CD: Passage – As darkness comes

… denn manchmal kommen sie wieder!

coverUnglaubliche zwölf Jahre hat es gedauert, bis das neue Album As darkness comes meiner einstigen Melodic Doom Metal Favoriten Passage erschien. Passage aus Quebec (Kanada) bestehen seit ihrer Gründung im Jahre 2001 aus Sebastien Robitaille (Guitars, Bass, Vocals), Luc Gaulin (Keyboards, Drums) und Thierry Nadeau Cossette (Keyboards), also in klassischer Doom Metal Besetzung. Ihr 2005 veröffentlichtes Album Passage zählt für mich bis heute zu einem der besten Doom Metal Alben aller Zeiten. Müsste ich den Sound der Formation beschreiben, würde ich als Vergleich My Dying Bride, Saturnus und Swallow the Sun heranziehen. Auf einen grundmelancholischen Teppich wird der hochmelodische Doom gelegt. Vor kurzem erschien ihr aktuelles Album As darkness comes, und ich musste es einfach rezensieren. Weiterlesen

CD: The Birthday Massacre – Under your spell

Follow the violet rabbit1079

Die Kanadier von The Birthday Massacre melden sich mit ihrem inzwischen siebten Studioalbum in ihrer 18-jährigen Bandkarriere zurück. Die CD wurde mittels Crowdfounding finanziert. Lange hat die Band um Frontsängerin Chibi pausiert, stellt sich nun die Frage: Taugt das Album was?

CD: Michael Monroe – The Best

Simply the best

Michael Monroe. Auch wenn ihm der absolut große kommerzielle Erfolg verwehrt geblieben ist, so ist dieser Mann dennoch eine musikalische Legende. Wer glaubt, dass der Hair Metal der 80er-Jahre eine rein amerikanische Erfindung gewesen ist, der irrt. Auch im fernen Helsinki gab es ein paar tapfere Recken, die reichlich Make-Up trugen und ihr wallendes Haar mit unzähligen Dosen Haarspray in voluminöse Formen brachten. Die Rede ist von Hanoi Rocks, die mit Michael Monroe als Sänger die amerikanische Hair-Metal-Szene maßgeblich beeinflußten. Weiterlesen

CD: Shotgun Valium – The Story of Frank Tranquill

Der Spirit des Stonerrocks lebe hoch!

The Story of FTHeavy Rock im fetten Stoner Sound – das ist eine Ansage, die ich mir nicht entgehen lassen will. Shotgun Valium veröffentlichten dieses Paket am 28. April unter dem Namen The Story of Frank Tranquill. In der Vergangenheit spielte das Trio über 150 Shows in Europa live, jetzt gilt es anzuhören, wie sie auf ihrer zweiten Scheibe rüberkommen.

Mit Stonerrock kann man mich ködern, aber nicht nur das sprach bzw. spricht für das Album: Weiterlesen

CD/Sampler: Alice’s Curiosities – A tribute to Paul Roland

Eine längst fällige Hommage

coverPaul Roland hat vor ein paar Jahren auf dem Wave-Gotik-Treffen, von den meisten Besuchern unbeachtet, in der hinteren kleinen Agra-Halle eines der besten Konzerte meiner bisherigen WGT-Laufbahn gespielt. Und diese Laufbahn jährte sich erst kürzlich zum immerhin zwanzigsten Mal.
Nun mag sich der eine oder die andere wahrscheinlich fragen, wer überhaupt Paul Roland ist, daher folgt an dieser Stelle ein kurzes Porträt. Weiterlesen

CD: Vintersorg – Till Fjälls, Del II (Vö. 30.06.2017)

Odins Söhne

695_Vintersorg_CMYKOdin, was bin ich froh, dass es noch Bands des alten Schlages gibt! 1998 erstand ich in einer Metalbörse das Debütalbum namens Till Fjälls! Der Sound hat mich damals sehr beeindruckt. Im Laufe der folgenden Jahre erschienen weitere beachtliche Alben wie Ödemarkens son (1999) oder das viel beachtete Album Jordpuls (2011). Ich gestehe, die schwedischen Vikinger Vintersorg etwas aus den Augen verloren zu haben. Die Formation wurde 1996 in Skellefteå (Schweden) gegründet und besteht aktuell aus Vintersorg (Vocals, Guitars, Bass, Keyboards), Mattias Marklund (Lead Guitar, backing Vocals) und Simon Lundström (Bass, Vocals). Nun liegt mir ihr aktuelles Album Till fjälls, del II (eine Doppel CD) zum Review vor, und ich ließ mich nicht bitten. Weiterlesen

