Badaboom!

Nach drei Jahren Pause wurde es für Van Canto Zeit, ein neues Album auf den Markt zu bringen. Im Februar erschien Dawn of the Brave mit der ausgekoppelten Single „Badaboom“.
Vor fünf Jahren waren sie das erste Mal in München im Metropolis zu Gast. Damals spielten sie vor knapp 70 Menschen, am 07.03.2014 sollten es 1.000 sein. Eine grandiose Entwicklung, die die Band in den letzten Jahren erlebt hat.

Doch bevor die A-cappella-Band die Bühne betrat, hieß es „Wir sagen Hy, ihr sagt Rax!“


Die sympathischen Jungs der Band Hyrax aus Franken gaben den Einstieg in einen ausgelassenen Metal-Abend.
Und sie wussten die Stimmung anzuheizen und zu begeistern. Ihre positive Ausstrahlung übertrugen sie schnell auf das Publikum. Der Sound ließ am Anfang allerdings ein bisschen zu wünschen übrig, das sollte sich im Laufe des Auftrittes aber noch verbessern.
Musikalisch lieferten die Franken erstklassige Songs, geölte Stimmen und harmonische Instrumente, die die Menge zum Kochen brachten. Mir haben der Auftritt und die Musik sehr gut gefallen, es wirkte stimmig und professionell. Und man hat an der Zustimmung des Publikums gemerkt, dass sie mit ihrem eingeschlagenen Weg auf dem richtigen Kurs sind.

Auf ereignisreiche Jahre kann auch die Band Winterstorm zurückblicken. Seit dem Gewinn des Newcomer Awards beim Festival Mediaval in Selb 2011 stiegen sie die Karriereleiter immer weiter empor. Mit ihrem lockeren Epic-Power-Metal bedienen sie ein Genre, das dem Publikum gefällt. Ihre Songs gingen sofort in Mark und Bein über. Die Begeisterung der Fans stieg mit jedem neuen Titel. Absolute Ohrwürmer, die einen auch Stunden nach dem Auftritt noch begleiten. Die Band gab einfach alles, kraftvoll und dominant beherrschten sie Stimme, Gitarren und Schlagzeug. Eine junge Band, von der man hoffentlich in den nächsten Jahren noch viel zu hören und zu sehen bekommt. Sie haben so viel Potenzial und Talent. Das gehört nicht in Schubladen.

Fünf Sänger und ein Schlagzeuger. Mehr brauchen Van Canto nicht, um ihre Musik den Leuten zu vermitteln. So haben sie natürlich auch genug Platz auf der Bühne, um Positionen zu wechseln und zu agieren. Mit „Dawn of the brave“ startete ihre Setlist und bereits nach den ersten Takten hatten sie ihr Publikum im Griff. „Badaboom“ und „Wishmaster“ setzten dem gleich einen drauf und brachten das Werk zum Beben. Das Publikum sang begeistert mit. Fast übertönte es die starke Stimme von Inga.
Für mich haben sie allerdings ein wenig an Schneid verloren. A cappella die Instrumente zu imitieren ist sicherlich eine große Kunst, dennoch fehlen mir da die Variationen oder Überraschungen. Ich finde da leider keine Besonderheit mehr, auch wenn ich die Leistung natürlich hoch anrechne. Einzig das Schlagzeugsolo konnte mich überzeugen. Zum Glück spielten sie noch meinen Lieblingssong „The Mission“. Das tröstete mich darüber hinweg, dass sie auf den „Bard Song“ verzichteten.

Fazit: Die Vorbands konnten mich an diesem Abend mehr für sich gewinnen. Sie rockten, gaben alles, waren kraftvoll und energiegeladen. Van Canto waren solide, es gab keine Fehler, die Stimmen waren toll, nur leider konnten sie mich an diesem Abend nicht ganz so begeistern.

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