CD: Johan Baeckström – Utopia

„Good Music“

… ist oft schwer zu finden, mit Johan Baeckström (ebenso Bandmitglied von Daily Planet) bietet sich eine sehr gute Auswahl an Synthpop-Tracks an. Er nimmt uns mit seiner weichen Stimme mit nach Utopia, seinem zweiten Soloalbum, das von einem großen Erfahrungsschatz und Experimentierfreudigkeit an unterschiedlichen Synthesizern belebt wird. Weiterlesen

CD: Triddana – Rising from within

Pipe for me, Argentina!

Triddana_CoverTriddana – das sind vier Argentinier, die Rock/Metal mit Scottish Folk mischen, Dudelsack inklusive. Argentinien? Scottish Folk? Ja, das funktioniert. Triddana – vom irischen „troideanna“, „Kämpfe“ – haben sich 2011 aus Skiltron heraus gebildet, einer Band, die ebenfalls Metal mit Celtic Folk mischt. Der Stil ist ähnlich, textlich gibt es doch ein paar Unterschiede, und insgesamt haben Triddana die mitreißenderen Melodien – im fast direkten Live-Vergleich (Skiltron, Free & Easy 2016 / Triddana, Free & Easy 2018) von mir getestet. Nach Ripe for rebellion, The power & and the will und einem Akustikalbum haben die vier Argentinier 2018 ihr drittes, reguläres Album Rising from within herausgebracht, das von den Fans schon sehnsüchtig erwartet wurde. Weiterlesen

CD: Clouds – Dor

Hoffnung? Nein!

coverWerte Leserschaft, das Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu, und dies bedeutet, dass meine bevorzugte Jahreszeit – der Herbst – bevorsteht, bzw. wir befinden uns fast schon im Winter. Die Bäume verlieren ihre Blätter, und Nebel bettet sich auf die Felder. Die Landschaft gibt ein melancholisches Bild wieder, das sich in jedem Gemüt, das den Herbst liebt, spiegelt. Als musikalische Begleitmusik möchte ich euch ein besonderes Schmankerl ans Herz legen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, diese Band ein wenig aus den Augen verloren zu haben. Eben aus diesem Grund war ich umso mehr erfreut, das neue und mittlerweile dritte Album der Atmospheric Doom / Death Metal Ausnahmeerscheinung Clouds namens Dor in Händen zu halten. Die beiden zuvor erschienenen Alben Doliu (2014) und Departe (2016) haben mir Lust auf mehr gemacht. Weiterlesen

CD/EP: Alienare – Never be the same again

Weiter so!

Es begann für mich als Band der Woche, ihre erste CD Beyond love erschien, es folgte das Digipak Atelophobia, das derzeit ausverkauft ist. Alienare waren und sind vielbeschäftigt, unter anderem sind T. Green (Voice & Music) und T. Imo (Live-Keyboards) nächstes Jahr auf Tour mit AnnA Lux. Im Vorlauf dazu erschien am 9. November die EP Never be the same again, die ich mir wieder angehört habe: Weiterlesen

CD: Skull Fist – Way of the road

Ride the Mustang, not the lightning

page1 album cover 3000x3000Wenn eine Band sich Skull Fist nennt, ist sie entweder komplett bescheuert oder sie meint es ernst und schreckt dabei nicht vor Klischees zurück. Für die aus Toronto stammenden Kanadier gilt zum Glück letzteres. Seit 2006 haben sie sich dem klassischen Speed und Heavy Metal der achtziger Jahre verschrieben und verfolgen kontinuierlich ihren Weg. Nicht umsonst heißt ihr zweites Album von 2014 Chasing the dream. Aber dann hat sich Mastermind Zach Slaughter nicht nur das Genick gebrochen, er musste sich auch noch einer komplizierten Stimmbandoperation unterziehen. Nach dem langen Genesungsprozeß paßt der Titel des neuen Albums Way of the road bestens ins Bild. Der Ausfall sorgte zwangsweise für die lange Verzögerung, aber hat sie sich nicht nur zeitlich, sondern auch musikalisch ausgewirkt? Nicht umsonst gilt das dritte Album oft als entscheidend für die Zukunft. Weiterlesen

