Hits, Hits, Hits

A Dark Summer Night ist das Motto des Abends – da dieses Mini-Festival allerdings schon um 18.00 beginnt, ist von einer dunklen, stimmungsvollen Nacht auf dem Tollwood noch nichts zu sehen. Eher brütende Hitze, doch trotz dieser und der frühen Stunde hat sich bereits eine beachtliche Menge Schwarz- und Mittelaltervolk in der Musik-Arena eingefunden und wartet auf die Eröffnungsband Mono Inc.

mono-incWie alle Bands des Abends hat auch Mono Inc. etwas zu feiern, nämlich die Veröffentlichung ihrer neuen Single „Heile, heile Segen“ aus dem für August angekündigten Album Nimmermehr, die beim Publikum auch schon hervorragend ankommt. Überhaupt ist die Stimmung vom ersten Moment an großartig, das Zelt füllt sich zunehmend, und das ausgewogene Best-of-Programm der Hamburger wird frenetisch bejubelt. Neben der neuen Single werden uns hier mit großer Spielfreude bekannte Hits wie „My worst Enemy“ oder „Temple of the Torn“, „Arabia“ oder „Revenge“ dargeboten, die wohl kaum einem der Anwesenden unbekannt sein dürften. Das Cover von „The Passenger“ wird als „ganz alter Mittelaltersong für das Met trinkende Publikum“ angekündigt – Mono Inc. sind sich bewusst, dass sie mit ihrer musikalischen Ausrichtung ein wenig von den übrigen Bands des Abends abweichen, was aber außer ihnen keinen zu kümmern scheint. Spätestens bei der zweiten Coverversion des Abends, „After the War“, ist die Stimmung auf dem Siedepunkt, und vor allem Schlagzeugerin Katha Mia wird beim anschließenden Drum-Solo (auf zwei großen Ölfässern sowie an ihrem Drumkit) lautstark gefeiert.
Der Klassiker „Voices of Doom“ bildet schließlich den Abschluss dieses hervorragenden Auftritts, der die Atmosphäre im Zelt nicht nur mit den wohlplatzierten Pyroeinlagen angeheizt hat. Während Sänger Martin Engler eine Bandflagge ins Publikum wirft, kündigt er an, sich sogleich mit seinen Bandkollegen an den Merch-Stand zu begeben, um dort mit dem Fans noch zu plaudern.
Mono Inc. haben leichtes Spiel und eröffnen die Dark Summer Night ganz hervorragend mit ihrem gut ausgewählten, druckvollen und temporeichen Set.  Weiterlesen

Die britische Alternative-Rock Band Placebo planen ein neues Album, das am 16. September 2013 erscheinen soll und den Namen Loud like Love tragen wird.
Die erste Single-Auskopplung „Too many Friends“ läuft seit dem 24. Juni im Radio und ist seit dem 8. Juli auch in digitaler Form erhältlich. Weiterlesen

Eintauchen in den Untergrund

Mittwoch, 3. Juli, ein warmer Sommerabend, das Münchner Konzertangebot überschlägt sich geradezu mit Alternativen – und doch kommt eine ansehnliche Anzahl Schwarzmetaller im Backstage Club zusammen, um dem Untergrund-Black-Metal zu huldigen. Fünf Bands sollen heute spielen, manche erst in den letzten Jahren gegründet, manche echte Szeneveteranen wie die Amerikaner Von oder das kolumbianisch-amerikanische Duo Inquisition.

Das verspricht ein langer, intensiver Abend zu werden, sodass mit Ewigeis auch um Punkt 19:30 Uhr schon die erste Band die Bühne des wegenewigeis des Oberlichts noch taghellen Clubs betritt – leider ohne Ansage, der exakte Konzertbeginn (der auch noch ein intensives Instrumentestimmen sein könnte) geht daher etwas unter. Mit der Zeit versammeln sich dann doch ein paar Leute vor der Bühne und lauschen dem Münchner Duo um Mastermind Saat, das eher midtempolastigen Black Metal mit deutschen Texten spielt und einen Querschnitt aus den zwei bisher erschienenen Demos Abgrund und Wolfsmond präsentiert. Im Prinzip machen Ewigeis das auch nicht schlecht, Kreisch-Sprechgesang, sägende Gitarren, scheppernde Drums – doch so richtig mitreißen will das alles nicht. Musikalisch fehlt (noch) Eigenständigkeit und Intensität, letztere wäre auch in puncto Bühnenpräsenz wünschenswert. Die beiden Musiker auf der nicht gerade riesigen Bühne sehen leider etwas verloren aus, der eine hinter seinem kleinen Schlagzeug, der andere mit der Gitarre in der Hand vom linken zum rechten Mikro pilgernd … dass es in dieser Besetzung auch sehr viel dynamischer geht, zeigt sich im Lauf des Abends.  Weiterlesen

 Magisches Armband

Neal rettet eines Nachts eine junge Frau aus den Fängen eines Serienkillers. Als Dank schenkt sie ihm ein Armband mit magischen Kräften. Mit diesem kann man in die Körper anderer Menschen eindringen, fühlen, was sie spüren und denken. Doch nicht jede Reise ist mit reinem Vergnügen verbunden.

