Eine Live-Jamsession

Charlottas Burning Trio (CB3) veröffentlichten im Februar 2020 ihr zweites Studioalbum Aeons. Sie sind bekannt für ihre Liveperformance in der Besetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug, kein Gesang, nur musikalisches Können. Drei Tracks aus dem aktuellen Album in genau dieser Live-Atmosphäre wurden ausgekoppelt und kann man als eigene limitierte Vinylpressung bzw. per Stream und über YouTube genießen. Weiterlesen

Energieschub für schlechte Tage

Hatebreed_WOTFS_500x500Corona und die Begleitumstände zerren ja allen an den Nerven, da kommt ein neues Hatebreed-Album gerade recht, um mal ein wenig Dampf abzulassen. Weight of the false self heißt das nunmehr achte Werk aus der Bridgeporter Hardcore-Schmiede in Connecticut. Schmiede ist in dem Fall ein fast schon bildlicher Vergleich, denn der Metal-Anteil ist naturgemäß hoch. Schließlich sind sie auch regelmäßig auf den großen Metalfestivals gebucht und haben auch dort eine stabile Fanbase. Zu Sänger Jamey Jasta gesellen sich die Gitarristen Wayne Lozinak und Frank Novinec, Bassist Chris Beattie und Matt Byrne an den Drums. Dann legen wir das gute Stück mal auf. Weiterlesen

Der Teufel, der mich rief

Urfaust_TeufelsgeistURFAUST wurde 2003 von dem Niederländer IX, gegründet, der neben dem Gesang auch Bass und Gitarre einspielt, und war anfangs stark von Black Metal beeinflusst. Zweites Bandmitglied ist Schlagzeuger VRDRBR. Der experimentelle Sound entwickelt sich im Laufe der Zeit immer mehr in Richtung Anbient. Vor einigen Jahren haben sie mich mit ihrer Show auf dem Dark Easter Metal Meeting völlig geflasht, die im Wesentlichen aus Nebel, Weihrauch und Dunkelheit bestand, und die mich in einen Trance-ähnlichen Zustand versetzt hatte. Natürlich hatte ich im Anschluss auch deren Alben gehört, doch die Intensität des Live-Erlebnisses konnten diese bei mir leider nicht wecken. Mit dem nun bei Ván Records erschienenen neuen Album Teufelsgeist möchte ich einen neuen Anlauf wagen. Die limitierte Box, der ein eigens gebrannter Gin beilag, ist natürlich längst vergriffen, so dass ich Euch nichts darüber berichten kann, ob er lecker ist. Aber die Musik bleibt. Weiterlesen

Großartiges Livefeeling

Avatarium aus Schweden wurde 2012 gegründet, und seit 2015 verfolgen wir die Band aufmerksam und mit großem Interesse im Webzine, sei es mit Konzertberichten oder CD-Rezensionen. Vier herausragende Rock/Doom-Metal-Alben sind bisher erschienen, einige Besetzungswechsel gab es zu vermelden, und Jennie-Ann Smith und Marcus Jidell haben immer mehr das Songwriting von Leif Edling übernommen. Genügend Gründe für ein Live-Album, oder? Am 04.12.2020 erschien dann auch folgerichtig eine Art Best of ihres bisherigen Schaffens. An evening with Avatarium wurde im Januar 2020 in ihrer Heimatstadt Stockholm bei einem der wenigen Vor-Corona-Konzerte aufgenommen und gibt das Feeling wieder, das wir schon so lange vermissen: vor Ort dabei zu sein, mittendrin oder vorne in der ersten Reihe. Weiterlesen

Wie heißer Sommerasphalt

CD-ClosedMouth-ConversationPieceClosed Mouth wurde 2019 von dem Musiker Yannick Rault ins Leben gerufen, nachdem er zuvor mit verschiedenen Bands wie Triple Sun, Bluebeard’s Castle, So What ?, Sander & Melody und Twenty Years aktiv gewesen war. Mit Conservation piece veröffentlicht er bereits sein drittes Album, das über Icy Cold Records erschienen ist. Dennoch sind über Rault als Person kaum Informationen im Netz zu finden, also spare ich mir weitere einleitende Worte und lasse einfach die Musik auf mich wirken. Weiterlesen

Ganz anders und doch typisch

Eine neue Sendung von Welle:Erdball ist am 20.11.2020 erschienen. Gewohnt ist man minimalen Electro-Stil, und was erwartet uns diesmal? Eine Neuauflage alter Songs kombiniert mit Neuem und neu arrangiert mit Orchester, das klingt vielversprechend, also hören wir mal rein! Weiterlesen

Black Metal with a twist

Wayfarer_CoverWayfarer kommen aus Denver/Colorado, und das sind schon mal gute Voraussetzungen. Diverse spannende Bands stammen aus der Ecke, zum Beispiel 16 Horsepower bzw. Woven Hand, im Metalbereich Velnias, Blood Incantation oder auch Khemmis. Wayfarer haben sich der epischen Spielart des Black Metal verschrieben, mit ordentlicher Post-Black-Metal-Schlagseite und überlangen Songs. A romance with violence ist der vierte Longplayer das Quartetts und beschäftigt sich wie schon die Vorgänger inhaltlich mit dem ganz und gar nicht romantischen Wilden Westen, sondern seiner blutigen und gewalttätigen Geschichte. Auch die weiten Ebenen ihrer Heimat sind ein Motiv, das musikalisch umgesetzt wird. Genug, um mich mehr als neugierig zu machen und um vielleicht herauszufinden, warum mir die Band bisher entgangen ist. Weiterlesen

Prog-Rock

Insa Reichwein, die Songschreiberin und Frontfrau von Pinski, lässt sich von vielen unterschiedlichen Musikern inspirieren, wie sie uns im Band der Woche Interview verraten hat, und genau das hört man auch auf ihrer zuletzt Ende November erschienenen EP we all stole from the appletree: eine große Portion Progressive Rock gemischt mit Pop und einer Prise Elektronik. Weiterlesen

Brave new world

So schön der Titel der Band klingt, so schön ist auch die Entstehungsgeschichte. I want poetry wurde Anfang 2018 von der Sängerin Tine von Bergen und dem Pianisten Till Moritz Moll gegründet. Die beiden kommen aus Dresden. Der Name stammt aus einem Zitat aus dem Roman Schöne neue Welt von Aldous Huxley: „But I don’t want comfort. I want God, I want poetry, I want real danger, I want freedom, I want goodness, I want sin.“ Schön, oder? Weiterlesen

Dampframme vom Feinsten

Benediction-ScripturesBenediction – Oldschool-Deather bekommen bei diesem Namen erhöhten Blutdruck, und die Nackenmuskeln zucken unkontrolliert. In den Neunzigern haben die Briten ein phänomenales Todesblei-Album nach dem anderen rausgehauen, wir erinnern uns an Großtaten wie The grand leveller oder Grind bastard. In den Zweitausenderjahren wurde es dann ruhiger, Ur-Sänger Dave Ingram wurde von Dave Hunt abgelöst, das Leben hat sich auch eingemischt, sodass nur noch alle paar Jahre ein neues musikalisches Lebenszeichen auf den Markt kam – das letzte, die Scheibe Killing time, 2008! Es wird also wirklich Zeit für eine ordentliche Portion tiefergelegten Groove – eines der Trademarks von Benediction. Hat sich was verändert? Weiterlesen