Konzert: 29.09.17 The Crüxshadows + Godex, Backstage Club, München

Familienabend à la The Crüxshadows

Aller guten Dinge sind drei, und so finde ich mich am heutigen Freitag bereits zum dritten Mal in dieser Woche im Backstage Club wieder. Heute wird’s aber zur Abwechslung nicht rockig (Pristine und Avatarium wären jetzt aber auch nicht zu übertreffen), sondern elektropopgothisch. Zu den Crüxshadows aus Florida muss man nicht mehr viel sagen, seit über fünfundzwanzig Jahren gibt es die Formation um Kreativkopf und Bandchef Rogue bereits. Ihr Stil ist unglaublich eingängig, mit catchy Ohrwurmmelodien, elektronisch-tanzbar, aber auch durch die zwei Geigen etwas ganz Besonderes. Schwer einzuordnen also, weder richtig Goth, noch richtig Pop. Aber immer ehrlich und mit viel Leidenschaft gespielt, weshalb ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Rogue und seiner Frau- und Mannschaft freue. Es wird sicher kuschelig und familiär im Club, und genug Klettermöglichkeiten für Rogue gibt es da ja auch. Weiterlesen

CD: Casper – Lang lebe der Tod

Vom morbiden Charme des Todes

Casper

Letzten Sommer habe ich euch einen Lieblingssong von mir vorgestellt: „Lang lebe der Tod „. Ein mir bis dahin völlig unbekannter deutscher Rapper namens Casper hat mich mit nur einem Lied verzaubert. Wer ist dieser Casper? „Casper, geboren am 25. Septemer 1982 in Lemgo ist ein deutsch-amerikanischer Rapper und Rap-Rock-Künstler“ (Wikipedia). Aha!
„Lang lebe der Tod“ war eine Vorab-Auskoppelung aus seinem neuen Album, das im September erscheinen sollte. Nun ist es also September geworden, wenn auch ein ganzes Jahr später. Er war noch nicht zufrieden mit seinen Songs, und so verschob Casper den anvisierten Veröffentlichungstermin auf ein Jahr später, was in der Musikszene sehr mutig ist. Am 1. September erschienen ist das Album eine Woche später in den Albumcharts sofort auf Platz eins hochgeschossen. Ich war neugierig und habe (auch für euch) hineingehört.

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CD: Hands of Orlac / The Wandering Midget – Split

Kontraste und Überraschungen

HOO_TWM_SplitEs gibt sie zum Glück noch, in der totalen Überflutung an mittelprächtiger bis anhörbarer Musik, diese kleinen Perlen, auf die man mehr oder weniger durch Zufall stößt, und die einem schon beim ersten Hören eine veritable Schnappatmung bescheren. Hierzu gehört die schwedisch-italienische Formation Hands of Orlac, die gerade zusammen mit den Finnen von The Wandering Midget eine Split-CD veröffentlicht hat. Beide Bands sind mir bisher unbekannt, und beide begeistern mich vom ersten Ton an. Das hat Seltenheitswert. Großen Seltenheitswert! Was kann man sich also unter den beiden Kapellen vorstellen? Weiterlesen

Konzert: 28.09.17 – Avatarium + The Slayerking – Backstage Club, München

Das alternative Oktoberfest oder ein Abend mit Sweden’s Finest

Diese Septemberwoche meint es wirklich gut mit mir. Nachdem ich am Montag schon bei den wunderbaren Pristine aus Norwegen ausflippen durfte (Review hier), stehen heute meine schwedischen Doom-Rock-Lieblinge von Avatarium auf dem Programm, in die ich mich vor zwei Jahren bei ihrem Konzert im Backstage rettungslos verliebt habe (Review  hier). Mittlerweile haben sie ihr drittes, hochgelobtes Album Halos and hurricanes veröffentlicht, das etwas rockiger, aber nicht weniger sensationell ausgefallen ist (Rezension hier), haben ein paar Personalwechsel und viele, viele Livekonzerte hinter sich. Ich bin ein wenig verwundert, dass die Band wieder im kuscheligen Backstage Club spielt und nicht in der Halle, aber andererseits ist man dann viel näher dran, was ja immer ein Geschenk ist. Also, Hurricanes and halos noch mal auf die Ohren gepackt und ab ins Backstage! Weiterlesen

CD: Air Raid – Across the line

Trve fuckin‘ Heavy Metal!

