Beiträge

Dawn of the death blues

Die Rocking Corpses sind eine untote Zombie-Kapelle aus Tampere in Finnland. Die Idee zur Band hatte der Gitarrist Tony Decay im Jahr 2007, um seine Vorlieben für Zombies und Horror sowie Death Metal und Blues miteinander zu kombinieren. Er übernimmt neben dem Hauptsänger Leper Laze auch die stimmlichen Death-Parts. Das Debüt Rock ’n‘ rot ist 2012 erschienen, und nach und nach, angelockt vom Sound, sind Gitarrist Pestilence Pete, Bassist Maggot Mike und Drummer Tom Bones aus ihren Gräbern gekrochen. Mit Death Blues ist nun das zweite Album bei Inverse Records erschienen, bereit zum Totentanz. Weiterlesen

Amazing Grave²

Das Duo Amazing Grave ist in Los Angeles und Vancouver beheimatet und besteht aus Kevvy Maher, auch Sänger bei Fake Shark, und Eric Breitenbach, der auch noch Drums bei Limblifter spielt. „Dog chained to dog” ist ihre erste Single, die nun bei Eric’s Cool Records erschienen ist. Zitat aus dem Pressetext: „The two-piece describe themselves as heavy metal with the goal of not being heavy in the traditional metal sense. The duo says they would rather be “heavy in groove, beats, screams and sarcasm.“
Das hat mich neugierig gemacht, und das Resultat ist eine schräge und experimentelle Mischung aus Noise, Trance und Metal. Bei mir weckt es auch ein wenig Erinnerungen an Nine Inch Nails, also einfach mal reinhören.

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Baden im Elend

Posthumous-CoverDas Debütalbum Posthumous der brasilianischen Band Lacrima Mortis ist zwar schon im Mai letzten Jahres erschienen, mir jedoch erst jetzt in die Hände gefallen. Das macht aber gar nichts, denn bei dem Namen muss ich sofort an eine Leiche denken, und die ist abgehangen bekanntlich nur noch besser. Seit der Gründung 2016 kam es zu einigen Besetzungswechseln, mache ehemalige Mitglieder sollen gar spurlos verschwunden sein. Aktuell dabei sind Sänger Dread, Gitarrist und Keyboarder Requiem, zweiter Gitarrist Baud, Bassist Reverend Reaper und letzter Neuzugang Priest Condemned an den Drums, der Scavenger ablöst, mit dem Posthumous noch eingespielt worden ist. Wobei das natürlich ohnehin alles Pseudonyme sind und die Bandfotos die Mitglieder nur mit schwarzen Kapuzen verhüllt zeigt. Weiterlesen

Dampframme vom Feinsten

Benediction-ScripturesBenediction – Oldschool-Deather bekommen bei diesem Namen erhöhten Blutdruck, und die Nackenmuskeln zucken unkontrolliert. In den Neunzigern haben die Briten ein phänomenales Todesblei-Album nach dem anderen rausgehauen, wir erinnern uns an Großtaten wie The grand leveller oder Grind bastard. In den Zweitausenderjahren wurde es dann ruhiger, Ur-Sänger Dave Ingram wurde von Dave Hunt abgelöst, das Leben hat sich auch eingemischt, sodass nur noch alle paar Jahre ein neues musikalisches Lebenszeichen auf den Markt kam – das letzte, die Scheibe Killing time, 2008! Es wird also wirklich Zeit für eine ordentliche Portion tiefergelegten Groove – eines der Trademarks von Benediction. Hat sich was verändert? Weiterlesen

BABYMETAL die dritte

BABYMETAL_Metal_Galaxy_Cover_4000pxNach dem selbstbetitelten Debüt und dem zweiten Album Metal Resistance steht nun mit Metal Galaxy das dritte Album der japanischen Überflieger BABYMETAL in den Startlöchern, die wie kaum eine andere Band die Metal-Gemeinde polarisieren. Lieben oder hassen, viel mehr Optionen scheint es nicht zu geben bei ihrem Kawaii Metal, der alle Genregrenzen sprengt. J-Pop wird mit Elementen aus Black, Death und Industrial Metal sowie Dance kombiniert und mit Gothic-Lolita-Outfits abgerundet.
Die als „Yuimetal“ bekannte Yui Mizuno (Tanz und Backgroundgesang) mußte letztes Jahr die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen, seitdem unterstützen verschiedene Tänzerinnen bei Auftritten Sängerin Suzuka NakamotoSu-Metal“ und die zweite Tänzerin und Backgroundsängerin Moa KikuchiMoametal„. Wie hat sich die Band also entwickelt? Weiterlesen

Zehn Jahre Metal-Wahnsinn

Zum zehnten Mal versammelt sich Anfang Juli eine feierwütige Horde Metalheads in einem abgelegenen Bauernhof auf einem Berg, um sich einen ganzen Tag lang dem Genuss von Bier, Kuchen und natürlich lauter Musik hinzugeben: Das Sick Midsummer ist bei uns inzwischen ein fester Termin im Kalender, und wie jedes Jahr freuen wir uns, als wir endlich die letzten Höhenmeter überwunden haben, die Autos verlassen und pünktlich um zwei aufs Festivalgelände dürfen! Uns stehen gut zehn Stunden Konzerte von bekannten und weniger bekannten Künstlern aus den Bereichen Black und Death Metal bevor, das Ganze in einem zur Event-Location umgebauten Bauernhof inklusive Partyscheune und Pferdeweiden und inmitten einer der schönsten Gegenden Österreichs – da nimmt man selbst die 32 Grad im Schatten gern in Kauf! Weiterlesen

Kosmisches (kontrolliertes) Chaos

Sulphur_Aeon_ScytheEin paar Jahre Zeit haben sich die Deather aus Nordrhein-Westfalen mit dem Nachfolger zu Gateway to the antisphere Zeit gelassen, aber gut Ding will ja oft auch Weile haben. Das Quartett macht sich ja generell ziemlich rar, auch live (für den Herbst ist immerhin eine kleine Tour angekündigt), sodass die lange Wartezeit eigentlich keine Überraschung ist. Der Vorgänger zu The scythe of cosmic chaos hatte mich mit seiner ausgeklügelten und perfekt auf den Punkt gebrachten Brachialität sehr begeistert (Gateway to the antisphere), und ich bin gespannt, was die Chthulu-Verehrer mit diesem Longplayer auf die Gehörgänge loslassen. Weiterlesen

Ostern extrem

24 Grad am Karsamstag – das hatten wir schon lange nicht mehr! Da macht nicht nur der Osterspaziergang viel mehr Spaß als mit Neuschnee, sondern auch der Besuch eines Festivals. Zwischen den Konzerten im Biergarten sitzen und ratschen ist so viel besser, als unter drei Jacken und Schal eingemummelt von Konzerthalle zu Konzerthalle zu flitzen! Dementsprechend frohgemut machen wir – Nekrist und torshammare – uns am Karsamstag auf zum Dark Easter Metal Meeting im Münchner Backstage. Das Festival ist inzwischen zu einer wahren Institution geworden und erlebt in diesem Jahr seine achte Ausgabe, und wie jedes Jahr ist es nicht nur ausverkauft, sondern wartet mit 34 ausgesuchten Bands auf: Taake, Tsjuder, Tiamat, Triptykon und eine ganze Reihe lokaler, nationaler und internationaler Acts, deren Namen nicht mit T beginnen, geben sich 2019 im Backstage die Klinke in die Hand. Uns stehen zwei laute Tage bevor, und wir könnten glücklicher nicht sein!

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