Melancholie und großes Orchester

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Adrian Hates hat sich einen Wunsch erfüllt: Sein neues Album Under a timeless spell von Diary of Dreams erschien am 26. April in Zusammenarbeit mit der Philharmonie Leipzig. Einmal ein Album mit einem Orchester aufnehmen, ohne Keyboard, ohne Gitarre! Neun DoD-Klassiker wurden in einem akustischem Gewand umgesetzt.

Einige Appetithäppchen gab es schon seit Mitte April auf YouTube und über andere digitale Plattformen zu hören. Da ist zum einen das wunderschön interpretierte „The Valley“.

Und am Releasetag erschien „Malum“ (YouTube), auch hier wurde Modern Dance hinzugefügt, das passt perfekt dazu. Die düsteren Tracks wurden mit schönen Landschaften und düsteren Interpretationen untermalt. Weiter geht es durch die Musikgeschichte von Diary of Dreams. Die filigranen Umsetzungen mit Streichern und Klavier unterstreichen die Stimmung sehr gut, das zeigt sich auch in „She and her darkness“, man fühlt dieser berührenden Klaviermelodie nach. Für „Hiding Rivers“ erzeugen die Querflöten, Holzblasinstrumente und Streicher eine perfekte Symbiose. „The Plague“ ist sehr stimmungsvoll, so dramatisch spielen Blasinstrumente und Streicher zusammen, Adrian Hates unterstreicht das alles natürlich immer wieder gesanglich. „Hell in Eden“ ist eine traurige und doch so wunderschöne musikalische Inszenierung. Gezupfte Geigen bekommen ihren Einsatz in „Butterfly:Dance“, das Klavier und die Becken verstärken das melancholische Thema. Der „Traumtänzer“ darf natürlich nicht fehlen. Man ist es gewohnt dabei mitzusingen, aber die Orchesterinstrumente lassen mich dieses Mal verstummen, ich genieße einfach diese schöne klassisch-orientierte Umsetzung. Eine eindringliche Klavierversion gibt es von „The Secret“ zu hören, einfach zum Dahinträumen.

Diese zehn Diary of Dream Songs aus über 20 Jahren Bandgeschichte werden natürlich von Adrian Hates gesungen, seine Stimmfarbe passt so gut auch in diese klassische Orchesterumsetzung. Conrad Oleak hat die Stücke für die Philharmonie Leipzig arrangiert, Dirigent ist Michael Koehler (s.a. Link). Das war sicher eine sehr intensive Zusammenarbeit. Aber etwas Ähnliches hat Hates auch schon 2018 mit dem Gewandhaus Orchester im Rahmen vom „Gothic meets Classic“ erlebt. Diese orchestrale Klangwelt in Verbindung mit den Texten von Adrian Hates ist etwas Besonderes, etwas das man in entsprechender Stimmung immer wieder hören kann. Die Melancholie wird noch tiefgründiger präsentiert, windet sich intensiv in die Gehörgänge und erzeugt Nachhall. Es ist eine spannende Reise und wird mit den Videos noch positiv unterstrichen.

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Diary of Dreams: Under a timeless spell
Vö. 26.04.2024
16,95 € z.B. bei POPoNAUT

Tracklist:
1. Malum
2. She and her darkness
3. The valley
4. Hiding rivers
5. The plague
6. Hell in Eden
7. Butterfly:Dance!
8. Traumtänzer
9. The colors of grey
10. The secret

Diary of Dreams live:
08. Mai 2024 – Stuttgart – Liederhalle – Beethoven Saal
09. Mai 2024 – Wiesbaden – Kurhaus Wiesbaden – Friedrich-von-Thiersch Saal
10. Mai 2024 – Leipzig – Gewandhaus
17. Mai 2024 – Wuppertal – Historische Stadthalle
18. Mai 2024 – Berlin – Admiralspalast
20. Mai 2024 – Hamburg – Laeiszhalle
13. Juli 2024 – Kranichfeld – Black Lower Castle Festival
27. Juli 2024 – Köln – XVIII AMPHI FESTIVAL 2024
23. August 2024 – Oostende – W-Festival
7. bis 9. November 2024 – Helsinki – HELLSINKI INDUSTRIAL FESTIVAL 2024
15. November 2024 – Oberhausen – Kulttempel
16. November 2024 – Paris – LE PETIT BAIN
29. November 2024 – Hameln – Sumpfblume
29. bis 30. November 2024 – Weissenhäuser Strand – PLAGE NOIRE FESTIVAL 2024

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