Bass und Gesang und Schlagzeuger Emil Bergslid, die vorher schon bei Bands wie Mob 47, Brottskod 11 und Warvictims gespielt haben. Der japanische Einfluss ist sofort auf dem Cover erkennbar: ein dämonischer Samurai-Krieger, der ein Nieten-Outfit wie von JudasPriest-Sänger Rob Halford trägt. Metal, Japan und Crust Punk – die dritte, bitte. Weiterlesen

No Place for Hope

Schweden ist bekanntlich ein führendes Land auf der Metal-Landkarte. Dieses Land kann aber auch anders! Schweden besitzt eine weit zurückgehende Doom bzw. Melancholic Metal Historie. Man denke an Acts wie Katatonia, Lake of Tears oder auch die göttlichen Tristitia. Seit Ihrer Gründung im Jahre 1994 sind Draconian definitiv in einem Satz mit eben jenen Bands zu nennen. Ihr Album Sovran (hier entlang) erschien vor fünf Jahren, diese Zeit hat sich jedoch sehr positiv auf ihr vor wenigen Tagen erschienenes neues Album Under a godless veil ausgewirkt. Ich mag Doom mit Gothic Einschlag und einem heavenly Voices Gesang, und so war ich total gespannt, ob mich das neue Material genauso catched wie ihre Vorgänger. Weiterlesen

Eine unnachahmliche Stimme, eine Gitarre und ein Klavier

Heinz Rudolf Kunze hat 36 Studioalben herausgebracht, zahlreiche Bücher geschrieben und unzählige Konzerte bestritten. Seine markante Stimme und einzelne Songs, die man im Radio immer wieder hören kann, beeindrucken mich seit Jahren. Und jetzt, nach fast 40 Jahren, brachte er die Live-CD Wie der Name schon sagt – Solo live am 13. November heraus. Ich wollte mir mal einen Überblick über sein musikalisches Schaffen machen und habe mir dieses besondere Album angehört. Weiterlesen

40 Jahre Extrabreit

cover-Extrabreit-Auf-Ex-„Ich bin haaart wie Marmelade, ich bin zäääh wie Himbeergelee…“ Sorry, ich konnte nicht anders. Aber natürlich haben Extrabreit noch viel mehr Hits im Laufe ihrer nunmehr vierzigjährigen Bandgeschichte geschrieben, alleine schon, wenn man die legendären Zusammenarbeiten mit Hildegard Knef, Marianne Rosenberg und Harald Juhnke bedenkt. Nach zwölf Jahren erscheint pünktlich zum Jubiläum das 13. Album Auf Ex! am 13.11.2020, das natürlich 13 Songs beinhaltet. Extrabreit, das sind heute die drei alten Breiten Sänger Kai Havaii, Gitarrist Stefan Kleinkrieg und Drummer Rolf Möller, sowie die beiden Neuzugänge Gitarrist Bubi Hönig und Bassist Lars Larsson, die allerdings auch schon seit 2002 fest zur Band gehören. Also dann, Auf Ex! Weiterlesen

Ein Brief vom Boss

Es gibt Neues vom Boss! Letter to you, sein 20. Studioalbum ist da! Er hat es innerhalb von fünf Tagen live eingespielt, bei sich zu Hause mit der legendären E Street Band, den Musikern und Freunden von Bruce Springsteen, mit denen er schon etliche Alben aufnahm und unzählige Konzertabende verbrachte. Es ist das erste gemeinsam live eingespielte Studioalbum nach Born in the USA. Das ist jetzt 36 Jahre her, dieses Album, das immer noch in aller Munde und in allen Gehörgängen ist mit seinen Klassikern wie dem Titelsong, dann „Glory days“, „I’m on fire“ und „Dancing in the dark“. Man kommt sich schon ein ganz klein wenig alt vor, wenn man das alles schon miterlebt hat. Schließlich ist man nicht mehr die Allerjüngste. Aber das sind die Herrschaften der E Street Band auch nicht. Vor der Veröffentlichung konnte man sich schon auf Youtube einen kleinen Teaser zur Entstehung des Albums ansehen, das die Band zusammen mit ihrem Boss zeigt. In gnädigem Schwarzweiß, in kernige, hemdsärmelige Holzfällerhemden gekleidet sieht man dennoch, dass sie allesamt in einem normalen Berufsleben schon längst Rentner wären, auch der 71-jährige Springsteen, obwohl an ihm der Zahn der Zeit langsamer zu nagen scheint.

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