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Der Teufel, der mich rief

Urfaust_TeufelsgeistURFAUST wurde 2003 von dem Niederländer IX, gegründet, der neben dem Gesang auch Bass und Gitarre einspielt, und war anfangs stark von Black Metal beeinflusst. Zweites Bandmitglied ist Schlagzeuger VRDRBR. Der experimentelle Sound entwickelt sich im Laufe der Zeit immer mehr in Richtung Anbient. Vor einigen Jahren haben sie mich mit ihrer Show auf dem Dark Easter Metal Meeting völlig geflasht, die im Wesentlichen aus Nebel, Weihrauch und Dunkelheit bestand, und die mich in einen Trance-ähnlichen Zustand versetzt hatte. Natürlich hatte ich im Anschluss auch deren Alben gehört, doch die Intensität des Live-Erlebnisses konnten diese bei mir leider nicht wecken. Mit dem nun bei Ván Records erschienenen neuen Album Teufelsgeist möchte ich einen neuen Anlauf wagen. Die limitierte Box, der ein eigens gebrannter Gin beilag, ist natürlich längst vergriffen, so dass ich Euch nichts darüber berichten kann, ob er lecker ist. Aber die Musik bleibt. Weiterlesen

Dark as a crypt

Die persönlichen Informationen zu dem Hamburger Dark sind nur spärlich vorhanden, eigentlich gar nicht. Ein bisschen geheimnisvoll ist das schon, aber er lässt scheinbar lieber seine Musik für sich sprechen. Geschrieben hat er die Songs in Eigenregie während des Lockdown Sommers, und über die sozialen Medien wurde schließlich das DIY-Label Young & Cold Records auf ihn aufmerksam. Veröffentlicht wird das Minialbum konsequent retro und oldschool auf Tape. Das Cover ziert dabei übrigens das kanadische Gothic Model Madame Absinth, die auch im Video die Hauptrolle inne hat. Weiterlesen

Back to Pornography

Butcher's coinAus dem kanadischen Toronto stammt das Duo TRAITRS, das mir, ich muss gestehen, bislang unbekannt gewesen ist. Allerdings haben sie sich erst 2015 gegründet, und nun legen Shawn Tucker und Sean-Patrick Nolan nach der Single Speak in tongues und dem Kurz-Album Heretic nun mit Butcher’s coin das erste Full-Length-Album vor. Post Punk und Cold Wave verspricht der Pressetext? Ja, bitte! Weiterlesen

Peeeeteeeer – Wir schaffen das

Markus Reinhard und Peter Heppner haben als Wolfsheim in den 1990ern den deutschen Underground mit ihrer unnachahmlichen Melange aus Synthie Pop und Dark Wave nachhaltig geprägt. Der Ausnahmestimme von Sänger Peter kann sich kaum jemand entziehen, denn niemand vermag so wie er die harten Ecken und Kanten der deutschen Sprache stimmlich zu etwas unglaublich Weichem zu schleifen. Nun feierte Heppner sein dreißigjähriges Bühnenjubiläum, Zeit also auf Jubiläumstour zu gehen und auch Zeit, sich an früher zu erinnern. Nicht nur für Peter, auch für mich. Auf der Strangeways Festival Tour 1994 durfte ich Wolfsheim das erste Mal live erleben, als Hauptact vor The Cain Principle, Operating Strategies und Twice A Man. Peter Heppner als Solokünstler ist live für mich allerdings eine Premiere. Nach dem Ende von Wolfsheim war für mich erst einmal die Luft raus. Umso mehr bin ich auf den heutigen Abend gespannt. Weiterlesen