AirRaid-CoverWenn bei einer Band der Sänger ersetzt werden muss, der ja immer irgendwie ein besonderes Aushängeschild darstellt, bedeutet das oft das Ende Band. Die Göteborger Air Raid schreckt das jedoch nicht ab. Die 2009 von den beiden Gitarristen Andreas Johansson und Johan Karlsson gegründete Band veröffentlichte 2012 die EP Danger ahead und das Debütalbum Night of the axe mit Michalis Rinakakisals Sänger, bevor man sich wegen musikalischer Differenzen trennte. Auf dem zweiten Album Point of impact von 2014 ist daher Arthur W. Andersson zu hören, doch mit dem wachsenden Erfolg bekam dieser Bandaktivitäten und Familie zeitlich nicht mehr unter einen Hut. Somit zogen drei weitere Jahre ins Land, bevor das wichtige, dritte Album Across the line mit dem nun dritten Sänger Fredrik Werner erschien. Außer dem letzten verbliebenen Gründungsmitglied Andreas Johansson sind der zweite Gitarrist Magnus Mild, Robin Utbult am Bass und Drummer David Hermansson dabei. Weiterlesen

Film: Es

Wer hat Angst vorm Horrorclown?

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Maine, USA, eine Kleinstadt namens Derry, 1988. Der kleine Georgie spielt mit einem Papierboot im Regen, es landet im Abfluss, und Georgie, der dem Boot hinterher schaut, gleich mit. Eine unheimliche Gestalt dort unten, die zuerst wie ein lieber, lustiger Clown wirkt und sich als Pennywise vorstellt, beißt ihm den Arm ab und zieht ihn in die Kanalisation. Fast ein Jahr später ist sein großer Bruder Bill immer noch nicht darüber hinweg. Ganz anders als sein Vater glaubt er immer noch, dass Georgie noch immer irgendwo dort ist und er gerettet werden kann. Bill, ein Stotterer und Außenseiter – ein Loser – kann seine Freunde, die auch alle irgendwie Außenseiter sind und in der Schule gemobbt werden, überreden, in den Sommerferien, anstatt draußen unbeschwert zu spielen, in der Kanalisation nach Georgie zu suchen. Bald wird die Gruppe der Loser größer. Es kommt noch ein Mädchen namens Beverly dazu, das es angeblich mit jedem treibt, in Wirklichkeit aber von ihrem eigenen Vater mehr Zuwendung bekommt als wünschenswert wäre. Dann folgt der dicke Ben, der Neue in der Schule. Er ist lieber in der Bibliothek und recherchiert über seine neue Umgebung, als sich von den etwas älteren Typen aus der Schule, brutale Rowdies, fertig machen zu lassen. Bei seinen Recherchen entdeckt Ben, dass das kleine, langweilige Derry alle 27 Jahre von einer Kreatur heimgesucht wird.

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CD: Breaking Samsara – Light of a new beginning

Das rockt!

breaking-samsara-light-of-a-new-beginningBreaking Samsara aus Emden fühlen sich dem guten alten Rock ’n‘ Roll verbunden, das zeichnet ihre zweite Veröffentlichung Light of a new beginning, die am 29.09. erschienen ist, auch aus. Es kommt der gute alte Hard Rock rüber, der mit sehr gut gespielten Riffs gespickt ist, die Fans des Genres werden hier gut bedient. Weiterlesen

Konzert: 25.09.17 Pristine + The Legendary, Backstage Club, München

Legendärer Abend

Die Festivalsaison ist vorüber, die Bands gehen wieder auf Tour, der Herbst wird also ziemlich heiß und musiklastig. Den Anfang machen (für mich) die wunderbaren Pristine aus Nordnorwegen zusammen mit den Münchnern The Legendary. Pristine habe ich vor einem halben Jahr schon mal beim Under the black Moon hier im Backstage gesehen (Review hier) und war da schon schwer begeistert von der dynamischen Blues-Rock-Soul-Show von Heidi Solheim und ihren Mannen. Mittlerweile ist die Truppe bei Nuclear Blast gelandet, hat ihr viertes Album Ninja dort veröffentlich (Review hier) und macht sich jetzt auf, die Musikwelt endgültig von ihren Qualitäten zu überzeugen. Da qualitativ hochwertiger (Retro-)Rock nach wie vor überaus beliebt ist, sehe ich da auch überhaupt keine Schwierigkeiten. Weiterlesen