„Wenn der Mensch gestorben ist, ist er tot. Das ist sicher, also todsicher, wie man so sagt.“

Im Karl Valentin Gymnasium in der Münchner Altstadt ist ein Feuer ausgebrochen, im Keller wird die Leiche der stellvertretenden Direktorin Marianne Eichstätt geborgen. Ein Jahr zuvor starb im Gymnasium der 17jährige Schüler Fabian Brühl auf mysteriöse Art und Weise. Je tiefer Hauptkommissar Tom Perlinger und sein Team graben, desto brisanter wird die Lage. Der Täter hat bereits die nächsten Opfer im Visier. Und Tom hat keine Ahnung, dass der Feuerteufel auch mit seinem persönlichen Schicksal zu tun hat.

„Wenn der Mensch gestorben ist, ist er tot. Das ist sicher, also todsicher, wie man so sagt.“ Das ist ein Zitat von Karl Valentin, dem Volkssänger mit besonderem, hintersinnigem Humor. Nach Lola Montez und Ludwig Thoma ist es eine schöne Idee von Sabine Vöhringer, Valentins Geist im dritten Krimi zu Hauptkommissar Perlinger nochmal aufleben zu lassen. Es dauert einige Zeit, bis die Erzählebenen geschildert sind und man sich dem großen turbulenten Ende nähert, in dem die Zeit ein Feind ist. Es werden auch thrillerhafte Passagen zu zwei Entführungen eingebaut. Dazwischen begegnet man alten Bekannten im Umkreis von Tom Perlinger aus den vorangegangenen Büchern. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Claas aus dem zweiten Teil, er nimmt eine interessante Stellung ein. Die Erläuterungen am Ende von Karl Valentin ist tot zum Personenkreis und den beschrittenen Wegen sind für Einsteiger in die Story und Ortsfremde interessant. Allerdings hängen ein oder zwei Geschichten etwas in der Luft und werden nicht zu Ende erzählt, aber das lässt dann wieder mal Luft für die nachfolgenden Krimis.

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Sabine Vöhringer: Karl Valentin ist tot
Gmeiner Verlag, Vö. 11.03.2020
438 Seiten
14 € Buch / 10,99 € E-Book

http://sabine-voehringer.com/category/krimis/karl-valentin-ist-tot/

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