CD: Chrom – Synthetic Movement

„Das klingt gut“

 

chromIch stand am 27. April beim DMF in der Kultfabrik geschützt vor dem strömenden Regen und unterhielt mich mit einer Bekannten. Auf einmal waren da diese Electroklänge. „Wer spielt denn da? Das klingt gut!“ Die Band war Chrom, sie haben sich vom Wetter nicht unterkriegen lassen und gute Stimmung verbreitet. Ihren letzten Silberling Synthetic Movement aus dem Jahr 2012 stelle ich heute vor:

Den Anfang macht „Memories“, aber der nächste Song „Surrender“ steht dem in nichts nach: Synthesizer sowie dumpfe Töne geben den Takt vor. Die Electroklänge sind tanzbar. Die Stimme windet sich in den Gehörgang, nach wiederholtem Anhören kann ich mitsingen. Die synthetischen Trommeln, die innerhalb des Songaufbaus sehr gut in Szene gesetzt sind, leiten über in „Loneliness“, Einsamkeit auf die elektronische Art. „Losing myself“ begleiten sphärische Klänge, hier wird ein langsameres Musikstück vorgelegt, das aber nicht minder überzeugend ist. Reiner Electro-Pop wird angeboten bei „In my „World“. Die eine oder andere Tanzfläche lässt sich damit füllen, mir ist die Melodie zu weichgespült. „We‘ll be alone“ gefällt mir besser, das auffordernde Stampfen, das Tempo insgesamt nimmt etwas zu. Diese Töne überzeugen mich mehr als die des Vorgängers. Dann folgt „Slave“: Der Song hat was Dreckiges, jetzt haben mich die Musiker wieder. Der nötige Bums steckt hinter der musikalischen Umsetzung, die Gangart ist schneller. Die Tanzfreude wird auch durch „Break the Chains“ und „Let it go“ vermittelt. Da wippt der Kopf, Ähnlichkeiten zeigen sich in einzelnen Tonsequenzen auf, so kann es weitergehen. Bei „So high“ gefällt mir der anfangs drapierte elektronische Klangteppich. Ein Song der Hand in Hand mit seinen Vorgängern voranschreitet. Den Abschluss bildet „Your Destiny“. Der poppige, langsamere Songaufbau ist zurück, der Zuhörer gleitet in den Alltag zurück.

Synthetic Movement ist das zweite Album von Chrom. Christian Marquis und Thomas Winters haben die Band im Mai 2007 gegründet. Laut ihrer Homepage stehen sie für eine effektive Synthese aus Synth-Pop, EBM und Club-Electro. Die Band ist mehrmals im Vorprogramm von Blutengel aufgetreten. Likwing hat die Herren anlässlich des DMFs interviewt.

 

Meine Hoffnung liegt jetzt auf der Fertigstellung des nächsten Albums und einem hoffentlich damit einhergehenden Live-Auftritt, egal bei welchem Wetter.

 

Anspieltipp: Surrender, Slave

 

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Chrom: Synthetic Movement
Out of Line, 2012
€ 12,99

 

Tracklist:
1. Memories
2. Surrender
3. Loneliness
4. Losing myself
5. In my World
6. We’ll be alone
7. Slave
8. Break the Chains
9. Let it go
10. So high
11. Your Destiny

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