Halloween-Special: Zombie Kuchen

BRAAAAIIIINNNSSS!

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Für die Halloweenausgabe habe ich mich daran gemacht, ein Rezept, das ich schon anderweitig verwendet habe, zu verbessern. Es geht um diese schnelle Himbeertorte, die ich Katze aus dem Schwarzesbayern-Forum mal zum Geburtstag gebacken habe, da sie so schön pink ist. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie man auf möglichst einfache Art und Weise einen Zombie-Kuchen gestaltet. Für meine abgewandelte Variante brauchen wir also:

1 dunklen Bisquitboden, gekauft oder selbstgemacht
5 Pck. grüne Götterspeise
500 g Sahne
250 + 70 g Zucker
400 g Frischkäse
1 Zitrone
300 g TK-Himbeeren
Vanillepudding-Pulver für 500 g Pudding + Milch (nach Anleitung)
rosa und grüne Lebensmittelfarbe
Dekoration, z. B. Gummiwürmer, Gummiaugen, Schokoknochen o.ä.

Vorbereitung:zombie6
Nachdem ich innen noch eine kleine Überraschung einbauen wollte, habe ich am Vorabend ca. 450 g rosa Vanillepudding gekocht, der nach dem Anschneiden zum Vorschein kommt und wie ein Hirn geformt ist. Im Wesentlichen habe ich mich dabei an die vorgegebene Anleitung gehalten, aber damit nicht alles auseinanderläuft, habe ich ein bisschen weniger Milch verwendet, um den Pudding schnittfester zu machen. Die Masse wird nach dem Aufkochen mit rosa Lebensmittelfarbe vermengt und anschließend in eine Schale gegeben. Für die „Hirnoptik“ platzierte ich in der Mitte der Glasschüssel eine dünne Rolle aus Aluminium, darüber habe ich die Form dann mit Frischhaltefolie so ausgekleidet, dass diese Falten wirft.  So lässt sich zum einen der Pudding leichter stürzen, da er sich dank der Folie natürlich leichter aus der Form löst, und der Pudding hat dann später ungefähr die Form und Struktur eines Hirns. Außerdem habe ich am Vorabend mit einer Silikon-Eiswürfelform Knochen aus weißer Schokolade hergestellt.

Zubereitung:
zombie5Vor dem Zubereiten der Torte war noch ein wenig Gartenarbeit zu erledigen, aus Zeitersparnisgründen kaufte ich einen fertigen, dunklen Bisquitboden. Da dieser in zwei Teile geschnitten war, habe ich zwischen den Schichten noch eine feine Schicht Erdbeermarmelade aufgetragen. Das war aber improvisiert und ist nicht zwingend notwendig. Danach legte ich einen Tortenring um den Boden, das Pudding-Hirn stürzte ich auf den Tortenboden und diese Konstruktion stellte ich erst einmal beiseite.

Ich habe keine Ahnung, wieso überall helles, leuchtendes Grün als Zombie-Farbe deklariert wird, aber ich wollte mich auch an diese Farbe halten. Passenderweise wird der für die Himbeertorte verwendete ursprünglich rosa Wackelpudding auch in grün verkauft. Das Pulver für die Götterspeise zusammen mit ca. 70 g Zucker in ca. 400 bis 500 ml Wasser einrühren und dann erhitzen, sodass alles flüssig wird. Anfangs mag es aussehen, als wäre es zu dick, aber wenn Hitze zugeführt wird, löst sich die im Wackelpudding enthaltene Gelatine auf, und wie ich später festellen durfte, wurde alles sogar überaus dünnflüssig. Nach dem Zubereiten die Götterspeise etwas erkalten lassen – die Masse darf dabei aber noch nicht fest werden. Hierzu kann man den Topf in ein kaltes Wasserbad stellen, sollte dabei aber durchgehend rühren, damit an den Rändern nichts festklebt. Wenn die Götterspeise ungefähr Körpertemperatur hat, ist sie genau richtig.

