CD-Review: Combustion: Combustion (EP, VÖ: Sept. 2012)

Deconstructing God’s Creation

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Das Münchner Quintett Combustion hat sich komplett dem Oldschool-Death-Metal verschrieben und 2012 in Eigenregie eine EP auf den Markt geworfen, die mit sechs Nackenbrechern aufwartet. Die 2009 gegründete und 2011 nach Besetzungswechseln und Studiobesuch gewissermaßen respawnte Band spielt straightes, brutales Todesmetall, wie es im Buche steht: Keine Schnörkel, kein Gitarrengeficke und kein Track länger als viereinhalb Minuten, statt dessen brachiale Growls und Gedresche auf technisch hohem Niveau. Lyrisch werden die genre-typischen Themen bedient, hier erlebt man wenig Überraschung.

Den Kopf kann man nicht ruhig halten beim Anhören. „Devolution/Submission“ zeigt, wo’s langgeht, und „Evolution/Domination“ geht sofort ins Ohr und in die Nackenmuskulatur – meiner Meinung nach der eingängigste Song der EP neben dem Abschlusstrack „Desosadora“, hier stehen die Gitarren etwas stärker im Vordergrund, ohne jedoch allzu melodisch zu werden. Beide Songs sind wirklich gelungen. „Meat Cleaver Abortion“ ist der längste Track der EP und damit beinahe episch zu nennen. Brutal, roh und fiese Lyrics – gefällt geradezu ausgezeichnet. In dem Stil macht „Passion CXX“ weiter – ich glaube, live ist dieser Song der Garant für tobende Pits vor der Bühne. „Until They Crest The Dead“ haut, wie man es mittlerweile gewohnt ist, ebenfalls gut rein. Alles in allem also ein durchaus zufriedenstellendes Hörerlebnis.

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Nach mehrmaligem Durchhören der EP bin ich davon überzeugt, dass Combustion das Potenzial hat, vor allem live den absoluten Todesmetall-Overkill auszulösen. Wer in Rosenheim auf dem Bavarian Battle Spring zugegen war, kann sicherlich bestätigen, dass sich die Jungs im Vorprogramm von Vader gut gemacht haben.
Hundertprozentig überzeugte mich die Abmischung der EP nicht, insbesondere bei den Drums hätte ich mir etwas mehr Druck dahinter gewünscht. Aber sie zeigt auf jeden Fall gute Ansätze und ist für einen in Eigenregie produzierten Erstling also alles andere als schlecht geworden.

Fazit: Unbedingt live anschauen! Zum Beispiel am 30.07.2013 auf dem Free&Easy-Festival im Backstage zu München. Und auf das erste Full-Lenght-Album warten.

Anspieltipp: Meat Cleaver Abortion

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Combustion: Combustion (EP, 2012)
Kaufen!
Combustionmetal.com
Combustion-Youtube-Channel

Tracklist:
01. Devolution/Submission
02. Evolution/Domination
03. Meat Cleaver Abortion
04. Passion CXX
05. Until They Crest The Dead
06. Desosadora

Laufzeit: 22 Minuten

Line-up:
Phil – Vocals
Kaffka – Guitar
Pistl – Guitar
Rough – Bass
Necro – Drums

(1893)

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  1. […] wir die nackenbrechende EP des Münchner Quintetts Combustion schon wärmstens  all denjenigen empfohlen haben, die gerne […]

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