News: Zum Tod von Jeff Hanneman

Er hat eine der bekanntesten und erfolgreichsten Thrash-Metal-Formationen der Welt mitbegründet und war vielen ein großes Vorbild: Jeff Hanneman von Slayer.
Der gebürtige Kalifornier war ein regelrechter Gitarren-Virtuose, dem man gerne zuhörte. Die Griffe saßen perfekt und handelten ihm bald den Spitznamen „Riff-King“ ein. Viele Nachwuchsgitarristen gaben gerne ihn als Vorbild an, weil sein Können beeindruckend war. Hanneman konnte mitreißen und man brauchte ihm nur das Saiteninstrument in die Hand zu drücken, schon legte er los.
Viele der bekannten Slayer-Songs stammen aus seiner Feder, etwa „Angel Of Death“ oder „Raining Blood“. „Angel Of Death“ erzählt von KZ-Lagerarzt Josef Mengele und handelte der Band einigen Ärger ein. Ihnen wurden Sympathien mit der rechten Szene und dem Nationalsozialismus vorgeworfen, was Slayer jedoch dementierten. Jeff Hanneman hatte eine Vorliebe für Memorabilia des Zweiten Weltkriegs und musste sich immer wieder Vorwürfen stellen, rechtsradikal zu sein, was er stets zurückwies.
Hanneman benutzte Marshall-Verstärker und Jackson-Gitarren. Die ESP Guitar Company entwickelte eigens für die Bedürfnisse des Musikers eine Gitarre.
2011 wurde bei Jeff die Infektionskrankheit Nekrotisierende Fasziitis festgestellt, eine Erkrankung der Haut und Unterhaut. Immer wieder wurde dies auf einen erlittenen Spinnenbiss zurückgeführt. Trotz Operationen blieb der Gesundheitszustand des Gitarristen kritisch und bei Live-Auftritten musste er durch Gary Holt von Exodus ersetzt werden.
Am 02.05.2013 starb Jeff Hanneman im Alter von 49 Jahren an Leberversagen. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der Metal-Welt und lässt viele fassungslos zurück, nachdem man immer wieder kurze Meldungen über seine Genesung gelesen hatte. Musikerkollegen wie Papa Roach, Testament oder Megadeth bekunden ihr Beileid, auch Fans kommentieren den schmerzlichen Verlust im Internet.
Bo Six, Gitarrist der deutschen Formation Lord of the Lost, schrieb auf Facebook: „Another hero left this world.“
Unvergessen bleibt der Gitarrensound und die präzisen Griffe des Riff-Kings.
Rest in peace, Jeff Hanneman.

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