CD: Gloson – Yearwalker

Der Ruf der Sirenen

gloson-coverGloson sind eine ganz neue Band aus dem südschwedischen Halmstad, laut ihrer Facebookseite spielen sie im April ihren ersten Gig überhaupt, um ihre Ende März erscheinende Debüt-EP Yearwalker vorzustellen. Bei uns treten sie leider nicht auf, aber wir können euch schon vorher etwas über Gloson erzählen.

Vier Songs mit einer Gesamtspielzeit von einer halben Stunde sind auf Yearwalker enthalten, die sich jeweils dementsprechend viel Zeit lassen, ein ganz eigenes musikalisches Universum zu erschaffen. „Boar Sludge“ nennt die Band ihren Stil, gemischt mit Doom und Progressive Metal, und ich finde diese Beschreibung ziemlich zutreffend (man beachte dazu auch das Cover).
Rauer als purer Doom, aber mit dieser melancholischen Schwere, dabei so komplex aufgebaut wie viele Progressive-Songs.
„Arsgang“ gräbt sich einem zu Beginn gleich mit einigen bösartigen Riffs und Rhythmen in die Gehörgänge, „Sirens“ beginnt zum Heulen schön und walzt den Zuhörer mit seiner tonnenschweren Düsternis schlicht und ergreifend nieder. Ein Schmuckstück von Song.
„The End – Aftermath“ zeigt die progressiv-brutale Seite der Band, hier geht es schön lärmig zur Sache, um dann in der Songmitte mit ein paar ruhigen Passagen sowie Klargesang aufzuwarten, die einem doch ein wenig die Flüssigkeit ins Auge treiben.
„The Aftermath – Beginning“ beschließt dieses viel zu kurze Stück Musik mit einem fast schon positiven Intro und gewohnt mächtiger Stimme, gewaltigen Riffs und träumerischen Gitarrenparts.

Fazit: Gloson machen hier meiner Meinung nach alles richtig, für mich passt die Mischung aus Sludge und Doom, das Ganze wirkt in sich stimmig und organisch, und die dazwischen aufblitzenden progressiv-wahnsinnigen Momente garantieren, dass nichts zu eintönig wird.
Bitte bald mehr von Gloson!

Anspieltipp: Sirens

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Gloson – Yearwalker
Art of Propaganda/Catatonic State
ET: 23.03.15
Spielzeit: 31:31
erscheint nur auf 12′-Vinyl! (oder als digitale Version bei Bandcamp)

Tracklist:
1.Arsgang
2.Sirens
3.The End – Aftermath
4.The Aftermath – Beginning

 

(960)