CD: Judas Priest – Firepower

Ein musikalisches Feuerwerk

Judas Priest hat eine neue CD rausgebracht“ – „Ist sie gut?“ – „Sie haben sich wieder auf ihre Anfänge besonnen …“ – Nach diesem Gespräch und dem Anhören sitze ich jetzt hier und möchte euch auf etwas hinweisen, das wirklich des Kaufens wert ist.

Judas Priest_Firepower_EMPDie britische Formation Judas Priest widmet sich seit vier Jahrzehnten dem Heavy Metal. Die Band hat eine wechselvolle Geschichte, mit Rob Halford (Gesang), Glenn Tipton und Richie Faulkner (E-Gitarre), Ian Hill (Bass) sowie Scott Travis (Schlagzeug) vermischen sich alte Weggefährten mit frischem Personal, ebenso ist es beim Produzententeam (Tom Allom und Andy Sneap). Firepower ist ihr 18. Album und ein kraftvolles, temporeiches, herrliche Riffs versprühendes Werk, das fängt schon mit dem Titeltrack an. „Evil never dies“ steht dem in nichts nach und verströmt eine mitreißend diabolische Stimmung, die mich mitsingen und -nicken lässt. „Necromancer“ drückt gewaltig aufs Tempo, die Drumsticks diktieren den Takt, alles zieht mit, ich sowieso. „Guardians“ ist ein kurzes Instrumental, das in das weichere, aber genauso riffgeladene „Rising from ruins“ übergeht. „Spectre“ habe ich mir nach dem Tipp als ersten Eindruck auf YouTube angesehen, da war klar, das muss ich haben. „Traitors Gate“ beginnt ruhig und steigert sich schnell zur Raserei. Sind es die Wasserfluten, die über den St. Thomas’s Tower bzw. das Traitors Gate, ein ehemaliges Wassertor in der Festungsanlage des Tower of London, eindringen? Akustik-Gitarren und nur der Gesang zu Beginn bei „Sea of red“, später erst wird’s mehrstimmig und wieder elektrischer, sehr gelungen! Genauso begeistert mich der Rest des Longplayers, der ebenfalls von musikalischer Perfektion und gesanglicher Meisterleistung strotzt.

Ich bin absolut begeistert von Firepower. Die Scheibe reißt mich jedes Mal auf’s Neue mit, überzeugt mit den bekannten Heavy-Metal-Attitüden, und das bereits von den ersten Minuten an bis zum Schluss. Alle Kompositionen stammen von Rob Halford, Glenn Tipton und Richie Faulkner, auch hier bewährt sich die Alt-Neu-Kooperation.
Judas Priest wird dieses Jahr wieder auf Tour gehen, unter anderem spielen sie am 31. Juli in München (Zenith). Allerdings wird Tipton aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung nicht daran teilnehmen. Als Ersatz ist der Mit-Produzent Andy Sneap eingeplant.

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Judas Priest: Firepower
Sony Music, 09.03.2018
ab 12,99 €
z.B. bei Saturn oder beim Shop eures Vertrauens

Tracklist:
01 Firepower
02 Lightning strike
03 Evil never dies
04 Never the heroes
05 Necromancer
06 Children of the sun
07 Guardians
08 Rising from ruins
09 Flame thrower
10 Spectre
11 Traitors Gate
12 No Surrender
13 Lone wolf
14 Sea of red

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