der trakt

Wer ist Sibylle?

Eine junge Frau erwacht plötzlich in einem Krankenhausbett. Der Raum um sie herum ist dunkel. Sie ist an Monitore angeschlossen, und zahlreiche Schläuche sind an ihrem Kopf und Körper angebracht.
Sibylle hat keine Ahnung, wo sie sich befindet und warum überhaupt. Ihr gelingt zwar die Flucht aus dieser seltsamen Situation, doch der Albtraum geht weiter. Sowohl ihr Ehemann als auch ihre beste Freundin erkennen sie nicht, die Polizei behauptet, sie sei nicht die Frau, für die sie sich ausgibt, und ihr Sohn Lukas scheint ebenfalls plötzlich nicht mehr existent zu sein. In dieser ausweglosen Situation ohne Identität und von der Polizei verfolgt, trifft Sibylle auf die hilfsbereite Rosie. Gemeinsam versuchen sie die Lösung für Sibylles Identitätsverlust zu finden. Doch plötzlich verhält auch Rosie sich seltsam. Sibylle kann niemandem mehr trauen, nicht mal mehr ihren eigenen Erinnerungen …

Der Trakt war mein erstes Buch von Arno Strobel, und der Klappentext hatte mich sehr neugierig gemacht. Er erinnerte mich an den Thriller Ich.Darf.Nicht.Schlafen von S. J. Watson, den ich nicht aus der Hand legen konnte. Der Trakt beginnt sehr spannend, es liest sich flüssig und leicht, meiner Meinung nach die ideale Urlaubslektüre. Mit großer Erwartung habe ich jedes Kapitel verschlungen und mit Sibylle versucht, das Rätsel um ihren Identitätsverlust zu lösen. Leider verliert die Handlung in den letzten Kapiteln an Spannung, und wäre es ein Film gewesen, so würde ich die letzten 100 Seiten als „B-Movie“ deklarieren. Auch der Schreibstil lässt meines Erachtens sehr nach und wirkt im Vergleich zum Rest etwas enttäuschend.
Insgesamt hatte ich mir etwas mehr versprochen. Trotz allem ist es ein recht spannendes und stellenweise fesselndes Buch. Auch wenn es nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat, werde ich demnächst einem weiteren Buch von Arno Strobel eine Chance geben.

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Arno Strobel: Der Trakt
Fischer Verlag
338 Seiten
TB € 8,95
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