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Konzert: 27.08.2018 – Nervosa + Alien Weaponry + Asylum – Backstage Club, München

Māori Metal!

Ganz kurzentschlossen bin ich zu diesem Konzertabend gegangen, denn Alien Weaponry entdeckte ich erst kurz vor meinem Urlaub. Gerade erst wieder zuhause habe ich zufällig am Konzerttag die nächsten Termine im Backstage ausgecheckt. Insofern habe ich auch keine Aufzeichnungen, auf die ich zurückgreifen könnte, weil ich nicht darauf vorbereitet war, einen Bericht zu schreiben. Noch dazu betreibt unsere Fotografin torshammare gerade Grundlagenforschung in Sachen Schwedenstahl und Zimtschnecken und ist nicht verfügbar… So I’m sorry, no pics, no playlists – und alles nur aus dem Kopf, der nun ein leichtes Schleudertrauma hat.
Die anderen beiden Bands sind mir unbekannt, also einfach mal überraschen lassen. Kurz vor acht ist gewaltig was los für einen Montagabend, zum Glück für mich ist es aber nicht ganz ausverkauft. Die Lokalmatadoren Asylum aus München haben das Pech, dieses exklusive Metal-Exotik-Package eröffnen zu müssen, denn mit Nervosa sind drei Brasilianerinnen am Start, Alien Weaponry stammen aus Neuseeland. Den T-Shirts nach zu urteilen sind gefühlte 80 % der Besucher wegen ihnen da, die Kiwis sind heute also der heimliche Hauptact. Weiterlesen

Festival: 01.08.-04.08.18 – Wacken Open Air

Scheiß auf Feenstaub, hier gibt’s Wackendreck!

2018-08-04_23-25-45_wacken_impressionenSchwarzes Bayern goes Wacken – das bedeutet zunächst einmal eine LAAAAANGE Fahrt von München in das wohl bekannteste Kuh-Dorf Schleswig-Holsteins. In unserem Fall über Nacht von Dienstag auf Mittwoch, was den Fotografen Andreas Brauner und mich zwar die Affenhitze besser aushalten lässt, aber ansonsten eine ziemliche Quälerei ist. Endlich angekommen – erstaunlicherweise ohne Anreisestau und mit perfekt ausgearbeitetem Verkehrsleitsystem – heißt es erstmal gut zwei Stunden in der Knallsonne auf unsere Presse-Armbändchen warten, und anschließend die richtige Stelle auf dem riesigen Campingplatz zu finden, um uns unserem Camp, dem „Ponyhof“, anzuschließen. Der Name ist Programm, den Dreh- und Angelpunkt des Camps bildet ein ausgemusterter Militärtruck, der mit diversen Stoff-Ponys in allen Größen verziert ist. Ansonsten gibt es viele Zelte und einen großen Pavillon mit drei Kühlschränken, Küchenzeile mit Spüle und Holzofen und mehrere Paletten voll Nahrung, Getränken und allem, was man womöglich in diesen vier Tagen brauchen könnte. Wir sind also bestens versorgt und arbeiten EINMAL mit Profis!

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Festival: Sick Midsummer 2018, 14.07.2018, Bäckerberg, Scharnstein (AUT)

 Ein musikalisches Acht-Gänge-Menü

Manche Menschen mögen sich ja am Abend vor einem Festivalbesuch hinsetzen und die Running Order durchgehen, damit ja keine Lieblingsband verpasst wird. Dieses Problem stellt sich beim Sick Midsummer glücklicherweise nicht, da es nur eine Bühne gibt, sodass wir unsere Planung auf das konzentrieren können, was wirklich wichtig ist: das Essen. Wann es Kuchen, wann es Dal und wann es Chili gibt, will gut geplant sein, schließlich stehen uns gerade einmal zehneinhalb Stunden zur Verfügung, um uns einmal durch die Speisekarte zu fressen. Pro Gang haben wir zwanzig Minuten Zeit, so lange brauchen die Helferlein zum Bühnenumbau. Das setzt uns gewaltig unter Druck, aber auch in diesem Jahr haben wir es einmal mehr geschafft und weder eine Band, noch eine Speise ausgelassen! Weiterlesen

Konzert: 04.12.17 MTV’s Headbangers Ball mit Max & Iggor Cavalera return to ROOTS, Overkill, Insomnium + Deserted Fear, Backstage Werk, München

Don’t be a pussy!

Wer kennt noch die Anfangstage von MTV? Vanessa Warwick? Headbangers Ball? Wer bei diesen Namen leuchtende Augen bekommt, ist goldrichtig auf dieser Tour, die an den Spirit vergangener Tage anknüpfen will, aber auch Metalheads jüngeren Datums bekommen so die Chance, die Bands abzufeiern, bei deren Gründung sie vielleicht noch nicht mal auf der Welt waren. Die Veranstalter der Tour haben hier mit Deserted Fear, Insomnium, Overkill und den Cavalera-Brüdern ein Package geschnürt, das auf den ersten Blick musikalisch nicht besonders gut zusammenpasst, aber Generationen von Metalfans verbindet und eine echte Lehrstunde des extremeren Heavy Metals ist. Nach dem Legendenaufmarsch im Backstage der letzten Wochen darf man sich diesen Abend natürlich auch nicht entgehen lassen, und da mir doch tatsächlich Overkill und die Cavaleras live noch fehlen (ich trau’s mich kaum zuzugeben), finde ich mich pünktlich um halb sieben im Backstage Werk ein. Weiterlesen

