„The music mishmash we hear is a reflection of our time, over the past decade, information overload, access to technology, and capitalism.“

Years of Denial – das sind die tschechische Performancekünstlerin und DJ Barkosina Hanusova und der französische Musiker, Produzent & DJ Jerome Tcherneyan. Sie waren schon unsere Band der Woche (hier) und sind regelmäßig bei unseren Musik-Tipps vertreten. Seit 2016 kreiert das Duo dunkle Elektro-Klänge und erforscht die Grenzen neuer Klangspektren, experimentiert mit Tönen, Stimmungen und rhythmischen Mustern. Mit ihrer Musik verweben Years of Denial pulsierende  Elektronik mit Poesie und dunkler Romantik.

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Foto: Jan Bernet

Barkosina & Jerome dokumentieren was sie leben und fühlen und erschaffen mit ihren Songs eine elektrisierende, raue und dunkle Atmosphäre. Seit dem letzten Album Human tragedy  (Vö. Juni 2020) sind zahlreiche neue Songs (Various  & Various 2),  Remixe und Covers (z.B. Sisters of Mercy, Death in June) entstanden. „Resonance“ und „Pleasure“ sind die aktuellen Tracks des Duos. In unserem Interview sprechen Years of Denial über ihre aktuelle Situation als Künstler*in, den Sound der letzten Dekade, Kreativität, Inspiration und über die Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen. Herzlichen Dank Barkosina & Jerome! Weiterlesen

„I love to tell a story through one image or hide a secret ritual into it.“

Christel Morvan ist eine französische Illustratorin, Motion Designerin und Videokünstlerin. Mit ihren faszinierenden Bildern und Animationen erforscht sie die Beziehung zwischen Musik und visueller Bildsprache und lässt sich dabei von Dunkelheit, Morbidem, Surrealismus und Mythologien inspirieren. Seit 2017 kreiert die in Belgien lebende Künstlerin mit ihren Kunstwerken einen Dialog zwischen Klang und Bild zu der Musik von EMPUSAE. Nicolas Van Meirhaeghes (hier zum Interview) komplexe Klanglandschaften, und Christel Morvans Bildsprache sind eng miteinander verwoben und ein emotionales, untrennbares Gesamtkunstwerk überwältigender Dunkelheit.

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„Ich mag das Gefühl der Einheit, die sich ergibt, wenn akustische und visuelle Elemente zusammenkommen.“

Nach unserer Interview-Serie zum Sound der letzten Dekade richten wir dieses Jahr den Fokus auf den visuellen Aspekt von Musik. Der Auftakt der Serie ist unser Interview mit Morphosita – ein spannendes 1-Frau-DIY-Projekt aus München.

IMG_20210312_152951Die Künstlerin zeigt in ihren Fotos eine faszinierende, oft von Dunkelheit geprägte Bildsprache und lässt sich dabei von Stimmungen und Texturen in der Natur inspirieren. Aber nicht nur … Morphositas Bildsprache ist vor allem auch sehr vielfältig. Im Kontrast zu den Naturfotos, die den Blick nach außen richten, werden in den konzeptuellen Portrait-Serien oft ganz andere Facetten sichtbar und zeigen nicht selten die Auseinandersetzung mit Brüchen.

Neben der Fotografie arbeitet Morphosita auch mit bewegten Bildern und kreiert Musikvideos für zum Beispiel Caput Medusae, Adam Usi und DIAF.

In unserem Interview spricht die Künstlerin über ihr aktuelles Video „Farce“ von Adam Usi, über Musik, Fotografie, künstlerische Ästhetik und die Bedeutung von Natur für das künstlerische Schaffen.