Richard Laymons Werke sind bekannt für Horror, Splatter und Sex. Doch keines gleicht dem anderen und selbst beim Lesen des Klappentextes kann man sich nie gewiss sein, was einen erwartet. So auch bei „Der Gast“.
Dramatisch, blutig und ein wenig gruselig geht es gleich zur Sache, so wie man es von Laymon kennt und liebt. Doch mit dem Auftauchen des Armbandes bekommt das Buch eine Wendung. Es ist nicht mehr der Horror, der im Vordergrund steht, viel mehr spielt der Autor mit der Psyche des Lesers, versucht ihn einzufangen mit den Reisen in die unterschiedlichen Körper und lässt ihn an den Schicksalen und Gedanken teilhaben. Neugierig verfolgt man das Geschehen, die Seiten fliegen nur so vorbei. Weiterlesen

Einen Herzschlag härter als weich

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 Die neue CD von Mono Inc. Nimmermehr erscheint am 9. August. Für die Redaktion von Schwarzes Bayern eine zwiespältige Aufgabe, es gab mehrere negative Stimmen dazu und zu Mono Inc. im Allgemeinen. Vielleicht passt hierzu auch eine Aussge aus dem Pressetext zum neuen Silberling: „Stillstand wäre für uns der kreative Tod, weshalb wir diesen Schritt gegangen sind und darauf brennen, den Fans die neue Facette zu präsentieren“. Es ist also nicht mehr alles beim Alten, aber dies war für mich noch mehr ein Grund, mir die Scheibe anzuhören: Weiterlesen

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Franken auf dem Vormarsch

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Da euch die Jungs von Delirium erst kürzlich als Band der Woche präsentiert wurden, erübrigt sich hier eine detaillierte Vorstellung des Quintetts aus unserer Kolonie im Norden. Gehen wir stattdessen sofort in medias res: Rein mit der EP Das Erbe der alten Zeit, die Lautsprecher auf Anschlag aufgedreht und los geht’s!

Ich bin alles andere als ein Heimatkundler oder gar Expertin für Folk-s-musik, habe aber durchaus was übrig für diese Themen. Simon Dittrich (Schlagzeug), Steffen Schultheiß (Gitarre), Tobias Herrmann (Gitarre), Björn Bayer (Bass) und Manuel Hiller (Gesang) offenbar auch, denn selten bekommt der unbedarfte Review-Schreiber so detaillierte Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedtexten wie von Delirium. Musikalisch erwartet den geneigten Zuhörer melodischer Metal mit Kreischgesang, mit allen Zutaten, die eine Pagan-Band so braucht, die zwar gefallen, aber nicht ins Reich der beinahe schon tanzbaren Spaß-Mukke abdriften will. Weiterlesen

combustion-logo

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Nachdem wir die nackenbrechende EP des Münchner Quintetts Combustion schon wärmstens  all denjenigen empfohlen haben, die gerne etwas für die lokale Chiropraktiker-Szene tun möchten, ist es diese Woche an der Zeit, die Männer hinter der Musik etwas näher unter die Lupe zu nehmen: Necro, Raphi, Pistl, Kaffka und Phil zeigen sich verantwortlich für die brutalen Nackenschmerzen, die sich unweigerlich einstellen, wenn man die Ohren zu lange dem alles verzehrenden Feer aussetzt, das die Jungs so fleißig am Leben halten. Frontmann Phil beantwortete unsere Fragen:  Weiterlesen

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Die Hamburger Formation Lord of the Lost veröffentlicht am 09. August dieses Jahres ihr erstes Live-Album. Auf den vielfach geäußerten Wunsch zahlreicher Fans reagierte die Band im Januar beim ersten Teil der diesjährigen Tour mit einem Livemitschnitt. In der Heimat St. Pauli wurde das komplette Konzert aufgenommen, und was daraus ausgewählt und für eine CD perfektioniert wurde, kann man nun bald in den Händen halten. Zusätzlich gibt es eine Bonus-CD mit neuen Tracks, wie Lord of the Lost verlauten ließ. Einen ersten Vorgeschmack geben die Goth-Rocker nun im Trailer, der einen Ausschnitt aus dem neuen Song „Zillah“ präsentiert.  Weiterlesen