CD: The Night Flight Orchestra – Internal affair / Skyline whispers

Altes in neuem Gewand

The Night Flight Orchestra brachten ihre ersten zwei Longplayer aus dem Jahr 2012 und 2015, Internal affairs und Skyline whispers, als Neuauflage und mit Zugaben am 23. November heraus. Nachdem ich auch schon über die jüngsten Alben, Amber Galactic (2017) und Sometimes the world ain’t enough (2018), berichtet habe, wollte ich mir diese beiden Rock-Platten nicht entgehen lassen. Weiterlesen

CD: Samavayo – Vatan

Frischer Wind

Samavayo VatanMan könnte aufgrund des Covers von Vatan annehmen, dass uns Samavayo in einen Urwald durchdrungen von psychedelischen Klängen mitnimmt, das stimmt allerdings nicht ganz. Die erfahrene Band (Gründung 2000) mit der wechselvollen Karriere haben sich 2018 vermehrt dem Progressive-/Alternative Rock zugewandt, ihrem gewohnten Stoner Rock geben sie dadurch neue Akzente. Weiterlesen

CD: Jean-Michel Jarre – Equinoxe Infinity

Eine Reise durch Raum und Zeit

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Credit: Peter Lindbergh

Jean-Michel Jarre – seine Alben verkauften sich über 80 Millionen Mal. Sein Mut zur instrumentalen Musik beeinflusste unzählige Musiker. Seine empathische Sichtweise und sein Engagement für Natur und Menschheit machten ihn zum UNESCO Botschafter für Umwelt und Bildungsarbeit. Mit diesem großen Erfahrungsschatz bringt er heute sein neues Album Equinoxe Infinity heraus. Wer jetzt sagt: „Equinoxe – das gab’s doch schon mal“, der hat recht, aber das sind jetzt schon 40 Jahre her, da kann man schon mal eine Neuauflage zu diesem Jubiläum machen. Weiterlesen

CD: Balvanera – Delusion/Desire

Minimalistisch, kühl und treibend

BalvaneraDelusion/Desire ist ein schöner Zufallsfund, der mich schon seit vielen Wochen begeistert und ziemlich oft in meinen Ohren klingt. Balvanera, ein noch relativ unbekanntes argentinisches Duo aus Buenos Aires, erschaffen seit knapp drei Jahren wunderbar dunkle elektronische Klangwelten. Das Debüt Balvanera erschien bereits 2016, diesen Sommer veröffentlichten Agustina Vizcarra und Lucas Ledoux ihr aktuelles Album – eine großartige Mischung aus Synth, Dark Wave und EBM. Gleich beim ersten Hören war ich gefesselt und hätte am liebsten das Album durchgetanzt – das passiert mir nicht so oft. Welche Klänge erwarten euch bei Delusion/Desire?  Weiterlesen

CD: Henric de la Cour – Gimme daggers

Ein Licht am Ende des Tunnels … und es ist kein Zug

Gimme daggers coverFünf Jahre sind seit dem letzten Album Mandrills vergangen, die sicher für jeden von uns ereignisreich waren, für Henric de la Cour aber ganz besonders. Der seit seiner Kindheit an Mukoviszidose erkrankte Musiker musste sich mit der Entdeckung eines Medikaments, das seine Lungenfunktion dramatisch verbessert, auseinandersetzen (wie er zuerst diese Nachricht aufnimmt, sieht man in dem hervorragenden Dokumentarfilm über ihn), was ihn erst einmal in eine tiefe existenzielle Krise gestürzt hat. Alles ändert sich über Nacht, er muss neue Prioritäten setzen und seinen Platz in diesem neuen Leben finden. Als er sich gerade damit arrangiert hat, ziehen ihn zwei schwere Blutvergiftungen innerhalb von drei Jahren aus dem Verkehr, und der Tod steht plötzlich doch wieder vor der Tür. Dank seiner verbesserten Lungenfunktion übersteht er alles, doch die Rekonvaleszenz kostet viel Kraft. Parallel hat er aber auch eine neue Liebe gefunden und seine Freundin Tess diesen Sommer geheiratet. Fünf äußerst turbulente Jahre also, die er letztendlich nach diversen Schreibblockaden auch textlich und musikalisch zusammen mit seinem Produzenten Rikard Lindh verarbeiten konnte. Das Ergebnis ist Gimme daggers – endlich ist es da! Weiterlesen