CD: Soul Demise – Thin Red Line

Melodic Death Metal aus dem hohen Norden

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Nein, die Rede ist nicht vom fernen Skandinavien, sondern vom fast ebenso fernen Nürnberg. Frankens größte Stadt ist bekannt für kulinarische Besonderheiten wie „Sechs auf Kraut“ (bestellen Sie das mal lautstark im Lokal!) oder „Stadtwurst mit Musik“, weniger für „Melodic Death Metal“. Dass die Franken den mindestens ebenso gut können wie Bratwürste beweisen Soul Demise, bestehend aus Roman Zimmerhackel (Vocals), Andreas Schuhmeier (Gitarre), Alex Hagenauer (Gitarre), Jan Sotiriu (Drums) und Dennis Schneider (Bass). Obwohl seit dem letzten Album Sindustry sieben Jahre vergangen sind, hat das Quintett das Rezept für eine gute Melodic-Death-Metal-Scheibe nicht vergessen: Man nehme ein Grundgerüst aus eingängigen Melodien, schmecke es mit schnellen Blasts ab, erhitze es über großer Flamme und füge dann extrem kraftvolle Vocals hinzu. Das Ganze würze man unter kräftigem Rühren mit treibenden Gitarren und sorge die nächsten 39 Minuten dafür, dass das Gemisch nicht abkühlt. Garniert mit einem Hauch Thrash und einer winzigen Prise Akustik ergibt sich ein grooviges Death-Metal-Happy-Meal à la Soul Demise, das unter dem Titel Thin Red Line dem geneigten Metalkonsumenten am 19. Mai erstmals serviert wurde. Weiterlesen

CD: Danzig – Black Laden Crown

Zäher Schinken

DZ_BLC-C_1500x1500Glenn Danzig, 1955 als Glenn Allen Anzalone in New Jersey geboren, ist eine der wichtigsten und schillerndsten Gestalten der härteren Musik. 1977 Mitbegründer der legendären Punkband The Misfits, ab 1983 volle Konzentration auf seine eigene Band Samhain, ab 1987 als Solokünstler unter dem Namen Danzig unterwegs. Nicht nur seine dunkle, markante Stimme und seine beeindruckende Bühnenpersönlichkeit, sondern auch sein Gespür für großartige Songs haben ihn schon früh zum Kultstar avancieren lassen. Nicht nur für mich gehören die Misfits-Klassiker sowie mindestens seine ersten zwei oder sogar drei Soloalben unverrückbar zur heimischen Plattensammlung. Doch in den letzten Jahren wollten Glenn Danzig irgendwie nicht mehr die ganz großen Würfe gelingen, etwas ruhiger ist es um den Schinkengott geworden. Jetzt ist sein neues Album Black laden crow erschienen – wird er damit an alte Heldentaten anknüpfen können? Weiterlesen

CD: Wednesday 13 – Condolences

Beileid für alle

Wednesday 13 - Condolences - ArtworkIch habe die erste Band von Wednesday 13 geliebt, Frankenstein Drag Queens from Planet 13, die einfach herrlich kaputt und sexy waren. Die folgenden Murderdolls, ein Projekt zusammen mit Joey Jordison von Slipknot, trafen dann irgendwie nicht so richtig meinen Geschmack, und in der Folge habe ich das musikalische Schaffen von Wednesday aus den Augen verloren. Nun bin ich über das aktuelle Album Condolences gestolpert und wollte es einfach noch mal wissen, wie man so schön sagt. Weiterlesen

CD: Funker Vogt – Code of Conduct + Verlosung einer CD

Tanzbefehl für die Kinder der Nacht

Code of ConductVor kurzem habe ich euch die EP Der letzte Tanz aus dem Hause Funker Vogt vorgestellt, heute folgt der Longplayer Code of Conduct. Vier Jahre nach dem letzten Album meldet sich die Band mit neuem Frontmann und ihrem tanzbaren Darkelectro zurück. Sie haben nichts verlernt … Weiterlesen