CD: Zornheym – Where hatred dwells and darkness reigns

Symphonischer Wahnsinn

Zornheym-CoverSymphonic Metal war bislang so gar nicht meine Baustelle, da ich zuviel Bombast-Kitsch und Pseudo-Operngesang überhaupt nicht ausstehen kann. Aber das tolle Video aus der Psychiatrie zu „The opposed“ hat mich neugierig gemacht. Noch dazu ist Zornheym eine Allstar-Band, deren Musiker der Hauptsongwriter Zorn aus aktiven oder ehemaligen Mitgliedern von illustren Bands aus dem Extrem-Metal-Bereich wie Dark Funeral, Devian, Diabolical und Facebreaker um sich geschart hat. Mit Bendler von Facebreaker als Vocalist ist auf jeden Fall klar, dass ich mir um Operngesang schon mal keine Sorgen machen muss. Weiterlesen

Band der Woche: Kull

In den dunklen Hügeln Yorkshires … haben sich fünf düster drein blickende Schwarzmetaller zusammengetan und sich dem Symphonic Black Metal verschrieben. Kull bestehen aus ehemaligen Mitgliedern der Black Metal Größen Bal-Sagoth und Death Metallern von Dyscaphia und sind bei näherer Betrachtung garnicht mal so gruselig, sondern erzählen von sich, Donnergrollen und David Hasselhoff.

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Band der Woche/SMF: Among Rats

Among Rats Logo

Sick Midsummer Festival? Ja, genau, dieses Jahr zum achten Mal am Bäckerberg im schönen Österreich. Im Vorlauf dazu werden wir euch wieder die Bands vorstellen, die auf dem Ablaufplan stehen. Den Anfang machen die Lokalmatadoren Among Rats. Manuel hat sich unserem Fragenkatalog gewidmet und erzählt euch mehr über sich und seine vier Kollegen, die am 08.07. einen Heimvorteil genießen können. Weiterlesen

Bandportrait/DEMM: Valborg

Walpurgis-Feuer

Valborg, das klingt zum einen Schwedisch und erinnert zum anderen an Walpurgis (-nacht). Beides ist richtig. Valborg ist die Kurzform von Valborgsmässoafton und wird wie das deutsche Pendant Walpurgisnacht am 30. April gefeiert. Um Hexen zu vertreiben, werden nach altem Brauch Feuer entzündet. Nur kommen Valborg gar nicht aus Schweden, sondern aus Bonn.Valborg Weiterlesen

CD: Blood Incantation – Starspawn

Oldschool im neuen Gewand

Blood_Incantation_CoverColorado – Land der Rocky Mountains, der wilden Flüsse, der weiten Landschaft, der Einsamkeit (oder des Skizirkus im Winter, je nach Vorliebe). Und der Musik. Herausragendste Vertreter sind hier sicher 16 Horsepower beziehungsweise Woven Hand, aber auch harten Stoff wie Velnias oder eben Blood Incantation bringt die Gegend hervor. 2011 von Paul Riedl und Isaac Faulk gegründet, in den nächsten Jahren von Morris Kolontyrsky und Jeff Barrett komplettiert, hat der Vierer mittlerweile einige kleinere Veröffentlichungen sowie das vorliegende Debütalbum Starspawn herausgebracht. Atmosphärischen Death Metal will das Quartett spielen, das Chaos des sich ständig verändernden Universums mit seiner Musik einfangen – gelingt das? Weiterlesen

Festival: Sick Midsummer Austria VII, 09.07.2016, Bäckerberg, Scharnstein

Das lauteste Gipfeltreffen der Welt

Endlich Juli, endlich wieder Sick Midsummer Austria! Nachdem ich letztes Jahr leider berufsbedingt pausieren musste, hatte ich direkt Bergwelt-Entzugserscheinungen. Dementsprechend groß war die Freude, als ich zusammen mit zwei mutigen Piefkes und einem „Quotenösterreicher“ den engen Zufahrtsweg zum Bäckerberg entlang fuhr, um uns einen sonnig-lauten Festival-Nachmittag zu gönnen. Damit uns nicht langweilig wurde (oder gar jemand die Chance bekam, sich den Weg zu merken), benutzten wir dieses Jahr ein anderes Navi mit offenbar anderer Streckenführung („Früher war mehr Bahnübergang!“), das uns zum Festival-Gelände brachte, wo sich an der Zufahrt um kurz nach zwei tatsächlich so etwas ähnliches wie ein kleiner Stau entwickelt hatte! Acht Bands standen auf dem Programm – nicht zu viel, nicht zu wenig, sodass für die 25 Euro, die man an der Abendkasse löhnen musste, ordentlich Lärm geboten wurde, man sich aber nicht gehetzt fühlte und trotz gemütlicher Nahrungsaufnahme auf der grünen Au, inmitten von fast zahmen Hirschen und Rehen und mit dem besten Ausblick, den ein Festival bieten kann, keine Kapelle verpasst hat. So geht das, liebe Festival-Veranstalter! Weiterlesen