Drei Dates und zwei blutige Kämpfe

Wo könnte ein ehemaliger Profi-Killer besser seinen Ruhestand genießen als auf der winzigen Hebriden-Insel Colonsay, wo garantiert niemand nach ihm sucht? Der einäugige Scharfschütze Hynch fühlt sich zwischen den einheimischen Eigenbrötlern bald wie zu Hause – aber auch ein bisschen einsam. Also gibt er eine Kontaktanzeige auf und lädt die drei vielversprechendsten Kandidatinnen auf die Insel ein. Dummerweise hat ihm in der Zwischenzeit auch ein Gangsterboss, mit dem er noch eine Rechnung offen hat, eine Killerin auf den Hals gehetzt. Ob Hochlandrind Thin Lizzy wohl weiß, welches von Hynchs Dates der Todesengel ist? Weiterlesen


In Belgien gibt’s nicht nur leckere Schokolade – wir wollen euch diese Woche Suasion vorstellen. Gefunden haben sie sich 2014 und beschreiben ihren Sound als Metalcore mit cineastischen Einflüssen. Klingt ganz nach unserem Geschmack, Steven und Nicolas haben unsere Fragen beantwortet.

Weiterlesen

Tod zur Sommersonnenwende!

Ravna ist Polizeischülerin in Oslo – sehr zum Missfallen ihrer Familie. Denn die Samen,ein kleiner Volksstamm im Norden Norwegens, regelt seine Dinge lieber intern und vor allem ohne Polizei. Doch die Kälbermarkierung steht an, ein jährliches Ritual, bei dem die Rentiere von den Winterweiden zurückkehren und die gekalbten kleinen Rentiere von den Rendriftern den jeweiligen Familien zugeordnet werden. Dabei wird jede zupackende Hand gebraucht. Doch durch Zufall entdeckt Ravna ein Skelett.

Weiterlesen

Kinderträume – auch für Erwachsene

b4

„Urlaub dahoam“ also. Ich hatte ein entzückendes Buch über Margarete Steiff gelesen und danach den sehr sehenswerten Film mit Heike Makatsch gesehen. Ich erinnerte mich an meine Sehnsucht nach Steiff-Tieren in meiner Kindheit und fand, das Steiff-Museum wäre einmal eine Reise wert.

b1

Es ist vom Bahnhof Giengen sehr gut zu Fuß zu erreichen, in ungefähr drei Minuten, immer den Bärentatzen am Boden nach! Weiterlesen

De-Industrial

Zwei Wörter, die ich mit Sylvgheist Maëlström (noch) mehr als mit anderen Industrial- und Rhythm&Noise-Acts verbinde, sind „Dystopie“ und „Räumlichkeit“. Die vorherigen zwei Alben Norillag und Pripyat stellten mir postapokalyptische Landschaften in den Kopf, in denen unter einem leeren Himmel, vor einem ausgeräumten Horizont, unendlich weit weg, jeder verrostete Zahn des liegengebliebenen Schaufelbaggers einzeln zu klingen beginnt. Wie wird sich dann erst das neue Album anhören, nach und während all der Desaster dieser letzten paar Jahre? Schnell noch mal über das wie immer wunderbare Cover-Design aus dem Hause Hands gefreut und losgehört. Weiterlesen

Cyberpunk auf Samtpfoten

© Annapurna Interactive & BlueTwelve Studio – https://stray.game/

Katzenbesitzer*innen fragen sich vermutlich öfter, wie das Leben als Stubentiger so wäre. In Stray kann man endlich aus erster Hand (beziehungsweise Pfote) erleben, wie es so ist, in Bücherregalen zu schlafen, völlig grundlos Sachen von Tischen zu schubsen und an fremder Leute Möbel die Krallen zu schärfen.
Man spielt aus der Perspektive einer namenlosen orangenfarbenen Tigerkatze, die sich nach einem missglückten Ausflug ohne ihre Katzenkumpel in einer vergessenen Stadt unter der Erdoberfläche wiederfindet. Mithilfe der kleinen KI-Drone B12 navigiert man diese unbekannte, von Robotern bevölkerte Cyber-Stadt, lernt ihre Bewohner und Gefahren kennen und versucht, wieder in die Oberwelt zu gelangen. Weiterlesen

Ilienses – das sind Multi-Instrumentalist und Komponist Mauro Medde und Sängerin Natascia Talloru aus Sardinien. 2018 gegründet, veröffentlicht das Duo 2020 das Debüt-Album Civitates Barbariae, und kürzlich ist die neue Single „Arbèschet“ erschienen. Die Musik von Ilienses ist tief mit der ursprünglichen Volkstradition ihres Heimatlandes verbunden und eine eindrucksvolle Reise durch sardische Mythen und traditionelle Instrumente, die mit modernen Klängen verwoben sind – „ein Versuch, einige historische Ereignisse und einige Verse sardischer Gedichte in Musik zu übersetzen“.

ilienses_01

Foto 1: © Natascia Talloru, 2: © Gianfranco Delussu

Weiterlesen

Ellereve – „Colorblind“

Neues von Ellereve! Es ist noch gar nicht lange her, dass wir euch Ellereve als Band der Woche (hier) vorgestellt haben. Ihre mystische und eindringliche Musik begeisterte uns und hat uns neugierig gemacht. Kürzlich hat die Künstlerin einen weiteren Track samt wunderschönem Video veröffentlicht. „Colorblind“ ist ein Song von melancholischer Schönheit. Wie ein hoffnungsvolles Licht erhebt sich Ellereves Gesang über eine traurig schöne Melodie, um als weiteres Instrument mit der Musik zu verschmelzen. Die zurückhaltenden Klänge erzeugen eine dichte und neblige Stimmung – ein hypnotischer Zauber, der auch nach Ausklingen des Songs lange nachwirkt. Wer sich fallen und treiben lassen möchte, sollte unbedingt in diesen großartigen Song reinhören.

Weiterlesen