Nicht alles ist so, wie es scheint

Berlin im Juni 1932, Dr. Mühe erfüllt seine Pflichten als Arzt und ist ein ehrenwerter Mann, doch in einer Sommernacht verschwindet er plötzlich. Sein Auto wird am Ufer eines Sees gefunden, aber ansonsten gibt es keine Anhaltspunkte für den Verbleib des Vermissten. Die Mordkommission wird eingeschaltet, die Ermittlungen führen allerdings nicht wirklich zum Auffinden des Toten oder Lebenden. Es gibt einige Ungereimtheiten in Bezug auf die Person Dr. Mühe und seine Arbeit, seine Ehefrau und deren Gesangslehrer haben auch so manches Geheimnis. Je länger die Mordkommission ihrer Arbeit nachgeht, umso mehr Vermutungen tauchen auf, aber auch hier nichts Handfestes. Bis es in den späten 1940er Jahren eine Spur nach Barcelona gibt. Was ist passiert?

In diesem Cold Case tun sich Abgründe auf, der Mensch ist eben nicht immer das, was er vorgibt zu sein. Der historische Kriminalroman ist eingebettet in die Spätzeit der Weimarer Republik, über den Vorabend der Diktatur und bis über die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Oliver Hilmes hat die Fakten im Berliner Landesarchiv entdeckt und daraus seine eigene Geschichte mit realem Bezug zur Zeitgeschichte gewoben. Beim Lesen will man einfach nur wissen, was aus Dr. Mühe geworden ist, es gibt da so viele Ungereimtheiten. Das Ende ist nicht ganz wie vielleicht erwartet, aber lasst euch überraschen.

Oliver Hilmes, 1971 geboren, wurde in Zeitgeschichte promoviert und arbeitet als Kurator für die Stiftung Berliner Philharmoniker. Er schrieb Bücher über widersprüchliche und faszinierende Frauen (Alma Mahler WerfelCosima Wagner) und interessante Männer der Geschichte (LisztLudwig II.). Außerdem erschien Berlin 1936. Sechzehn Tage im August , das in viele Sprachen übersetzt und zum gefeierten Bestseller wurde.

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Oliver Hilmes: Das Verschwinden des Dr. Mühe – Eine Kriminalgeschichte aus dem Berlin der 30er Jahre
Penguin Verlag, Vö. 31.08.2020
20 €

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