CD: Vvilderness – Devour the Sun

Ein musikalischer Maelstrom

coverUngarn also! Ein Land, das auf der Metallandkarte zwar vertreten ist, aber nicht im Überfluss. Als ich vom Release des Debutalbums der noch jungen Formation Vvilderness hörte, war ich Feuer und Flamme. Sofort fielen mir da Öröm ein, die mit dem Album 8 ein absolut richtungsweisendes Werk erschufen, an dem sich die Ambient-/Post-Black-Metal-Szene messen lassen muss. Multiinstrumentalist Vvildr ist alleine für alle Instrumente verantwortlich, da er das einzige Mitglied des Projekts ist. Hinzu kam noch die Tatsache, dass Vvilderness noch keinen Vertrag haben und alles in Eigenregie veröffentlichen. Einige Gründe für mich also, ein Ohr für euch zu riskieren. Weiterlesen

EP/LP: FCKR – Rattenblick

„Hallo ihr Ficker,

ich wollte heut‘ mal andecoverrs anfangen als sonst.“ So beginnt die 7″-EP Rattenblick, und diese Einleitung konnte ich mir daher nicht verkneifen. An den Leipzigern FCKR scheiden sich die Geister. Ist das noch Punk, bzw. darf eine Punk-Band so massiv elektronische Sounds einsetzen? Genrekonventionen interessieren sie zum Glück nicht, und so wirbeln FCKR seit 2014 ordentlich Staub auf in der manchmal etwas eintönigen Deutschpunk-Szene. Nach dem Schweine-Demo von 2015 und dem Debütalbum Dummlandschweine von 2016 haben sie nun mit Rattenblick nachgelegt. Weiterlesen

Album: ill! – Wenn endlich alles wertlos ist

Zwischen 18 und 120 Sekunden

coverWenn einem Hardcore als zu lasch erscheint und Grindcore zu Metal-lastig ist, um den Alltagsfrust irgendwie abzubauen, dann könnte diese Musikrichtung die Lösung sein, die ich kürzlich entdeckt habe: Fastcore. Dabei ist dieser Stil bereits weltweit in den frühen 1980ern entstanden. Wichtige Vertreter des Genres sind Cryptic Slaughter (USA), Lärm (Belgien), S.O.B. (Japan), Electro Hippies (England), Raw Power (Italien), nur um einige zu nennen. Ich will aber hier keine ollen Kamellen aufwärmen, sondern mit ill! aus Münster eine aktuelle Band vorstellen. Weiterlesen

CD: Audrey Horne – Blackout

Ready – steady – go!

Audrey Horne_BlackoutDemnächst werden Audrey Horne Zwischenstopp in München machen, die Norweger spielen im Rahmen ihrer diesjährigen Tour am 25. Januar im Feierwerk. Auf der Hardrock-Setlist stehen sicher einige Titel aus ihrer neuesten CD Blackout. Ich konnte schon mal reinhören – die Vorfreude auf’s Konzert ist damit größer geworden. Weiterlesen

CD: Evil Invaders – Feed me violence

Need for Speed

714_EvilInvaders_CMYKDie Niederlande sind ja bekanntlich die Heimat der großartigen Peter Pan Speed Rock. Aber Speed Rock und Peter Pan, das ist vier Nachbarsjungs aus Belgien viel zu harmlos, es muss schon Speed Metal sein und der Name richtig böse klingen. Und so gründen die Belgier, Gitarrist und Sänger Joe, Gitarrist Max, Drummer Senne und Bassist Joeri, 2007 die Evil Invaders.
Nach der EP Evil Invaders von 2013 und dem beeindruckenden Debüt Pulses of Pleasure von 2015, das die Metal-Welt aufhorchen ließ, konnte die EP In for the kill mich 2016 nicht so recht überzeugen (Link zur Review). Im September letzten Jahres kam allerdings das lang erwartete zweite Album Feed me violence heraus, höchste Zeit also, die Entwicklung der Evil Invaders weiterzuverfolgen. Weiterlesen