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„I think genre may go the way of gender and become less and less relevant.“

Zanias ist das Solo-Projekt von Alison Lewis – eine vielseitige und faszinierende Künstlerin, die uns mit ihrer emotionalen Musik und den ebenso fesselnden und einhüllenden Live-Auftritten und DJ- Sets begeistert. Die gebürtige Australierin blickt auf eine langjährige und weit verzweigte Erfahrung als Musikerin zurück – zunächst als Sängerin bei Linea Aspera – das Duo hat im letzen Jahr nach achtjähriger Pause das zweite Album veröffentlicht – und später bei Keluar. Mit Zanias erforscht Alison die experimentellen und abstrakten Gefilde der dunklen Elektronik. Mit ihrer Musik destilliert die Künstlerin komplexe Emotionen, die Tiefen ihrer persönlichen Erfahrungen und Visionen zu tanzbaren Rhythmen und verwebt diese mit ihrem ergreifenden Gesang und starker Lyrik zu intensiven Musikstücken, die zum Nachdenken anregen.

© Keyi Studio

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„The darkening and depressing evolution of our society is reflected within the music.“

Empusae ist das Projekt von Nicolas Van Meirhaeghe. Seit über 20 Jahren arrangiert der belgische Sound-Künstler, der auch in zahlreichen anderen Projekten wie Ordo Rosarius Equilibrio, Tzolk’in und Onus aktiv ist, akustische und elektronische Klänge zu komplexen, intensiven  und rituellen Klanglandschaften aus dunkler Melancholie, die lange nachwirken. Empusaes einzigartiges Gespür, Klänge und Melodien in imaginäre Bilder zu verwandeln, wird durch die wunderschönen Visuals der Künstlerin Christel Morvan beeindruckend sichtbar gemacht.

Beides macht Empusae zu einem emotionalen Gesamtkunstwerk, das die Kontraste zwischen dunkler Schönheit und Verfall, Licht und Schatten, Natur und Urbanität, Angst und Vertrauen, Trostlosigkeit und Hoffnung miteinander verwebt. Das verbindende Element ist die überwältigende Atmosphäre und Dunkelheit.

In unserem Interview blickt der Künstler zurück auf die letzte Dekade und spricht über den Sound von Empusae,  die Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen, die Bedeutung von Natur für das musikalische Schaffen, seine aktuellste Veröffentlichung Oeuvres au Noir, über (visuelle) Dunkelheit und verblassende Sehkraft – und die damit verbundenen Ängste, Hoffnungen, Träume und Wünsche. Vielen Dank Nicolas!

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„Music can tell about the hidden parts of me.“

Foto: Emanuele Riccobono

Vor zwei Jahren haben Mohabitat ihr Debütalbum herausgebracht – eine Klangreise aus warmer Elektronik und zurückhaltenden Post-Rock-Echos.  Crisalide  hat uns so gut gefallen, dass wir euch das audiovisuelle Elektro-Projekt aus Italien als unsere Band der Woche (hier) vorgestellt haben. Elektronische Klänge voller Feinheiten und Bilder sind in den Live-Auftritten von Mohabitat – oft an ganz besonderen Orten – in einem Dialog aus Licht und Schatten eng miteinander verwoben.
In einigen Tagen erscheint die großartige EP „Prima Luce“ bei Us & Them, das erste Album, das Francesco als Solo-Projekt veröffentlicht. Nach sieben Jahren  kreativer Zusammenarbeit im Mohabitat-Projekt gehen Francesco und Hamaranta jeweils eigene Wege.

In unserem Interview blickt Francesco auf die letzten beiden Jahre zurück und spricht über den Sound von Mohabitat, die neue EP „Prima Luce“ und über seine aktuelle Situation als Künstler. Weiterlesen

