CD: Luciferian Light Orchestra – Luciferian Light Orchestra / am 26.01. im Backstage München

Stoner Rock meets Gothic

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Hier stelle ich euch ein Projekt von Christofer Johnsson vor, seines Zeichens Mitglied der schwedischen Symphonic Metal Band Therion. Bei Luciferian Light Orchestra werden Ideen musikalisch verwirklicht, die nicht in den Kosmos seiner Hauptband passen. Mir liegt das jüngst veröffentlichte Album Luciferian Light Orchestra zur Besprechung vor, und ich war schon vorab sehr gespannt, da Therion nicht so sonderlich mein Fall waren.

Die knapp 34-minütige CD beginnt mit „Dr. Faust on Capri“. Bereits hier ist zu erkennen, wohin die Reise musikalisch gehen wird. Ein feiner Track mit leichtem 70s Touch und einer Prise Stoner Rock. Track 2 „Church of Carmel“ ist mein persönlicher Favorit des Albums. Psychedelisch beginnend, wird der Track immer rockiger, und die Stimme von Mina Karadzic verleiht dem Ganzen einen Hauch Gothic. Track 3 „Taste the Blood of the Altar Wine“ ist eine ganz fiese Mixtur aus Stoner Rock, Obsessed Doom Metal und Psychedelia. Track 4 „A Black Mass in Paris“ klingt so 70s Rock like, dass ich nochmal schauen musste, aus welchem Jahr die CD ist. Geht sehr gut in die Beine und erinnert mich an Sachen von Thin Lizzy. „Eater of Souls“ und „Sex with Demons“ sind der Himmel für Anhänger des Stoner Rocks, staubtrocken und sehr verspielt. Track 7 „Venus in Flames“ ist das melodischste Stück des Albums. Es baut sich nach und nach auf und bietet eine Gitarrenarbeit, bei der man nur niederknien kann. Die abwechselnd klaren und verzerrten Vocals runden dieses Kleinod ab. Track 8 „Moloch“ ist das düsterste Stück des Albums. Ganz tief im Occult Doom der früheren Jahrzehnte verwurzelt ist es einem kriechenden Lavastrom gleich. Track 9 „Dante and Diabaulus“ ist ebenfalls ein netter Occult Rock Track. Der Gesang und die eingestreuten Chöre sind hier besonders gut gelungen. Der abschließende Track „Three Demons“ ist recht durchgedreht. Hier wird der Stoner ad absurdum geführt und die Keule ausgepackt. Hypnotisch, psychedelisch und recht wirr, nichtsdestotrotz sehr gut.

Fazit: Wer Bands wie Black Sabbath, Thin Lizzy, Obsessed und ähnliche mochte und noch mag, dem sei dieses Kleinod ans Herz gelegt. Feinster 70s Occult Rock/Doom mit einem Schuss Gothic garniert. Mich persönlich hat die CD in ihren Bann gezogen. Hört ruhig rein und suhlt euch in vergangenen Zeiten!

:mosch: :mosch: :mosch: :mosch: :mosch2:

Luciferian Light Orchestra: Luciferian Light Orchestra
Label: Suburban Records (Soulfood), Mai 2015
Audio CD 17,99 € / MP3 Album 8,99 €
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Tracklist
1 Dr. Faust on Capri
2 Church of Carmel
3 Taste the Blood of the Altar Wine
4 A Black Mass in Paris
5 Eater of Souls
6 Venus in Flames
7 Sex with Demons
8 Moloch
9 Dante and Diabaulus
10 Three Demons (Bonus Track)

Facebook https://www.facebook.com/luciferianlightorchestra
Band http://www.luciferian-light-orchestra.com/

Luciferian Light Orchestra treten in einem Package zusammen mit Therion + Ego Fall + Imperial Age am 26.01.2016 im Backstage auf!

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