In einer separaten Schüssel die Sahne steif schlagen – ich verwende dazu immer ein wenig Sahnesteif (nach Anleitung), das kann der Stabilität der Torte nur zugutekommen, besonders, wenn sie noch einen längeren Transport überleben muss. Zucker mit Frischkäse und Zitronensaft in einer weiteren Schüssel aufschlagen. Hier nun einen guten Schuss grüne Lebensmittelfarbe hinzugeben. Der Wackelpudding ist zwar grün, aber ein wenig Hilfe braucht er schon. Nun die flüssige, kalte Götterspeise mit der Frischkäsemasse verrühren. Dann vorsichtig die Sahne unterheben. Das ist nun alles ziemlich flüssig, aber das muss so sein.

zombie2Im nächsten Schritt ca. die Hälfte der Masse abnehmen. Diesen Anteil kann man wunderbar in die Schüssel füllen, in der vorher die Schlagsahne war. In die verbleibende Hälfte die gefrorenen, losen und nicht aneinander haftenden Himbeeren einrühren. Warum hier jetzt Himbeeren eingerührt werden, obwohl es keine Himbeertorte werden soll? Das hat zwei Gründe: Erstens habe ich keine kernfreie Erdbeersoße gefunden, denn eigentlich wollte ich auf das Hirn noch ein wenig Soße geben, die dann beim Anschneiden ausläuft. (Ob das so geklappt hätte? Wer weiß …) Also sind die dunkelrot-rosa Himbeeren mein „Blutersatz“ und bilden beim Anschneiden matschige rote Flecken im Grün. Zweitens helfen die gefrorenen Himbeeren der Torte beim Festwerden, da die kalten Früchte die Wackelpuddingmasse sehr effektiv von innen heraus kühlen. Ich habe die Himbeeren allerdings nicht unter das komplette Grün eingerührt, da ich an der Oberfläche eine ebene grüne Fläche haben wollte, um sie gut dekorieren zu können.

zombie4Jetzt die präparierte Hälfte der Masse mitsamt den TK-Himbeeren in den Tortenring auf das Hirn füllen. Danach die restliche Masse ohne Himbeeren obendrauf geben. VORSICHT: Die Masse ist sehr flüssig. Und mit sehr flüssig meine ich SEHR flüssig. Warum diese Warnung? Mir ist der Tortenring aufgegangen, ich so: *kippschütt*, der Tortenring so: *aufgeh* und die Masse so: „Hallooo Arbeitsfläche, samt aller Ritzen und Fugen!“, und ich so: „AAAAAH SCHAAAATZ! HILFEEE!“, Panik … alles grün und klebrig! Fazit: Sucht euch lieber eine zweite Person, die gleich beim Eingießen den Tortenring nach unten drückt und zusammenhält, bevor ihr beschwingt so eine Sauerei praktiziert, wie sie mir passiert ist.  Oder verwendet Gaffa-Tape, wie ich es dann beim zweiten Durchgang gemacht habe, um den Ring zu stabilisieren. Nachdem die Masse mit den TK-Himbeeren in der Form ist, zieht sie recht schnell an, aber solange sie noch kippfähig ist, besteht immer die Gefahr des Auslaufens.

Nun ist es Zeit zu dekorieren: Solange die Masse noch nicht fest war, habe ich die selbstgemachten Schokoknochen in die Torte gesteckt. Diese sind dann mitsamt der Torte fest geworden und waren quasi darin verankert. Leider habe ich Gummi-„Glotzer“ von Trolli (Marshmallows in Form von Augäpfeln mitsamt Pupille) auf die Schnelle nicht bekommen, die ließen sich sicher noch wunderbar in der Masse (halb) versenken. Danach die Torte für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, ich habe sie aber über Nacht darin gelassen. Abschließend löste ich vorsichtig den Tortenring, indem ich am Rand mit einem scharfen Messer entlanggefahren bin. Letztendlich habe ich noch die Schokoaugen, die ich bei Aldi ergattern konnte, auf die Torte gelegt.

Fertig! BRAAAAINS!

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Getränk? Eure Wahl – für mich gab’s dazu simplen Tee.
Musik? The Cranberries – Zombie

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