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CD: Progress Productions – We are progress (Labelsampler 2017)

Schwedische Fundgrube

Progress ProductionsSchweden – Land der Elche und der Mitternachtssonne, Heimat von Astrid Lindgren, IKEA und der Kanelbullar, den unwiderstehlichen Zimtschnecken. Musikalisch vor allem mit ABBA und Roxette weltweit bekannt, doch das Faszinierende an dem Land ist unter anderem, dass aus nahezu jedem Genre absolut hochkarätige Bands kommen. Egal ob Metal, Rock ’n’ Roll oder Punkrock – mit gitarrenlastigen Bands aus Schweden kann man eigentlich nichts falsch machen.
Doch in den letzten Jahren hat sich auch die (schwarze) Synth-Szene des Landes international einen Namen gemacht, und immensen Anteil hat daran eine kleine, unabhängige Plattenfirma in Göteborg, Progress Productions. 2004 von Torny Gottberg gegründet, beherbergt sie so renommierte Künstler wie Henric de la Cour, Agent Side Grinder, Kite oder Spark!. Außerdem haben die Labelmacher ein hervorragendes Händchen für neue Talente aus allen Bereichen des schwarz-elektronischen Kosmos.
Mit ihrem diesjährigen Label-Sampler We are progress, den es exklusiv und kostenlos als CD auf Festivals und Konzerten gibt, stellen Progress Productions ihre derzeit wichtigsten Künstler vor. Weiterlesen

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Ein persönlicher WGT- und Gothic-Pogo-Festival-Bericht

Mrs. Hyde beim Shoppen und Tanzen

 

 Freitag, 22. Mai 2015

Da ich im vergangenen Jahr beruflich absolut keine Zeit hatte, um neue passende Outfits zu entwerfen, besuchen wir keines der beiden viktorianischen Picknicks, sondern starten entspannt mit Shopping in der Agra. Wir kaufen zwar nur Kleinigkeiten, trotzdem ist die zu Beginn erstandene riesige Frankenstein-Handtasche anschließend randvoll. hydie_frankensteintascheDer Trend geht eindeutig weg von billig in Asien produzierter Massenware zu mehr hochwertigen und phantasievollen, oft handgemachten Einzelstücken, was mir gut gefallen hat. Auch wenn es beim Thema Steampunk ja eigentlich darum geht, seiner eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen und alles möglichst selbst zu machen. Der unsägliche VAWS-Stand wurde zum Glück in die Hallenecke gedrängt, wo er wenig Beachtung fand. Noch besser wäre es natürlich, den nächstes Jahr endlich ganz aus der Halle zu verbannen.
Die Bands im Felsenkeller waren zwar allesamt interessant, aber dieses WGT werden wir teilweise die bekannten Pfade verlassen und mehr uns bislang unbekannten Bands eine Chance geben. So begeben wir uns nach nebenan ins Heidnische Dorf. Viel ist dort noch nicht los, zu Tibetréa wandern wir von Stand zu Stand. Cromdale können danach die ersten Mettrunkenen zum Tanzen animieren, auch wenn mir die Musik irgendwie zu prollig ist, aber so empfinde ich für das ganze Mittelalter-Genre. Erstes Highlight des Tages (und der eigentliche Grund, um im Heidnischen Dorf zu verweilen) sind Bergtatt aus Norwegen. Sie präsentieren Folkrock mit mittelalterlichen Anleihen dank Drehleier und vertonen alte norwegische Volkslieder. Die norwegische Sprache macht dabei den Kick in einem tollen Gesamtpaket aus, sodass die Band ein deutlich größeres Publikum verdient hätte.
Was mit der Gothen-Tram unmöglich wäre, geht im eigenen Auto: in 15 Minuten zum Felsenkeller, denn da spielen Two Witches, die ich bislang noch nie gesehen habe. Der Sound ist zum Glück okay, und so haben die Band und ich unseren Spaß. Anschließend ist eigentlich Nosferatu geplant, aber da ich sie letzte Jahr erst beim DMF gesehen habe, fahren wir spontan ins Werk II zum Gothic Pogo Festival, sodass sich auch der extra Eintritt lohnt, aber dazu am Ende gesondert mehr.

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Unser WGT 2015, 23.05.

Samstag, 23.05.15

 

torshammare

present-momentThe Present Moment (Altes Stadtbad): Der Konzertsamstag beginnt nach einem entspannten Tag im Tierpark extrem stilvoll in der neuen Location Altes Stadtbad, 10 Minuten zu Fuß nördlich vom Hauptbahnhof gelegen. Es handelt sich tatsächlich um ein altes Schwimmbad mit sehr imposantem Äußeren und hochgradig charmantem Inneren. Auf dem alten Schwimmbecken wird getanzt, was den Boden sehr lustig vibrieren lässt, und durch die hohen Decken und Kronleuchter wirkt alles sehr edel. Die Amerikaner The Present Moment eröffnen den heutigen Konzerttag mit einem recht Joy-Division-lastigen Sound, der mich erst ab dem dritten, vierten Song mitreißen kann, dann ist das alles aber sehr solide und gut anzuhören. Weiterlesen