Amenra – © Stefaan Temmerman

Amenra ist eine der intensivsten Post-Metal-Bands der Welt. Seit 21 Jahren begeistert uns die belgische Ausnahme-Formation aus Kortrijk mit atmosphärisch dichter Musik, die mit jeder Note berührt, brennt, schmerzt, alte Wunden öffnet – heilt und befreit. Jedes Amenra-Konzert ist ein einzigartiges und emotionales Erlebnis aus ohrenbetäubenden Klang- und Lärmwänden – eingehüllt in die rituelle Auseinandersetzung mit Schmerz, Trauer, Leid, Verzeihen – am Rand der Dunkelheit.
Amenra haben das Jahr 2020 mit der Übertragung ihres Live-Rituals „Le Cercle“, das im Sommer aufgenommen wurde, ausklingen lassen. Es ist der letzte gemeinsame Auftritt der Band. Bassist Levy Seynaeve hat Amenra verlassen und konzentriert sich auf seine Band Wiegedood. Amenra spielen das aktuelle Album Mass VI  live, ohne Publikum, mitten in der Natur und bescheren uns damit ein berührendes musikalisches Highlight zum Jahresende, Vorfreude auf neue Musik und Hoffnung auf Live-Erlebnisse in diesem Jahr.
Im Herbst 2021 touren Amenra wieder durch Europa. Vielleicht gibt es bis dahin auch das neue Album zu hören, neues Material ist bereits in Arbeit. Welche weiteren Projekte geplant sind, erfahren wir von Sänger Colin H. van Eeckhout. In unserem Interview blickt der Künstler zurück auf die letzte Dekade und spricht über Amenras Musik, neue Projekte und die Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen, über den Bandzusammenhalt und über die Bedeutung von Natur für das musikalische Schaffen. Vielen Dank Colin! Weiterlesen

Photo: Romain Guede

Vor fast genau einem Jahr haben wir euch die französische Elektro-Künstlerin bei unseren Musiktipps und in unserem Herbstinterview (hier) vorgestellt. Das Leben hat sich ziemlich verändert, seit wir letztes Jahr mit SIERRA in Kontakt waren. Heute erscheint die neue EP All about love. Ein guter Grund für uns, mehr über SIERRA, ihre Musik und die aktuelle Veröffentlichung in Erfahrung zu bringen. In unserem Interview blickt SIERRA auf die Herausforderungen der letzten Monate zurück und spricht über ihre aktuelle Situation als Künstlerin.

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Unsere Interviewserie „Wie klingt der Sound der letzten Dekade“ hat uns schon nach Amerika (Bestial MouthsLINK), Ungarn (Black Nail CabaretLINK), Iran (Xerxes the DarkLINK) und Schottland (Kill ShelterLINK) geführt, und die Antworten der beteiligten Bands waren so unterschiedlich wie hochspannend.
Mit Torny Gottberg konnten wir eine Koryphäe der schwedischen Synth-Szene gewinnen, und er hat unsere Fragen sowohl in seiner Eigenschaft als Chef des Göteborger Labels Progress Productions (das kürzlich seine 100. Veröffentlichung feiern konnte – LINK) als auch als Teil des Duos Cryo beantwortet. Zwei sehr interessante Perspektiven also, und genauso interessant sind Tornys Antworten ausgefallen – auch wenn er ein wenig bei unseren Fragen geschwitzt hat, wie er zugibt. Weiterlesen

 

Bestial Mouths ist das Projekt von Sängerin und Songwriterin Lynette Cerezo, Bestial Mouths sind die mühelose Kraft ihrer Stimme und einnehmende Präsenz ihrer visuellen Kunst. Die Musik ist intensiv, bewegend und eine wunderschöne Bühne für Lynettes einzigartige Stimme, die selber zum tragenden Instrument der vielseitigen Songs wird.
Die beiden letzten Bestial Mouths-Veröffentlichungen sind unter Lynettes kreativer Federführung entstanden. Unterstützt wird sie von den Bandkollegen Brant Showers (AAIMON/S’LVE) und Balzs Képli (nullius in verba) sowie Alex DeGroot (Zola Jesus).
Das aktuelle Album ResurrectedInBlack (VÖ. Juli 2020 bei Rune & Ruin) ist ein dunkel glänzendes Gesamtkunstwerk – ein eng verwobenes Netz aus Emotionen und zeigt einmal mehr Lynette Cerezos Gespür für fesselnde Kompositionen aus nebligen, finsteren Atmosphären, düsterer Elektronik und kraftvoll mürrischen Rhythmen, die von ihrer markanten Stimme getragen werden.

(Foto: VOID.EXE_BERLIN)

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