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Advent: Schokolikör aus Schoko-Minz-Bonbons

Drei Engel für Schoko-Minz-Likör

Traditionell produzieren meine zwei Schwestern und ich kleine Weihnachtsgeschenke, meist in Form von Likör oder Ähnlichem, den man in hübsche, das Jahr über gesammelte Fläschchen abfüllen kann.

Dieses Jahr lief das so ab:

Schwester1 in Schwestern-WhatsApp-Gruppe:
„Geiles easy Rezept in Chefkoch gefunden!“
Darunter ungefähr zehn Emojis mit grinsenden Gesichtern, tanzenden Frauen in roten Kleidern, Cappuccino-Tassen und sich zuprostenden Prosecco-Gläsern.

Schwester2:
„Hui, was denn? Essen oder Trinken?“ und etwa 20 Prosecco-Gläser, Cappuccino-Tassen, Cookies, Tortenstücke und Cocktailgläser.

charlie

Schwester1:
„Trinken, was denkst du denn? Sollen wir machen für Weihnachten?“
Weihnachtsbaum- und Nikolaus-Emojis.

Schwester2:
„Jaaa, lass uns machen! Wo???“
Drei tanzende Frauen, sechs sich zuprostende Sektgläser.

Schwester3:
„Au ja, machen wir, gern bei mir!“
Das Aufzählen der nachfolgenden Emojis würde den Rahmen sprengen.

Das Rezept stellte sich als erstaunlich einfach heraus. Wir benötigten nur Schnaps, Schoko-Minz-Bonbons, Vanillezucker und Sahne. Die Anleitung lautete: Den Schnaps mit Vanillezucker und Bonbons in ein passendes Gefäß geben. Mehrmals täglich schütteln, bis sich nach ein paar Tagen alles aufgelöst hat, nach Geschmack Sahne zugeben.

Schwester3 (ich) stellte sich zur Verfügung, Obiges vorzubereiten. Am Wochenende darauf sollte dann gemeinsam die Sahne zugegeben werden, wohlwollend probiert, und alles in vorbereitete Fläschchen abgefüllt werden.

Heftiges WhatsApp-Gewitter nach einem Tag:
Die Bonbons hatten sich nach einem Tag schon aufgelöst, und das mehrmalige Schütteln hatte ein wohlriechendes Gebräu hinterlassen, mit angenehmer Konsistenz und Farbe. Die Schwestern rückten vorzeitig an, mit Fläschchen, Aufklebern, Weihnachtsmusik auf USB und CDs. Eine wollte Rammstein hören mit „Engel“, die andere Barclay James Harvests „Hymn“ sowie Emerson Lake and Palmers „I believe in Father Christmas“, die dritte David Bowies „Little drummer boy“.

likör3

„Ihr Hippies!“, rief der Schatz aus dem hinteren Teil der Wohnung. Uns egal. Wir waren in Stimmung, verzierten mehrere Fläschchen, schütteten in die Karaffe mit dem Gebräu 250 ml Schlagsahne, quirlten nochmal kräftig durch und probierten selbstverständlich. Am Ende des Abends standen mehrere Kaffeetassen auf dem Küchentresen (in WhatsApp-Sprache: Cappuccino-Emojis), eine leere Flasche Prosecco und drei Gläser (sechs zuprostende Sektglas-Emojis) und ein paar schmutzige Schnapsgläschen. Ach, und fünf kleine Schokolikör-Fläschchen aus Schoko-Minz-Bonbons. Hmmm, lecker!

Viel Spaß beim Nachmachen!

Man nehme:
1 Flasche Schnaps (Wodka von Aldi oder Lidl)
1 Beutel Süßigkeiten (450 g Schoko-Minz-Bonbons von Storck)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Becher Sahne
sowie Rammstein, Barclay James Harvest, Emerson Lake and Palmer, David Bowie und drei beschwipste Schwestern

 

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