CD: Summoning – With Doom we come

Mittelerde im heimischen Wohnzimmer

summoning- with doom we come- cover2017 war von den Veröffentlichungen her ein solides Jahr. Manch eine Band, von der sicherlich nicht nur ich dachte, sie hätte sich aufgelöst, veröffentlichte auf einmal neues Material. Nicht immer war das von Erfolg gekrönt, und so manch eine Band ist heimlich, still und leise wieder in der Versenkung verschwunden. Meine Heroen der 90s, Summoning aus Österreich, die 1993 ihr erstes Demotape namens Upon the Viking Stallion veröffentlichten (das Tape war auf nur 50 Exemplare limitiert), waren zu jener Zeit musikalisch anders als der damalige Black Metal. Minas Morgul aus dem Jahr 1995 ist bis heute eines der besten jemals eingespielten Alben für mich. Bestehend aus Protector (Vocals, Guitars, Keyboard, Drum Programming) und Silenius (Vocals, Keyboards, Bass), erscheint am 05.01.2018 ihr nunmehr achtes reguläres Album With Doom we come über Napalm Records. Ich fühlte mich verpflichtet, für euch reinzuhören. Weiterlesen

CD: Panika – Enten Eller

Neue Deutsche Neue Deutsche Welle

Viel ist über die Band Panika nicht herauszufinden, die sich 2015 in Berlin gegründet hat. Susi und Chrissi teilen sich Bass, Gitarre, Keyboard und Gesang, Gabor spielt Gitarre und Benny Schlagzeug, soviel verrät die Facebook-Seite. Also einfach mal überraschen lassen.cover Weiterlesen

CD: Staubkind – Immer wenn es anfängt

Konzertmomente

Staubkind - Immer wenn es anfaengtNach einer CD folgt meist eine Tour, den letzten Tag einer solchen nahm Staubkind zum Anlass, eine DVD bzw. CD aufzunehmen. Louis Manke hat mit seinem ersten Album Traumfänger (2004) eine gute Dark-Rock-Scheibe herausgebracht, die ich manchmal gerne auflege. Immer wenn es anfängt ist stilmäßig etwas anders, transportiert mit dem Livealbum aber immer noch genug Melancholie und Träume, allerdings eher auf der Rock-Pop-Schiene. Weiterlesen

LP: Bootblacks – Fragments

These Boot(black)s are made for listening

coverDie New Yorker Band Bootblacks hat sich 2010 gegründet, wobei der Name nicht von schwarzen Stiefeln her stammt, sondern auf eine Beschreibung des New Yorker Untergrunds von William S. Burroughs zurückgeht. Eine Zusammenarbeit mit Jim Sclavunos von Nick Cave and The Bad Seeds wirkt als kreative Initialzündung, infolgedessen 2012 die EP Narrowed veröffentlicht wird, gefolgt vom Debütalbum Veins 2016. Sie entwickeln ihren Sound konsequent weiter, und nun liegt das zweite Album Fragments vor. Panther MacDonald übernimmt den Gesang und teilt sich Synthies und Programming mit Barrett Hiatt. Alli Gorman spielt die Gitarre, und Roger Humanbeing vervollständigt das Line-Up an den Drums. Weiterlesen

CD: Blues Pills – Lady in Gold – Live in Paris (Doppel-CD)

Mittendrin

Blues Pills Live in ParisMit Lady in Gold – Live in Paris geben die schwedischen Bluesrocker Blues Pills all ihren Fans und dem noch unwissenden Rest die Möglichkeit, bei einem ihrer Konzerte dabei zu sein. Das Album wurde am 30. Oktober 2016 im Pariser „Trianon“ aufgezeichnet. Elin Larsson (Gesang), Dorian Sorriaux (Gitarre), Zack Anderson (Bass), André Kvarnström (Schlagzeug) und der ca. 1200 Personen starke Backgroundgesang (sprich: Publikum) liefern eine tolle Show, die man mit dieser CD wann und wo auch immer nachverfolgen können. Weiterlesen